KUKACKA: MIT VERKEHRSZEICHEN SPARSAM UMGEHEN!

ÖVP fordert Reduzierung des "Schilderwaldes" in geplanter STVO-Novelle

Wien, 7.März 2002 (ÖVP-PK) Der Verkehrsschilderwald auf Österreichs Straßen muss durchforstet und auf das tatsächlich Notwendige reduziert werden. Durch eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung soll sichergestellt werden, dass Verkehrszeichen nur dort aufgestellt werden dürfen, wo dies aufgrund der besonderen Umstände und einer entsprechenden Gefahrenlage zwingend geboten ist. Dies forderte heute, Donnerstag, ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka im Zuge der Diskussion um den Novellierungsbedarf der STVO.****

Die Fülle von Informationen im Straßenraum stellt höchste Anforderungen an die Aufmerksamkeit der Kraftfahrer und führt oft zur Informationsüberlastung. Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass im günstigsten Fall drei Verkehrsschilder pro Sekunde wahrgenommen werden können. Ein Übermaß an Reglementierung vermindert zudem die Bereitschaft der Verkehrsteilnehmer Regeln und Vorschriften zu befolgen und vermindert letztendlich immer mehr die Eigenverantwortung der Fahrzeuglenker, so Kukacka.

Als Hauptursachen für die Entstehung des Schilderwaldes nannte der ÖVP-Verkehrssprecher die mangelnde durchgehende Überprüfung des Gesamtbestandes an Verkehrszeichen und die mangelnde Vorortüberprüfung nach dem Aufstellen neuer Verkehrszeichen. "Das Aufstellen neuer Schilder erfolgt per Anordnung, wobei eine anschließende Kontrolle an Ort und Stelle insbesondere bezüglich der vorhandenen Informationsdichte im Regelfall aber nicht stattfindet." Eine weitere Ursache sieht Kukacka im Bereich Haftungsfragen und daraus resultierenden Haftungsfolgen: "Straßenerhalter fürchten häufig mit Haftungsansprüchen nach Unfällen konfrontiert zu werden und sichern sich daher lieber doppelt ab."

ÖVP-Verkehrssprecher Kukacka forderte daher Maßnahmen, die auf eine Reduzierung der bereits vorhandenen Zahl an Verkehrszeichen abzielen, wobei die Anforderungen an die Sorgfalt und Eigenverantwortung des Lenkers erhöht werden soll, ohne dass dies zu Lasten des Straßenhalters geht. Konkret nannte er die Vereinfachung von Halte- und Parkverboten, den Wegfall von Verkehrszeichen in verkehrsberuhigten Zonen, die Einschränkung der Zulässigkeit der doppelten Beschilderung, sowie die Kombination von in der Praxis ohnehin gemeinsam verwendeten Verkehrszeichen.
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