Vana zum Frauentag: Lage der Frauen am Arbeitsmarkt ist miserabel

Für Wiener Grüne haben Blau-Schwarz und Wiener SPÖ im Kampf gegen die Frauenarbeitslosigkeit schlichtweg versagt.

Wien (Grüne) - "Schon lange war die Situation der Frauen in Österreich nicht mehr so brisant", bilanziert die Wiener Frauensprecherin der Grünen, Monika Vana, anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags die schlechte Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung. "Blau-Schwarz zerschlägt den Wohlfahrtsstaat und geht brutal gegen Frauenrechte vor. Frauenpolitik ist zur Kinderförderungspolitik mutiert. Die Abschaffung des Frauenministeriums, die Einsetzung eines männlichen Frauenministers, die Einführung des Kindergeldes und der Gemeinsamen Obsorge, sowie das Aushungern regierungskritischer Frauenvereine sind nur einige der negativen "Highlights" der frauenfeindlichen Regierungspolitik", resümiert Vana.

Dass die Wunschvorstellung der Herren Haupt, Bartenstein und Co nicht aufgehen wird, dessen ist sich Vana sicher: "Frauen lassen sich trotz teurer Werbekampagnen für das Kindergeld nicht an den Herd zurückschicken. Die Zeit der Aufopferung von Frauen als Mütter, Hausfrauen und billige Arbeitskräfte ohne Selbstbestimmung ist vorbei."

Als besonders dramatisch bezeichnet Vana die Situation der Frauen am Arbeitsmarkt. Mehr als 100.000 Frauen waren im Februar arbeitslos gemeldet, das sind um 16,4% mehr als im Vorjahr. Jede dritte Frau in Österreich hat keinen existenzsichernden Arbeitsplatz mehr, immer mehr Frauen sind unfreiwillig teilzeit- oder geringfügig beschäftigt. "Die Regierung sieht der wachsenden Zahl von Billiglohnjobs tatenlos zu und plant eine Schikane für Frauen nach der anderen.

"Wenn ein Arbeitsminister, selbst mehrfacher Millionär, die Rekordarbeitslosigkeit von Frauen mit einem Achselzucken abtut und ein Frauen- und Sozialminister Frauen zum Verzicht auf Selbstverwirklichung auffordert, ist frauenpolitischer Widerstand angesagt", so Vana.

Auch die Wiener Stadtregierung gehört in punkto Frauenpolitik stärker in die Pflicht genommen. "Mehr als Lippenbekenntnisse hat die Wiener SPÖ in Sachen Arbeitsmartpolitik nicht zu bieten", kritisiert Vana. "Auf die dramatisch gestiegene Frauenarbeitslosigkeit reagiert die Wiener SPÖ überhaupt nicht. Ihr Hauptanliegen sind die (Männer-) Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft. Auch den steigenden Einkommensunterschieden zwischen Frauen und Männern wird nichts entgegengesetzt. "Dabei könnte gerade Wien wichtige Akzente zur Verbesserung der Lage der Frauen am Arbeitmarkt setzen. Zum Beispiel durch die Bindung der Wiener Wirtschaftsförderung an arbeitsmarktpolitische Kriterien. Statt des dringend notwendigen Einsatzes der Stadt Wien für existenzsichernde Arbeitsplätze, Qualifizierungsprogramme auf allen Hierarchieebenen, Frauenförderpläne und Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit wird der neoliberalen Unternehmensunkultur von Seiten der sozialdemokratischen Stadtregierung die Stange gehalten", so Vana.

Die Grünen fordern von der Wiener SPÖ einen unverzüglichen Ausbau der Wiedereinstiegshilfen für Frauen. Ein Drittel der Frauen in Elternkarenz schafft den Einstieg ins Erwerbsleben nicht mehr. Ebenso dringend notwendig ist ein arbeitsmarktpolitisches Sofortprogramm für Frauen analog zu den Investitionen der Stadtregierung in die Bauwirtschaft, denn von dieser profitieren Frauen wohl kaum. Ohne Umstiegshilfen und Qualifizierungsmaßnahmen für atypisch Beschäftigte wird sich die Lage der Frauen am Arbeitsmarkt langfristig nicht verbessern.

Vana abschließend: "Am Internationalen Frauentag erwarten wir uns von den frauenpolitisch Verantwortlichen endlich Taten statt Worte, denn dieser sind wir maßlos überdrüssig!"

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