Kein einziges Opfer schutzlos

Böhmdorfer weist Prammer-Vorwurf zurück

Bis heute sei kein einziges Verbrechensopfer abgewiesen worden und dies werde auch in Zukunft nicht geschehen, konterte Justizminister Dr. Dieter Böhmdorfer die Vorwürfe der SP-Bundesfrauenvorsitzenden Barbara Prammer. "Wir wollen den Opfern rasch und unbürokratisch helfen, was wir jedoch nicht fördern werden, ist die Vereinsbürokratie", so Böhmdorfer.*****

Unter Böhmdorfer wurde erstmals im Justizministerium ein eigenes Budget für die Unterstützung von Verbrechensopfern bereitgestellt. Von ursprünglich 220.000€ im Jahr 2000 wurde der Betrag für 2002 mehr als verdreifacht (730.000€), für nächstes Jahr ist eine weitere Anhebung geplant.

"Den Opfern muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Derzeit gibt es im Gewaltbereich eine Unmenge von Vereinen, die sich bei verschiedensten Ministerien um Subventionen bemühen. Alleine im Sozialministerium sind 166 solcher Vereine registriert. Es soll eine zentrale Anlaufstelle geben, die privatwirtschaftlich organisiert ist. Die Opfer müssen sofort wissen, wer ihnen rasch weiterhelfen kann", umreißt der Justizminister seine Vorstellungen.

Die Verbrechensopfer erhalten einen Rechtsbeistand und besonders bei Sexualdelikten einen Sozialarbeiter bzw. Psychotherapeuten zur Verfügung gestellt. Diese Hilfestellung erfolgt bereits in der besonders schwierigen Phase der polizeilichen und gerichtlichen Aufarbeitung der Tat.

"Darüberhinaus habe ich eine gesetzliche Verankerung der Opferhilfe und eine erhebliche Ausweitung der Rechte der Opfer im Strafverfahren vorgeschlagen. Für mich ist der Schutz und die Betreuung von Verbrechensopfern ein zentrales Anliegen. Frau Prammer muss sich die Frage gefallen lassen, was sie schon konkret für den Schutz der Opfer getan hat", so Böhmdorfer abschließend.

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