OMV: Jahresbericht Jänner bis Dezember 2001 und viertes Quartal 2001 - Langfassung

Wien (OTS) - - Exploration und Produktion (E & P) and Raffinerien und Marketing (R & M) waren die starken Ergebnisbringer für ein weiteres Jahr der Rekordergebnisse.

- Der Betriebserfolg (EBIT) 2001 stieg um 24% auf 610 Mio EUR (2000:
491 Mio EUR) auf Grund der starken Verbesserung im Geschäftsbereich R & M und der Effizienzsteigerungen aus den Kostensenkungsprogrammen.

- Das EBIT vor Sondereffekten verbesserte sich um 5% auf 702 Mio EUR (2000: 667 Mio EUR); Aufwendungen aus Sondereffekten sanken deutlich.

- E & P zeigte eine gute Ergebnislage, jedoch war das EBIT niedriger als 2000 bedingt durch niedrigere Ölpreise; R & M erzielte höhere Absatzmengen durch Entfall der Raffinerie-Stillstandszeiten; Erdgas lieferte einen stabilen Ergebnisbeitrag und C & K profitierte von höheren Preisen und geringeren Kosten.

- Der Konzernjahresumsatz stieg durch höhere Absatzpreise und -mengen um 4% auf 7.736 Mio EUR.

- Der Jahresüberschuss stieg um 18% auf 382 Mio EUR. Das Ergebnis je Aktie (EPS) von 14,09 EUR, EPS vor Sondereffekten von 16,39 EUR und EPS nach US GAAP von13,94 EUR spiegeln das gute Gesamtergebnis wieder.

- Die Ergebnisse für 2002 werden durch volatile und niedrigere Ölpreise als im Jahr 2001 beeinträchtigt werden; der Druck auf die Margen wird zunehmen, jedoch sollten sich die Ergebnisauswirkungen durch steigende Absatzmengen in Grenzen halten; Schwerpunkt von Strategie und Investitionen zielt auf organisches Wachstum in E & P, Marketing und Melamin.

- Geschäftsbereiche auf einen Blick:
E & P: Produktionsbeginn im Miano Gasfeld (Pakistan).
R & M: Raffineriemengen wieder auf normalem Niveau;
mehr als die Hälfte der OMV-Tankstellen im Ausland. Erdgas: Rechtliche Verselbständigung des Bereichs für mehr Flexibilität; Kapazitätserweiterung der TAG Loop II pipeline.

C & K: Verbesserungen im Marktumfeld und Planungsbeginn zur Errichtung einer neuen Melaminanlage in Deutschland.

Aktienkurs 2001 in EUR Schluss: 94,12 Hoch: 122,65 Tief: 78,88 Schlusskurs 6. März 2002: 101,50 EUR

OMV Jahresbericht Jänner bis Dezember 2001
Q4/01 Q4/00 in Millionen (Mio) EUR 2001 2000
100 141 Betriebserfolg (EBIT) 610 491
157 272 EBIT vor Sondereffekten 702 667
95 120 Eregebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 570 453
61 81 Jahresüberschuss 382 323
81 129 Jahresüberschuss nach US GAAP 389 359
1.964 2.057 Umsatzerlöse 1) 7.736 7.454
83 90 Cash flow aus der
Betriebstätigkeit 786 611
5.659 5.757 MitarbeiterInnen 5.659 5.757

1) Umsatzerlöse exklusive Mineralölsteuer

Sehr geehrte Aktionärinnen, verehrte Aktionäre!

Der OMV Vorstand freut sich, Sie über die Ergebnisse des OMV Konzerns des Jahres 2001 zu informieren.

Das Unternehmen erreichte neuerlich ein Rekordergebnis und es wurden trotz der im Jahresverlauf sich verschlechternden Wirtschaftsbedingungen beachtliche Verbesserungen erzielt. Der Betriebserfolg (EBIT) stieg um 24% auf 610 Mio EUR, das EBIT vor Sondereffekten erhöhte sich um 5% auf 702 Mio EUR. Auch die Ertragskraft verbesserte sich: Der ROACE (Return on average capital employed) für den Konzern stieg auf 14% (2000: 12%), der ROfA verzeichnete einen Zuwachs auf 20% (2000: 16%) und die Eigenkapitalverzinsung (ROE) blieb konstant bei 18%.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung, die am 24. Mai in Wien stattfinden wird, eine Dividende von 3 EUR je Aktie und eine Bonusdividende von 1,30 EUR, analog zum Jahr 2000, vorschlagen

