ÖH ruft zu Demonstration zum Internationalen Frauentag auf

Kampagne "Identitäten" an den Universitäten

Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) beteiligt sich massiv an den Aktivitäten am morgigen Internationalen Frauentag und ruft mit zahlreichen anderen Organisationen zur Demonstration (8.3., 16 Uhr, Schwedenplatz) auf. Insbesondere wird von Seiten der ÖH die schwierige Situation von Frauen an den Universitäten thematisiert. Aber auch auf gesellschaftliche Benachteiligungen wie die enorme Einkommensschere zwischen Frauen und Männern soll aufmerksam gemacht werden. Um konkret an den Universitäten auf diese Problematiken hinzuweisen, hat das Frauenreferat der ÖH die Kampagne "Identitäten" gestartet. Im Rahmen der Kampagnen werden am Frauentag und in der Woche danach an den Universitäten zahlreiche Aktivitäten stattfinden.

Die ÖH verweist einmal mehr darauf, dass der Frauenanteil bei jeder Stufe der universitären Karriereleiter weiter sinkt. Während noch 51,5 Prozent der Studierenden in Österreich Frauen sind, beträgt der Frauenanteil bei AbsolventInnen nur noch 47,9 Prozent. Bei AssistentInnen sind Frauen nur noch mit knapp 26 Prozent vertreten, unter den ProfessorInnen sieben Prozent und auf die erste Rektorin warten die 18 österreichischen Universitäten noch immer vergeblich. ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger: "In einer universitären Laufbahn sind offensichtlich massive Hürden für Frauen eingebaut. Das neue Dienstrecht wird die Situation noch weiter verschärfen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die informellen, männerbündischen Strukturen an der Universität leider immer noch sehr gut funktionieren."

Um auf diese Problematiken hinzuweisen und um andere diesbezüglich gesellschaftlich Missstände aufzuzeigen, ruft neben zahlreichen anderen Organisationen auch die ÖH zur Demonstration am Frauentag auf. Weinberger: "Gerade die gestern bekannt gewordenen Zahlen, wonach Frauen in Österreich im Jahr 2000 durchschnittlich weniger als die Hälfte verdient haben als Männer, zeigt, dass in puncto Gleichstellung noch einiges im Argen liegt. Unsere Aufgabe muss es sein, nicht nur diesen einen Tag zu nutzen, um diese Zustände aufzuzeigen, sondern das ganze Jahr über aktiv für die tatsächliche Gleichstellung der Frauen zu kämpfen."

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