Hohe Rohstoffpreise verursachen Preisauftrieb bei Kakao und Schokolade

Süßwaren werden um rund 10 Prozent teurer

Wien (PWK172) - "Wir verzeichnen aufgrund schwacher Ernten etwa in Westafrika und Kontingentierungen einen starken Preisauftrieb beim Kakao auf dem Weltmarkt. Auch bei anderen, in der Schokoladeerzeugung verwendeten Rohstoffen, wie Milch und Butter, steigen die Preise", sagte heute, Donnerstag, der Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, Michael Blass. Aufgrund der steigenden Preise und des ständig steigenden Kostendrucks, der auf der gesamten Kakao verarbeitenden Industrie laste, werde ein Nachziehen bei den Preisen nicht zu vermeiden sein. Im Verband der Süßwarenindustrie gehe man daher von einem Preisanstieg bei Schokolade und Schokoladeerzeugnissen im Einzelhandelsbereich von rund 10 % aus.

"Der schlechten Ernte in den vergangenen Monaten ist nach der Rekordernte im Jahr 2000 bereits eine ausgesprochen schlechte Erntesaison vorausgegangen. Aufgrund der neuerlichen Ernteeinbrüche ist die Süßwarenindustrie nun gezwungen zu handeln. Die Preiserhöhungen sind für die Firmen aufgrund dieser Entwicklungen eine zwingende Notwendigkeit", so Blass.

Ein Mitgrund für die Preisanpassung sei auch die gegenläufige Entwicklung des durchschnittlichen Preises für Tafelschokoladen zum allgemeinen Verbraucherpreisindex: Kostete im Jahr 1992 eine 100g Tafelschokolade noch knappe 9,-- ATS (6,51 Euro), so betrug der Durchschnittspreis für eine solche Tafel im Jahr 2001 nicht einmal mehr 8,40 ATS (6,09 Euro). Das ergibt einen Index von 94, während der Verbraucherpreisindex im gleichen Zeitraum auf 118,5 gestiegen ist. "Süßwaren wie Kakaoprodukte haben damit immer zu den preisstabilsten Produkten im Warenkorb gezählt. Daher ist es in der Preisentwicklung der Produkte nur logisch, entsprechende Anpassungen vorzunehmen, die aber nicht willkürlich passieren, wie die bisherige Entwicklung gezeigt hat", betonte Blass. (us)

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