Generaldirektor Dr. Wolfgang Ruttenstorfer sagte heute anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse: "Mit dem Rekordergebnis im Jahr 2001 haben wir erneut bewiesen, dass wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimal nutzen konnten und das wir auch für ein weniger günstiges Umfeld im Jahr 2002 gut positioniert sind. Diese guten Ergebnisse stimmen uns zuversichtlich, dass wir eine gute Basis für künftiges Wachstum geschaffen haben. Wir werden uns sowohl auf die Wachstumsziele als auch auf unsere Finanzziele konzentrieren. Unsere Investitionspolitik wird dieses verstärkte Wachstum in E & P, in Marketing und im Melamingeschäft unterstützen. Deshalb haben wir das Investitionsbudget des OMV Konzerns für die nächsten drei Jahre auf 2,7 Mrd EUR erhöht."

Trotz der sich der im Jahresverlauf 2001 verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, haben sich die Ergebnisse aller Geschäftsbereiche mit nur einer Ausnahme verbessert. Die kontinuierlich fallenden Rohölpreise haben das Ergebnis in Exploration und Produktion (E & P) beeinflusst und die konstante Produktionsmenge sowie die niedrigeren Kosten konnten diesen deutlichen Preisverfall nicht auffangen. Raffinerien und Marketing (R & M) haben erneut ein markantes Wachstum erzielt und den Betriebserfolg (EBIT) in 2001 fast verdreifacht. Dies ist vor allem auf höhere Absatzmengen, einen gestiegenen Ergebnisbeitrag aus Petrochemie und Marketing und ein niedrigeres Kostenniveau zurückzuführen. Der Bereich Erdgas erarbeitete auch im nun liberalisierten Markt vor allem durch Nachfragezuwächse und höhere Preise ein stabiles Ergebnis. Auch der Bereich Chemie und Kunststoffe (C & K) erzielte einen Zuwachs auf Grund der sich erholenden Nachfrage und höherer Margen.

Wirtschaftliches Umfeld

Die Hochkonjunkturphase und das Rekordwachstum beim Welthandel fanden 2001 ein jähes Ende und wurden durch die Terroranschläge am 11. September zusätzlich belastet. Das Weltwirtschaftswachstum sank auf 2%. In den OECD-Ländern blieb nach dem BIP-Anstieg in 2000 von real über 3% nur noch ein Wachstum von 0,8%. In den USA ging das Wirtschaftswachstum auf 1% zurück, während es in Japan sogar sank. Auch in der EU wuchs das BIP nur noch um 1,6%, da sich neben der Export- auch die Binnennachfrage abschwächte. Bei den mittel- und osteuropäischen Staaten verlief die Wirtschaftsentwicklung unterschiedlich. In Polen, Ungarn, Bulgarien, Slowenien und Serbien zeigte sich eine Konjunkturabschwächung, wohingegen in der Slowakei, Tschechien und Kroatien eine Verbesserung erreicht wurde. In Österreich verlangsamte sich das reale Wirtschaftswachstum des Jahres 2000 von über 3% auf 1,1%. Konjunkturdämpfend wirkte in erster Linie ein Investitionsrückgang von 0,5%, der vor allem die Bauwirtschaft betraf. Obwohl die Beschäftigtenzahl leicht zunahm, stieg die Arbeitslosenrate auf 3,9% und die EU-weit harmonisierte Jahresinflationsrate erhöhte sich auf 2,3%.

Der internationale Rohölmarkt war von der im Jahresverlauf konjunkturbedingt schwächer werdenden Nachfrage geprägt. Für 2001 bedeutete dies einen marginalen Anstieg der Weltrohölnachfrage von 0,1 Mio bbl/d auf 76 Mio bbl/d. Die Weltrohölförderung lag mit 76,8 Mio bbl/d um 0,1 Mio bbl/d über dem Vorjahreswert. Das somit am Markt vorherrschende Überangebot wurde nur durch Förderkürzungen der OPEC in Grenzen gehalten, die insgesamt um 0,6 Mio bbl/d Rohöl und NGL weniger förderten, während Nicht-OPEC-Staaten ihre Produktion um 0,7 Mio bbl/d steigerten.

