Haupt: Die Zukunft ist weiblich - männerdominierte Gesellschaft ist Auslaufmodell

Frauenminister fordert gesellschaftliches Umdenken

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März forderte Frauenminister Mag. Herbert Haupt in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der oberösterreichischen Frauenlandesrätin, Ursula Haubner, ein gesellschaftliches Umdenken. "Die männerdominierte Gesellschaft ist immer noch Realität. Dieses gesellschaftliche Auslaufmodell muss endgültig der Vergangenheit angehören." Haupt und Haubner bekräftigten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um der Gleichberechtigung und Chancengleichheit von Frauen zum Durchbruch zu verhelfen. Und dazu gehöre - als wichtigste gesellschaftspolitische Herausforderung - Familie und Beruf kompatibel zu machen. Frauen hätten ein Recht darauf, sich privat und beruflich zu verwirklichen. "Und wir haben die Pflicht, sie dabei zu unterstützen", so Haupt und Haubner.

Wirtschaft spielt bei fairer Frauenpolitik tragende Rolle -Kindergeld ermöglicht Vereinbarkeit Familie und Beruf

"Die Politik gibt Rahmenbedingungen vor, die Gesellschaft erfüllt diese dann mit Leben", betonte Haupt, der auf die vielen Initiativen seines Ressorts zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie verwies. Die Wirtschaft spiele hier eine tragende Rolle. "Unternehmer, die frauenfreundliche Arbeitsplätze anbieten, investieren in ihre eigene erfolgreiche Zukunft", denn nichts motiviere Mitarbeiterinnen mehr, als die Rücksichtnahme auf ihre Bedürfnisse und individuellen Lebensperspektiven. "Mit dem Kindergeld haben wir die erstklassigen Voraussetzungen geschaffen, Barrieren abzubauen und Wirtschaft und Familie miteinander zu versöhnen", betonte der Frauenminister.

In diesem Zusammenhang verwies Haupt auf seine Bemühungen um attraktive Arbeitsplätze und verstärkte Aufstiegschancen für Mädchen und Frauen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Hier laufe in Zusammenarbeit mit dem Infrastrukturministerium ein umfassendes Frauen-Technologieprojekt. Dass die Bundesregierung in den beiden letzten Jahren eine erfolgreiche Arbeitsmarktpolitik für Frauen gestaltet habe, untermauerte Haupt mit Zahlen. 2001 habe es mit 50.000 mehr beschäftigten Frauen ein Rekordjahr gegenüber 1999 gegeben.

Mehr Pensionsgerechtigkeit für die Frauen

Der Frauenminister kündigte eine Initiative für mehr Pensionsgerechtigkeit an. Ein Arbeitskreis in seinem Ministerium hätte die entsprechenden Voraussetzungen erarbeitet. Er werde nun daran gehen, "das, was bisher nur auf dem Papier steht, in die Realität umzusetzen".

Haupt unterstrich, dass die Frauenförderung seines Ressorts die von Ex-Frauenministerin Prammer klar übertreffe. "Die Förderungen sind höher als je zuvor." Auch bei den Gleichbehandlungsanwaltschaften habe er neue Akzente gesetzt. Unter seiner Ressortleitung gäbe es nun auch in Klagenfurt und Graz regionale Gleichbehandlungsbüros. Ein weiteres sei in Oberösterreich geplant, wofür sich auch Landesrätin Haubner dankenswerterweise sehr eingesetzt habe, so Haupt.

Der Frauenminister verwies weiters auf die Einrichtung eines Frauengesundheitsreferates in seinem Ressort. Dieses befasse sich schwerpunktmäßig mit allen Aspekten der Frauengesundheit.

Am Ende der Pressekonferenz übergab Frauenlandesrätin Ursula Haubner Frauenminister Haupt die Mitgliedskarte der Initiative Freiheitlicher Frauen und verlieh ihm damit auch die Ehrenmitgliedschaft.

Eine männerdominierte Gesellschaft sei den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen. "In diesem Sinne ist die Zukunft weiblich", so Haupt abschließend.

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