Dirnberger erwartet von Regierungsklausur Verbesserung, nicht Verwässerung der Abfertigung Neu

ÖAAB-Zentralorgan "Freiheit" definiert "Rucksackprinzip" bei der Auszahlung der Abfertigung

Wien (OTS) - "Die Abfertigung muss mit der Reform verbessert und nicht verwässert werden", das fordert AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) von der bevorstehenden Klausur der Bundesregierung. Anlass für Dirnbergers Forderung sind Aussagen aus dem Wirtschaftsministerium (Profil Nr. 10), die jetzt lieber von "betrieblicher Mitarbeitervorsorge statt von Abfertigung Neu" sprechen und Forderungen des Regierungsberaters Tomandl (Die Presse v. 7.3.2002), wonach die Abfertigung Neu ein Riesenflop und zur Alterssicherung zu nutzen sei. Dirnberger: "Diese Diktion birgt die Gefahr einer späteren Vermischung oder Aufrechnung mit der ASVG-Pension in sich und ist daher abzulehnen. Die Sozialpartner haben auf Basis des ÖAAB-Modells der Bundesregierung einen Vorschlag gemacht, der nun endlich umzusetzen ist. Noch vor dem Sommer muss das entsprechende Gesetz beschlossen werden."

Dirnberger nennt dann den zentralen Inhalt der Abfertigung Neu:
Das Rucksackprinzip bei Selbstkündigung. Dirnberger zitiert dazu aus der Ausgabe 9/2001 der "Freiheit", dem Arbeitnehmermagazin des ÖAAB:
"Bei Selbstkündigung gehen die eingezahlten Beiträge auf dem Abfertigungskonto eines Arbeitnehmers nicht wie bisher verloren, sondern werden zum nächsten Arbeitsplatz mitgenommen. Das heißt, man erhält bei einem selbstgewählten Jobwechsel zwar keine Abfertigung ausgezahlt, sollte das nächste Dienstverhältnis aber per Kündigung durch den Arbeitgeber aufgelöst werden, so wird der volle Anspruch aus dem alten und dem aktuellen Dienstverhältnis als Abfertigung fällig".

ArbeitnehmerInnen entscheiden über Verwendung der Abfertigung

Die ArbeitnehmerInnen erhalten somit nach dem ÖAAB-Modell bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber alle bisher, auch aus anderen hervorgegangenen Dienstverhältnissen einbezahlten Abfertigungsgelder ausbezahlt. Die ArbeitnehmerInnen können ihr angespartes Geld aber auch wenn sie wollen, in der Abfertigungskasse belassen. Auch beim Pensionsantritt bleibt den ArbeitnehmerInnen die volle Wahlfreiheit, ob sie das Geld als Einmalzahlung oder verrentet bekommen.

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Alfred Dirnberger,
Tel.: 01-58883-1706

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