Die Rohölpreisentwicklung zeigte auch 2001 starke Schwankungen. In den ersten Wochen reagierte der Markt auf die Förderkürzung der OPEC um 1,5 Mio bbl/d mit Preissteigerungen. Mitte März und nach den Terroranschlägen im September waren nochmals kurzfristige Preisanstiege auf knapp unter 30 USD/bbl zu verzeichnen. Die beruhigenden Signale der OPEC drückten den Ölpreis ab Mitte November unter 20 USD/bbl. Im Jahresvergleich sank der durchschnittliche Brent-Preis um knapp 14% auf 24,5 USD/bbl. Nach den Preisturbulenzen in 2000 orientierten sich die Rotterdamer Produktenpreise wieder stärker an den Rohölmärkten. Insgesamt sanken die Notierungen für die wichtigsten Mineralölprodukte im Jahresdurchschnitt um 13% bis 15%, obwohl dämpfend wirkte hingegen der Anstieg des US-Dollarkurses um 4% dämpfend wirkte.

Österreichs Inlandsverbrauch an Primärenergie dürfte ersten Schätzungen zufolge gegenüber Vorjahr um rund 4% gewachsen sein, wobei bei allen Energieträgern ein Zuwachs zu registrieren war. Gründe dafür waren die um rund 1 Grad C niedrigeren Durchschnittstemperaturen und die witterungsbedingte Verlagerung der Stromerzeugung von Wasser- zu Wärmekraft bedingt durch das kalte bzw. relativ trockene vierte Quartal. Dies führte u.a. auch am österreichischen Erdgasmarkt zu einem Nachfrageplus von rund 7% auf 7,8 Mrd m2.

Der für den OMV Konzern relevante Mineralölproduktenmarkt erholte sich leicht und stieg um rund 1% auf über 65 Mio t. In Österreich stieg der Gesamtabsatz um rund 3% auf 10,8 Mio t. Innerhalb der Treibstoffe gab es eine Steigerung bei Dieselkraftstoff um 5%, eine um 1% niedrigere Nachfrage bei Ottokraftstoffen und einen Absatzrückgang bei Flugpetroleum. Bei Heizöl Extraleicht stiegen die MLiefermengen um 20%, bei Heizöl Leicht um 3%, während die Nachfrage nach Heizöl Schwer um rund 25% sank. Auch in Bayern war der Mehrbedarf an Mineralölprodukten um 2% in erster Linie durch die lebhaftere Heizölnachfrage (+8%) bedingt, während der Ottokraftstoffabsatz um 4% sank. In Ungarn wurden 4% mehr Treibstoffe abgesetzt, was aber den um 12% niedrigeren Heizölabsatz nicht kompensieren konnte und zu einem Verbrauchsminus von 2% führte. In Tschechien stieg der Treibstoffbedarf um rund 3%, jedoch dämpfte ein 11%iger Absatzeinbruch bei Heizöl das Marktwachstum auf 2%. In der Slowakei stieg der Treibstoffbedarf um 5% und führte gemeinsam mit einem rund 20% höheren Heizölabsatz zu einem starken Marktwachstum. In Slowenien stand einem steigenden Diesel- ein sinkender Benzinmarkt gegenüber. Der bulgarische Dieselmarkt wuchs um 4%, der Gesamtmarkt stagnierte jedoch, da die Benzin- und Heizölnachfrage um mehr als 6% bzw. 5% sank. In Rumänien legte der Treibstoffmarkt um rund 3% zu, während die flüssigen Brennstoffe weniger gefragt waren als im Vorjahr.

