Öllinger: ArbeitnehmerInnen für Pension nicht zweimal zahlen lassen

Sicherung der Altersvorsorge ist und bleibt Aufgabe des Staates

OTS (Wien) - "Abfertigung und Pension sind zwei paar Schuhe", stellt der stv. Klubobmann und Sozialsprecher der Grünen, Karl Öllinger fest. "Sie in einen Topf zu werfen hieße, ArbeitnehmerInnen für ihre Pension zweimal zahlen zu lassen."

Öllinger wendet sich damit gegen den Arbeitsrechtler Theodor Tomandl, der in der heutigen "Presse" eine verpflichtende Umwandlung der Abfertigung in einen Pensionsbestandteil fordert. "Tomandls Denkansatz öffnet ein Tor, durch das sich der Staat heimlich aus der Altersvorsorge verabschieden möchte", so Öllinger. "Wer jedoch die Pensionen sichern will, muss vorhandene Mittel besser verteilen und effektiver einsetzen". Die Grünen haben daher mit ihrem Modell der bedarfs- und lebenslagenorientierten Grundsicherung ein aufkommensneutrales Modell der Altersvorsorge präsentiert, das eine gesicherte Grundversorgung für alle erlaubt und gleichzeitig die Pensionen für alle auf Dauer sichert.

Es spräche für sich, so Öllinger weiter, wenn immer neue Pensionssäulen erfunden würden, statt bei den vorhandenen Mitteln für Beitrags- und Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen. "Mit der Unterstützung des Sozialvolksbegehrens zwischen 3. und 10. April 2002 haben alle BürgerInnen die Möglichkeit, sich für die Sicherung und Weiterentwicklung des Sozialsystems auszusprechen", so Öllinger abschließend.

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