FP-Wagner(1): Bestellte Flächenwidmung auch im Bereich der MA 21A

Wien, 07-03-2002 (fpd) - Zu dem vom Kontrollamt bereits in fünf Fällen bestätigten Widmungsskandal der MA 21B gibt es starke Parallelen im von der MA 21A durchgeführten Verfahren über die Flächenwidmung Praterstraße 20 - Aspernbrückengasse 1. Die nach der öffentlichen Auflage und nach Beschlussfassung im Bezirk gemachten Änderungen im Widmungsplan Nr. 7320 sind offensichtlich ebenfalls nach dem Motto "Sie wünschen, wir widmen" erfolgt, so heute der Obmann der FPÖ-Leopoldstadt LAbg. GR Josef Wagner während seines Pressegespräches.****

In dem am 2. Jänner 2001 von der MA 21A an die Bezirksvorstehung Leopoldstadt übermittelten "Rotdruck" des Flächenwidmungs- und Bebauungsplans Nr. 7320 ist die Liegenschaft Praterstraße 20 mit Bauklasse IV ausgewiesen. Dieser Plan und die vom Fachbeirat für Stadtgestaltung und Stadtplanung dazu abgegebene gutächtliche Stellungnahme wurde zur öffentlichen Einsicht durch Bezirksbewohner im Bezirk aufgelegt und war Grundlage für die Beschlussfassung im Bauausschuss und der Bezirksvertretung.

Architektenwettbewerb hält sich nicht an Bauklasse. Gab es politische Signale?

Bemerkenswert ist, dass während der öffentlichen Auflage ein Wettbewerb für das Haus Praterstraße 20 stattfand, zu dem drei Architekten geladen waren, und bei welchem diese bereits in ihren Projektentwürfen von der Bauklasse V (26 Meter) ausgegangen sind, obwohl das laufende Widmungsverfahren nur eine Aufzonung von der bisherigen Bauklasse III auf IV (21 Meter) vorgesehen hatte. MA 21A und Bezirksvorsteher Kubik als Mitglied der Jury im Architektenwettbewerb wußten daher bereits während der öffentlichen Auflage und bei der Beschlussfassung im Bezirk, dass der zur öffentlichen Einsicht und Stellungnahme durch Bezirksbewohner und Bezirk aufgelegte Plan nachträglich geändert wird.

Bezirksvorsteher sprach bereits von Bauklasse V während der Auflage mit Bauklasse IV

Die von Bezirksvorsteher Kubik in einer Tageszeitung wiedergegebene Behauptung, dass "im bis Mitte Februar 2001 aufgelegten Entwurf immer von Bauklasse V die Rede gewesen sei", erhärtet den Verdacht von Absprachen zwischen Hauseigentümer, Planungsabteilung und Kubik. In dem den Bezirksbewohnern und Oppositionspolitikern vorgelegten Plan Nr. 7320 ist jedenfalls Bauklasse IV ausgewiesen. Anrainer, Bezirksbewohner und Bezirkspolitiker fühlen sich von Stadtplanern und BV Kubik bewußt getäuscht und um ihre in der Bauordnung verbrieften Rechte beraubt. Die FPÖ Bezirksräte haben bereits am 14. Februar eine Bürgerversammlung beantragt, damit die Öffentlichkeit über das "Siegerprojekt" von Architekt Krischanitz informiert wird. (Schluss) (forts.) jen

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