Die europäische Chemieindustrie, die rund ein Drittel der weltweiten Produktion repräsentiert, sah sich einem schwachen Wachstum von nur 1% gegenüber. Am Markt für Pflanzennährstoffe bewirkten die EU-weiten Rücknahmen von Produktionskapazitäten der Jahre 1999 bis 2001 einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage bei Stickstoff-Einzeldünger. Diese Situation wurde durch einen unglücksbedingten Produktionsausfall eines großen europäischen Produzenten noch verstärkt. Nach der positiven Entwicklung am Melaminmarkt im Jahr 2000, kam es 2001 zu einem weltweiten Nachfragerückgang von rund 4%. Die konjunkturbedingt schwache europäische Holzwerkstoffindustrie und die anhaltende Krise in der Bauwirtschaft wirkten sich negativ auf Nachfrage und Preisniveau aus. Das Wachstum am westeuropäischen Polyolefinmarkt, das im ersten Halbjahr 2001 noch fast 4% erreicht hatte, schwächte sich im Gesamtjahr auf rund 2% ab. Die Auslastungsrate der Produzenten ging wegen der Inbetriebnahme von Neuanlagen und wachsender Importmengen aus Nahost auf rund 82% zurück. Im JGesamtjahresdurchschnitt zeigten sich die Preise für Polypropylen kaum verändert, für Polethylen lagen sie um 10% unter Vorjahr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz exklusive Mineralölsteuer stieg für das Gesamtjahr 2001 um 4 % auf 7.736,38 Mio EUR (2000: 7.454,47 Mio EUR), wobei alle Geschäftsbereiche ihre Umsätze vor allem infolge höherer Produktenpreisniveaus und höherer Absätze steigern konnten. Den größten Anteil zum Konzernumsatz trug mit 72% der Bereich R & M bei. Der Anteil von Erdgas lag bei 18%, jener von C & K und E & P bei 6% bzw. 4%.

Das EBIT (Betriebserfolg) des Konzerns wuchs um 24% auf 609,65 Mio EUR (2000: 490,49), was den Wachstumstrend bestätigt. Diese Verbesserung ist vor allem dem signifikant gestiegenen Ergebnis von R & M und dem hohen Ergebnis in E & P zuzuschreiben. Auch Erdgas und C & K konnten bessere Ergebnisse als im Vorjahr erzielen. Die Aufwendungen aus Sondereffekten - die vorwiegend personalbezogen sind - verringerten sich deutlich auf 92,62 Mio EUR (2000: 176,73 Mio EUR). Daher ist der Anstieg des EBIT vor Sondereffekten geringer als der des berichteten EBIT. Somit erhöhte sich das EBIT vor Sondereffekten um 5% auf 702,27 Mio EUR (2000: 667,22 Mio EUR).
Im Quartalsvergleich zeigte R & M die größte Steigerung, was auf höhere Absatzmengen, niedrigere Sonderaufwendungen und bessere Marketing-Ergebnisse zurückzuführen ist. Der Erdgasbereich konnte seine Ergebnisse im 4.Quartal zum Vergleichszeitraum des Vorjahrs um 15% steigern. E & P und C & K mussten jedoch im 4. Quartal einen Rückgang um 69% bzw. 48% hinnehmen. Das Konzern-EBIT für das 4. Quartal 2001 sank um 29% auf 99,65 Mio EUR und das EBIT vor Sondereffekten um 42% auf 157,34 Mio EUR. Die Sonderaufwendungen im 4.Quartal 2001 waren vor allem wegen der eingetretenen Nachschusspflicht in die Pensionskasse höher als im 3.Quartal.

Der Finanzerfolg zeigte einen Aufwand von 39,94 Mio EUR (2000:
37,76 Mio EUR), der vor allem auf niedrigere Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen ist (Nettorückgang von 10,3 Mio EUR auf 5,77 Mio EUR). Der Ertrag aus der Equity-Konsolidierung der Borealis sank im Periodenvergleich von einem Gewinn von 10,43 Mio EUR auf einen Verlust von 9,43 Mio EUR. Grund dafür waren niedrigere Margen, obwohl dies teilweise durch höhere Umsätze und eine verbesserte Anlagenauslastung kompensiert wurde.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 26% auf 569,71 Mio EUR (2000: 452,74 Mio EUR). Mit 188,06 Mio EUR lag der Ertragsteueraufwand über dem Vorjahreswert, wodurch sich der Steuersatz im Berichtszeitraum von 29% auf 33% erhöhte. Dies ist auf die Abschaffung des Investitionsfreibetrags, die niedrigeren Ergebnisse von Borealis (Gewinne aus dieser Beteiligung reduzieren den Durchschnittssteuersatz), den Wegfall der letztjährigen Steuervorteile durch die Steuerreform in Deutschland und auf höhere Gewinnerwartungen für die Verwendung von Verlustvorträgen aus latenten Steuern zurückzuführen. Verglichen mit dem 3. Quartal 2001 stieg die Steuerquote im 4.Quartal wegen des libyschen Steuersystems für die Erdölproduktion. Dies führte 2001 zu einem im Jahresvergleich um 18% höheren Jahresüberschuss von 381,65 Mio EUR (2000: 322,56 Mio EUR). Im Jahresvergleich sank der Periodenüberschuss des 4.Quartals um 25% auf 61,38 Mio EUR.

