Freiheitliche Enquete "Frauen und Arbeitsmarkt - Die Zukunft ist weiblich - Neue Chance für Frauen"

Wien, 2002-03-07 (fpd) - Die Initiative Freiheitliche Frauen befaßte sich anläßlich des morgigen Internationalen Frauentages in einer Enquete im Parlament mit dem Thema "Frauen und Arbeitsmarkt - Die Zukunft ist weiblich - Neue Chance für Frauen". Ein mit Expertinnen, Unternehmerinnen und betroffenen Frauen besetztes Podium diskutierte über neue Chancen für Frauen in neuen Berufen. ****

In ihrer Begrüßung ging die Bundessprecherin der iFF, Landesrätin Ursula Haubner, auf durchaus erfreuliche Entwicklungen ein. " Noch nie standen so viele Frauen in Beschäftigung wie unter dieser Bundesregierung, Ende Jänner 2002 ein Plus von 1,7 Prozent. Von über 3 Millionen Beschäftigten sind 46 Prozent Frauen. Noch nie gab es so viele Unternehmensgründerinnen, noch nie gab es so viele Bildungschancen für Frauen", so Haubner. Das zeige auch das große Potential der Frauen, das für die Wirtschaft einfach wertvoll und unverzichtbar sei.

Dennoch solle man sich von diesen positiven Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen lassen, daß es in einigen Bereichen noch Mankos und großen Aufholbedarf gebe: Rund 70% der geringfügig Beschäftigten seien Frauen, ein Drittel der Frauen arbeite Teilzeit, was sich einerseits negativ auf die soziale Absicherung, andererseits negativ auf Zulagen und Aufstiegschancen auswirke. Auch die Einkommensschere klaffe weiterhin auseinander. Das "Frauengehalt" betrage nur 62% des Männergehalts. Einer der Gründe dafür liege auch in der Berufswahl von Frauen und Mädchen. Hier gelte es anzusetzen. "Wir müssen den Frauen und Mädchen Mut machen, sich auf Neuland zu bewegen und sich dort auch zu behaupten", so Haubner. Die freiheitliche Landesrätin verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auch auf das von ihr initiierte und sehr erfolgreiche Projekt "Töchter nützen Chancen".

Auch die stellvertretende iFF-Bundessprecherin, Abg. Theresia Zierler, ging in ihrer Analyse auf die positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt und im Ausbildungsbereich ein. Trotzdem sei es unbestritten, daß "es nach wie vor Frauen sind, die die Mehrheit bei den schlechter bezahlten Tätigkeiten stellen". Zierler begrüßte daher auch den Vorstoß Haubners für einen Generalkollektivvertrag und einen Bruttomindestlohn von 1000 Euro. "Nun sind die Gewerkschaften gefordert. Denn von diesem Vorschlag würden immerhin rund 500.000 Menschen in Österreich, darunter vor allem Frauen, profitieren", so Zierler.

Erfreut zeigt sich Zierler auch über die Initiativen des freiheitlichen Bundesministers zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Wiedereinstieg. Ansetzen müsse man aber auch bereits wesentlich früher. Wie ihre Vorrednerin verwies auch Zierler auf den Umstand, daß Mädchen nach wie vor in ihrer Ausbildungs- und Berufswahl sehr traditionell orientiert seien. 60% der weiblichen Lehrlinge entscheiden sich für Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau oder eine Friseurlehre, für "Niedriglohnbranchen", so Zierler. Auch an den Universitäten und Fachhochschulen oder am zweiten Bildungsweg zeige sich diese traditionelle Tendenz.

"Nach wie vor gibt es Frauenbranchen und Männerdomänen. Unsere Frauenpolitik hat daher zum Ziel, Frauen und Mädchen zu ermutigen, auch neue Chancen in Form von neuen Berufen in technischen oder naturwissenschaftlichen Bereichen zu nutzen, und sich damit auch neue Aufstiegschancen zu eröffnen. Die Politik hat die Aufgabe, die Frauen dabei zu unterstützen, die bisherigen Schemata aufzubrechen, durch breite Information, gezielte Vorarbeiten und entsprechende Rahmenbedingungen", sagte Zierler. Abschließend bedauerte die stellvertretende iFF-Bundessprecherin, daß die Oppositionsparteien wie bereits vergangenes Jahr einer gut besuchten Enquete mit dem Frauenminister ferngeblieben seien und die Chance zur parteiübergreifenden Diskussion nicht ergriffen hätten. (Schluß)

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