Schieder fordert Aufklärung über Abzug des österreichischen UNO-Polizisten aus dem Kosovo

Wien (SK) Als "in höchstem Maße aufklärungsbedürftig" bezeichnete der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Peter Schieder, die Vorwürfe, die die "Washington Post" gegen Österreich erhebt. Laut diesem Bericht von Mittwoch soll Österreich die UNO-Untersuchung gegen einen unter Folterverdacht stehenden österreichischen UNO-Polizisten verhindert haben. Schieder: "Nachdem die Entsendung von UNO-Polizisten durch den Hauptausschuss des Nationalrats erfolgen muss, müssen die Parlamentsfraktionen raschest über die Details der Geschehnisse informiert werden", so Schieder. Sowohl Außenministerin Ferrero-Waldner als auch Innenminister Strasser seien aufgefordert, allen parlamentarischen Fraktionen raschest alle Fakten zukommen zu lassen", so Schieder am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Schieder verlangt auch eine Kopie jenes Briefes, den der österreichische UNO-Botschafter Gerhard Pfanzelter an Kofi Annan geschrieben hat. Niemand, so Schieder, wolle ein vorschnelles Urteil in dieser Causa abgeben, aber die Umstände erscheinen zumindest "auffällig und sonderbar, sodass eine rasche Aufklärung unerlässlich ist. Korrekterweise hätte bereits heute ein entsprechender Bericht von Innen- und Außenministerium an das Parlament ergehen müssen", meint Schieder. (Schluss) ml

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