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad

Auch 2001 blieb die Bilanzstruktur solide und lässt einigen finanziellen Spielraum. Die Bilanzsumme sank leicht auf 5,77 Mrd EUR (31. Dezember 2000: 5,83 Mrd EUR), das Anlagevermögen stieg dagegen auf 3,98 Mrd EUR (31. Dezember 2000: 3,93 Mrd EUR). Der Rückgang beim Sachanlagevermögen wurde gänzlich kompensiert durch einen Anstieg der Finanzanlagen und zu einem kleinen Teil durch höhere immaterielle Vermögensgegenstände (hauptsächlich durch einen veränderten Konsolidierungskreis begründet). Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen 515,51 Mio EUR (2000: 703,56 Mio EUR), wovon rund 76% oder 391,80 Mio EUR auf Zugänge im Sachanlagevermögen entfielen (2000:
477,12 Mio EUR). Die Zugänge zu den Finanzanlagen beliefen sich auf 93,08 Mio EUR (2000: 216,03 Mio EUR) und die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen auf 30,63 Mio EUR (2000: 13,77 Mio EUR). Das Umlaufvermögen sank leicht auf 1,63 Mrd EUR (2000: 1,71 Mrd EUR).

Die Investitionen 2001 sanken um 32% von 669,26 Mio EUR auf 451,91 Mio EUR. Der Hauptteil der Investitionen mit 42% floss in den Bereich R & M, dabei größtenteils in Marketingaktivitäten, während E & P 29% bzw. Erdgas 15% zugute kamen. In C & K wurden 8% investiert und der Rest in den Konzernbereich, der den Beteiligungserwerb an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL aus dem ersten Quartal 2001 inkludiert. Das Eigenkapital verbesserte sich um 14%, was hauptsächlich auf das hohe Ergebnis zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote des Konzerns stieg von 34% auf 39%. Die Eigenen Anteile erhöhten sich aufgrund eines Aktienrückkaufprogramms im Juni und Juli im Ausmaß von 26.000 Aktien auf 9,04 Mio EUR (31.Dezember 2000: 5,78 Mio EUR). Die Verbindlichkeiten sanken auf Grund einer Umschichtung von langfristiger Sonderfinanzierung in passive Rechnungsabgrenzung und auch auf Grund niedrigerer Bankverbindlichkeiten.

Mit 31. Dezember 2001 standen Darlehen von Kreditinstituten, Überziehungen und Konzern-Clearing-Verbindlichkeiten von 605,99 Mio EUR (31. Dezember 2000: 732,97 Mio EUR) einem monetären Umlaufvermögen und Konzern-Clearing-Forderungen von insgesamt 220,10 Mio EUR (31. Dezember 2000: 175,36 Mio EUR) gegenüber. Demzufolge ging die Nettoverschuldung im Berichtszeitraum von 557,61 Mio EUR auf 385,89 Mio EUR zurück. In der Folge war auch beim Verschuldungsgrad (Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital) ein deutlicher Rückgang von 28% auf 17% per Ende 2001 zu verzeichnen.

Cash flows

Der Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit stieg um 29% auf 786,26 Mio EUR. Die Zunahme ist vor allem eine Folge des gestiegenen Jahresüberschusses auf Grund der guten Ergebnisse der operativen Geschäftsbereiche, höherer Abschreibungen und von unbaren Erträgen aus latenten Steuern. Die Mittelaufbringung zeigte ebenfalls eine deutliche Zunahme auf 717,09 Mio EUR (2000: 546,15 Mio EUR). Das Nettoumlaufvermögen sank auf Grund niedrigerer Verbindlichkeiten und Vorräte um 69,17 Mio EUR (2000: Abnahme um 64,61 Mio EUR), obwohl die kurzfristigen Rückstellungen auf Grund der Steuern von Einkommen und Ertrag gesunken waren. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit ist von 568,66 Mio EUR auf 419,46 Mio EUR gesunken, wobei die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen von 62,45 Mio EUR (2000: 85,12 Mio EUR) ebenfalls geringer waren.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit stieg vor allem auf Grund der Abnahme der kurzfristigen Kredite auf 302,05 Mio EUR (2000: Zufluss von 75,84 Mio EUR). Die liquiden Mittel stiegen um 67,18 Mio EUR, was zum Jahresende einen Anstieg auf insgesamt 189,14 Mio EUR bedeutete (2000: Rückgang von 0,30 Mio EUR auf 152,08 Mio EUR).

