ALPHA Österreich: Eine Programmvorschau vom 11. bis 15. März 2002

ALPHA Österreich von Montag bis Freitag, 21.00 bis 21.45 Uhr

Wien (OTS) - ALPHA Österreich, das ORF-Programmfenster in
BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, präsentiert sein Programm fünf Mal pro Woche: von Montag bis Freitag, jeweils von 21.00 bis 21.45 Uhr. Die Programminhalte der Woche vom 11. bis 15. März 2002 sind:

Montag, 11. März: "Völkermord - Geschichte und Prävention: Ein Symposium im Wiener RadioKulturhaus am 8. und 9. November 2001"
Die Völkermord-Konvention der Vereinten Nationen, 1948 unter dem Eindruck der Judenvernichtung formuliert, bezeichnet mit diesem schrecklichen Begriff die Absicht, nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppen ganz oder teilweise zu vernichten. Das international besetzte Ö1 Symposium vergleicht historische Beispiele des Völkermords und fragt nach den Möglichkeiten, solche Gräueltaten zu verhindern. Ein Symposium, gestaltet von Renata Schmidtkunz.

Dienstag, 12. März: "Das Mordschloss" - Eine Dokumentation über die Gräuel in Schloss Hartheim"
Hinter den Mauern des Renaissancebaus lief eine der grauenhaftesten Vernichtungsmaschinerien des Dritten Reiches. Schloss Hartheim in Alkoven bei Linz war die größte Vernichtungsanstalt des Dritten Reiches für sogenanntes "unwertes Leben": Behinderte, Alte, Kranke, Psychiatriepatienten, Zwangsarbeiter, Juden, KZ-Häftlinge waren die Opfer. Die Vergasung war geheime Reichsangelegenheit. Doch die täglichen Todestransporte konnten den Bewohnern von Hartheim nicht verborgen bleiben. Bewohner aus dem Ort wurden gegen den Massenmord aktiv - mit Flugblättern und Pamphleten. Bisher verschollene Dokumente und Beweisstücke wie eine Euthanasie-Statistik, die penibel die Einsparungen durch die Morde aufrechnet, geben Zeugnis über das tödliche Treiben ab, verantwortet vom engsten Kreis rund um Adolf Hitler. Eine Dokumentation von Tom Matzek.

Mittwoch, 13. März: "Herrn Hitlers Religion"
Der Film zeigt anhand wenig bekannten Archivmaterials, dass Hitler den Nationalsozialismus zunehmend als neue Staatsreligion und sich selbst als neuen Messias inszenieren wollte. Ausschnitte aus der vieldiskutierten "Lohengrin" - Inszenierung des Regisseurs und Publizisten Gottfried H. Wagners, Richard Wagners Urenkel, unterstreichen die Tendenz des Faschismus zum Religiösen. Heinrich Himmler legte im Auftrag von Adolf Hitler einen Stufenplan vor, der die Abschaffung der christlichen Religion und ihren Ersatz durch ein neues, nationalsozialistisches Glaubensbekenntnis vorsah. Im Rahmen eines im Mai 1995 in Wien abgehaltenen Symposions zum Thema "Der Nationalsozialismus als politische Religion" waren Wissenschafter übereinstimmend der Meinung, dass gerade die pseudoreligiösen Elemente des Nationalsozialismus die Massen faszinierten. Mit Ausschnitten aus der "Lohengrin" - Inszenierung Gottfried Wagners, Statements der Symposions-Teilnehmer und umfangreichem Archivmaterial dokumentiert Petrus van der Let die religiösen Aspekte des Nationalsozialismus.

Donnerstag, 14. März: "Ins Land einischaun: Still ruht der See"
Im Sommer ist der Bodensee Anziehungspunkt für unzählige Touristen, die hier Erholung suchen. Im Winter jedoch und im Frühjahr zeigt sich der See von der stillen Seite, wenn die Uferpromenade menschenleer ist und der See lediglich von ein paar Fischern und Vögeln bevölkert ist. Manchmal gibt er sich auch rau und stürmisch, nordisch geradezu. Diese ganz andere Seite des Bodensees haben auch Literaten geschätzt. Der See als persönliche Erfahrung wurde - unter anderem - auch vom Vorarlberger Schriftsteller Robert Schneider geschildert.

Freitag, 15. März: "Klingendes Österreich: Nationalpark Hohe Tauern" (Teil 2)
Sepp Forcher führt dieses Mal in den Osttiroler Teil des Nationalparks Hohe Tauern, in das Gebiet von Großglockner und Großvenediger. Zwischen Prägraten im Norden und Dölsach im Süden gibt es gewaltige Berge, Wasserfälle und reizvolle Tauerntäler zu entdecken. Mitwirkende Musikgruppen sind u. a. Viergesang des Singkreises Dölsach, die Musikkapelle Virgen, Familie Mattersberger und Kalser Heimatklang.

Diese Woche gibt es keine Wiederholungen auf ALPHA Österreich. ALPHA Österreich, das ORF-Fenster in BR-alpha, dem Bildungsspartenkanal des Bayerischen Rundfunks, kann über die Satelliten ASTRA 1B (analog) und ASTRA 1G (digital) europaweit empfangen werden. Eine Themenübersicht der weiteren ALPHA Österreich-Sendungen finden Sie in ORF TELETEXT auf Seite 308 und im Internet unter http://tv.orf.at/alpha.

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