Schwarzböck: Wettbewerbsfähigkeit der Bauern für EU-Erweiterung stärken

Regierungsübereinkommen rasch umsetzen - gegen Änderung bei Grundsteuer

Wien, 7. März 2002 (AIZ). - "Die Erweiterung der Europäischen Union um die Staaten Mittel- und Osteuropas stellt für die österreichische Landwirtschaft eine enorme Herausforderung dar. Die Bauern bereiten sich bereits intensiv darauf vor. Allerdings müssen auch die politischen Bedingungen derart gestaltet sein, dass die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Landwirte gestärkt wird. So müssen die im Regierungsübereinkommen festgelegten Maßnahmen, wie die Verbilligung des in der Landwirtschaft verwendeten Dieseltreibstoffes, endlich umgesetzt werden", erklärte heute der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern, Rudolf Schwarzböck. Ansinnen, die bäuerlichen Betriebe, die ohnedies schon unter starkem Druck stehen, noch weiter zu belasten, wie etwa durch eine Änderung der Grundsteuer, seien klar abzulehnen, so Schwarzböck.

Agrardiesel am deutschen Modell orientieren

"Die Verbilligung des Dieseltreibstoffes für landwirtschaftliche Zwecke, also eines Betriebsmittels, entspricht einer langjährigen Forderung der österreichischen Bauernvertretung. Sinnvoll ist es, sich an bereits erarbeiteten Modellen, wie dem deutschen, zu orientieren. Danach wird für den in der Landwirtschaft verbrauchten Diesel dem Bauern die Differenz zwischen dem Preis für Ofenöl und Dieseltreibstoff erstattet. In Österreich entspricht dies EUR 0,21 pro Liter. Es ist hoch an der Zeit, dass diese im Regierungsübereinkommen festgelegte Maßnahme endlich umgesetzt wird", forderte Schwarzböck.

"Keinesfalls darf es aber dazu kommen, dass Entlastungen in anderen Wirtschaftsbereichen durch eine Erhöhung der Grundsteuer kompensiert und damit auf dem Rücken der Bauern ausgetragen werden. Es wäre völlig verfehlt, die Besteuerung von Grund und Boden bei gleichzeitig sinkenden Erträgen zu erhöhen", stellte Schwarzböck fest.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