US GAAP

Der Jahres- bzw. Periodenüberschuss und das Eigenkapital nach US GAAP weichen hauptsächlich auf Grund unterschiedlicher Bewertungsregeln für Vermögensgegenstände und Schulden, abweichender Regelungen für die Behandlung von Bewertungsänderungen sowie unterschiedlicher Zeitpunkte für die Verbuchung von Geschäftsfällen von den öHGB-Werten ab. Als markanteste Überleitungspositionen sowohl für das Eigenkapital als auch für den Periodenüberschuss sind die Abschreibungen, Restrukturierungsaufwendungen, Pensionen, Lösungskosten und Jubiläumsgelder sowie die daraus resultierenden latenten Steuern zu nennen.

Nach US GAAP erhöhte sich das Eigenkapital und lag mit 2,34 Mrd EUR (31. Dezember 2000: 2,12 Mrd EUR) rund 4% über dem entsprechenden Eigenkapital nach öHGB von 2,25 Mrd EUR. Die Hauptgründe für eine Erhöhung waren Abschreibung, Rückstellungen und Restrukturierungen, während Abschreibungen bei E & P, Pensionen, Abfindungs- und Jubiläumsgelder und latente Steuern das Eigenkapital verringerten. Der Jahresüberschuss nach US GAAP war mit 388,51 Mio EUR (2000:
358,93 Mio EUR) höher als das öHGB-Ergebnis exklusive Minderheitenanteile von 379,20 Mio EUR. Die positiven Überleitungspositionen der Abfertigungs-, Pensions-, und Jubiläumsgeldaufwendungen und Derivativen wurden abgeschwächt durch höhere Personalrestrukturierungskosten gemäß US GAAP-Richtlinien. Der Periodenüberschuss nach US GAAP im 4. Quartal 2001 war bedingt durch Personalrestrukturierungskosten und latente Steuern aus Bewertungsdifferenzen mit 66,78 Mio EUR der niedrigste im gesamten Jahr 2001.

MitarbeiterInnen

Mit Ende Dezember 2001 sank der Personalstand des OMV Konzerns um 2 % auf 5.659 MitarbeiterInnen (31. Dezember 2000: 5.757). Die Anzahl der Personen, die durch Abgänge ausgeschieden sind, war größer als die Anzahl der MitarbeiterInnen, die durch die Einbeziehung neuer Unternehmen und erhöhten Personalbedarf im internationalen E & P-Bereich in den Konzern kamen.

Die Geschäftsbereiche:
Exploration und Produktion (E & P)

Q4/01 Q4/00 in Mio EUR 2001 2000
26,90 86,46 EBIT 272,97 319,54
57,05 123,85 Clean EBIT 311,75 372,79

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Nachfrage nach Rohöl um zirka 1 % auf 76 Mio bbl/d. Mit 76,8 Mio bbl/d lag die weltweite Produktion knapp über dem Niveau des Vorjahres, was in einem Überangebot an Rohöl resultierte. Mit 24,46 USD/bbl war der durchschnittliche Preis der Sorte Brent im Jahr 2001 um 3,98 USD/bbl (14 %) niedriger als im Jahr 2000. Der Vergleich zwischen dem 4. Quartal 2001 und dem 4. Quartal 2000 zeigt einen noch drastischeren Rückgang um mehr als 10 USD/bbl. In diesem Jahr schwankte der Preis zwischen 30,6 USD/bbl im Februar und 19,7 USD/bbl im Oktober. Die Preisreaktionen ergaben sich zum Großteil dadurch, dass die OPEC die Produktion häufig an die marktseitigen Rahmenbedingungen anpasste. Der US -Dollar blieb auch im vierten 4. Quartal stark, und der Wechselkurs des Euro lag 2001 im Schnitt bei 0,90 USD/EUR. Im Vergleich zum Jahr 2000 (0,92 USD/EUR) büßte der Euro beinahe 3 % seines Wertes ein.

Der E & P-Bereichsumsatz ging sank von 954,03 Mio EUR um 20 % auf 765,37 Mio EUR zurück. Dies ist vor allem auf die wesentlich niedrigeren Rohölpreise zurückzuführen. Im Gegensatz dazu stiegen die Gaspreise um 3 %. Mit 24,09 USD/bbl lag der vom Unternehmen im Jahr 2001 durchschnittlich erzielte Rohölpreis beinahe 7 % unter dem des Vorjahres (GJ/2000: 25,77 USD/bbl). Ein positiver Faktor war der stärkere US -Dollar.

Das EBIT ging war mit 272,97 Mio EUR um 15 % auf 272,97 Mio EUR zurückniedriger als im Vorjahr (GJ/2000: 319,54 Mio EUR). Das EBIT vor Sondereffekten lag bei 311,75 Mio EUR, was einem Rückgang um 16 %% entspricht. Der im EBIT verbuchte Restrukturierungsaufwand lag mit 19,78 Mio EUR um zirka 20 17 Mio EUR unter dem Vorjahresniveau. und gemeinsam Zudem wurden als Sondereffekte einemit einer Abschreibung in Australien und Wertminderungen der Bestände betrugen verbucht.die Sondereffekte 38,78 Mio EUR. Die Produktionskosten exkl. Linzenzgebühren (OPEX), d.h., Produktionskosten exkl. Abschreibung und Linzenzgebühen) sanken im Geschäftsjahr 2001 auf 4,82 USD/boe (GJ/2000: 4,86 USD/boe). Den wesentlichsten Beitrag zum Betriebserfolg lieferten die inländischen, libyschen und britischen Konzernunternehmen. Mit 72,53 Mio EUR (20GJ/00: 48,38 Mio EUR) haben sich die Explorationskosten im in Geschäftsjahr 2001 auf Ggrund von zusätzlichen Aktivitäten in Australien, Österreich, Libyen, Irland UK und im Sudan beinahe verdoppelt. Die Fundkosten zeigten im Dreijahresschnitt einen leichten Anstieg von 1,4 USD/bbl auf 1,5 USD/bbl. Die Das von E & P dem Geschäftsbereich Erdgas verrechnete Speicherüberlassungsgebühr Speicherüberlassungsentgelt wurde von 19,6 Mio EUR im Jahr 2000 auf rund 30,3 Mio EUR erhöht.im Zuge der Aufteilung der Assets anlässlich der Ausgliederung des Geschäftsbereichs Erdgas in eine 100 %ige Tochtergesellschaft erhöht. Der Grund dafür sind die betrieblichen Aufwendungen und Investitionskosten für die Lagerung, die nach wie vor im Geschäftsbereich E & P verblieben ist. Deshalb wurde die Speicherüberlassungsgebühr, die im Jahr 2000 19,6 Mio EUR betrug (siehe Geschäftsbericht 2000, Seite 86), auf rund 30,3 Mio EUR erhöht. Damit wird den laufenden Betriebsaufwendungen sowie den marktkonformen Kapitalkosten Rechnung getragen.

Im Vergleich zum dritten 3. Quartal ging sank das EBIT im vierten 4. Quartal auf 26,90 Mio EUR zurück und war damit wesentlich niedriger als in den vorhergehenden Quartalen (3.Q/01: 63,82 Mio EUR). In diesem Fall haben sichGrund dafür sind die niedrigeren Rohölpreise trotz welche durch niedrigere gesunkener Explorationskosten ausgewirkt nicht kompensieren werden konnten (4.Q/01: 16,95 Mio EUR; 3.Q/01: 17,91 Mio EUR). Der im vierten 4. Quartal durchschnittlich erzielte Rohölpreis war um zirka rund 27 %% niedriger (4.Q/01: 18,28 USD/bbl gegenüber 3.Q/01: 24,99 USD/bbl). Die Produktionskosten exkl. Linzenzgebühren (OPEX) im 4. Quartal lagen bei 5,21 USD/boe gegenüber im Vergleich zum dem vorhergehenden Quartal (3.Q/01: 5,61 USD/boe), da sie im Zuge laufender Projekte schwanken und deshalb nicht gleichmäßig auf die vier Quartale aufgeteilt werden können. Die Absatzmengen waren höher als im 3. Quartal 2001, insbesondere in Österreich und Libyen, was auf die von Quartal zu Quartal unterschiedlichen Förderpläne zurückzuführen ist.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL (Natural Gas Liquids) und Erdgas war mit 28,5 Mio boe stabil, was einer Tagesproduktion von rund 78.000 boepd boe/d entspricht (81.000 boe/pd mit am 31. Dezember 2001). Auf Ggrund der höheren gesunkenen Produktion in Australien und in Großbritannien Österreich und Libyen lag die Produktion von Erdöl und NGL mit 19,7 Mio bbl nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 20,0 Mio bbl. Die Erdgasproduktion verzeichnete einen Anstieg um 2,5 % auf 52,3 bcf Mrd Kubikfuß (20GJ/01: 51,0 bcf Mrd Kubikfuß ). Dieser Zuwachs war vor allem auf höhere Produktionsmengen in Großbritannien und im Inland zurückzuführen. Im Vergleich zum 3. Quartal 2001 nahm die Gesamtproduktion in Österreich zu, während die Produktion in Libyen und Großbritannien leicht rückläufig sankenwaren. Die Produktion in Australiens blieb auf relativ stabilem Niveau.

Ein Höhepunkt des Jahres 2001 war der Beginn der Entwicklung des Gasfeldes Patricia Baleen (Australien) im August. Der Produktionsbeginn ist für September 2002 geplant und die Gesamtproduktionsmenge wird auf 16 bcf Mrd Kubikfuß pro Jahr geschätzt. Im Dezember hat das Gasfeld Miano (Pakistan) mit einer Verkaufsmenge von rund 100 mn Mio cf Kubikfuß Erdgas pro Tag die Produktion aufgenommen. Im Januar 2002 begann die Produktion im Gasfeld Skene (Großbritannien). Die Produktionsmenge dieses Feldes wird auf bis zu 180 mn cfMio Kubikfuß pro Jahr Tag geschätzt. Im Februar 2002 wurde begann die Produktion im Öl- und ErdgGasfeld Jade gestartet. Bis zum dritten 3. Quartal 2002 soll die tägliche Produktionsrate 16.000 bbl/d Erdöl und 200 mn cfMio Kubikfuß Erdgas erreichen.

Im Laufe des Jahres 2001 wurden in Libyen (Murzuk-Becken) sowie in Australien (Timor Sea-See) und Österreich (Wiener Becken) bedeutende ErdöÖlvorkommen entdeckt. Erstmalige Explorationen im Iran, in Irland und im Jemen sind ein schlagender Beweiszeigen nachdrücklich für die Strategie der OMV, ihre E & P-Aktivitäten auszuweiten.

Raffinerien und& Marketing (R & M)

Q4/01 Q4/00 in Mio EUR 2001 2000
45,61 17,76 EBIT 223,09 79,21
75,64 108,40 Clean EBIT 279,25 191,71

Der Bereichsumsatz war mit einem Rückgang um 1 % auf 5.579,83 Mio EUR (GJ/2000: 5.625,29 Mio EUR) beinahe unverändert. Der Mengenzuwachs sowohl bei den Raffinerien als auch im in Marketing wird durch den vor allem im zweiten Halbjahr 2001 einsetzenden markanten Rückgang der Produktenpreise im Bulk-Geschäft und bei Petrochemieprodukten ausgeglichen. Nach erfolgreichem Abschluss der planmäßigen Wartungsarbeiten in den Raffinerien im Jahr 2000 und geringfügigen Anpassungen im Jahr 2001 pendelten sich die Mengen auf das übliche Niveau ein. Die Absatzsteigerung im Bereich Marketing konnte den Rückgang im Raffineriegeschäft kompensieren.

Das EBIT im Bereich R & M stieg gegenüber dem Vorjahr um beinahe das Dreifache auf 223,09 Mio EUR (2000: 79,21 Mio EUR). Das EBIT vor Sondereffekten verzeichnete auf Ggrund geringerer Sondereffekte mit 46 % ebenfalls noch eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr und lag bei 279,25 Mio EUR (2000: 191,71 Mio EUR). Die Hauptgründe für diese signifikante Verbesserung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres waren - neben den niedrigeren personalbezogenen Aufwendungen bei den Sondereffekten - höhere Absatzmengen im Bulk-Geschäft, das durch die lebhafte Nachfrage nach Mitteldestillaten mit dem Beginn der kalten Jahreszeit weiteren Auftrieb bekam, der bemerkenswerte Zuwachs in Marketing und das ausgezeichnete Ergebnis bei Petrochemieprodukten. Der Beitrag der Petrochemieprodukte zum EBIT betrug 103,09 Mio EUR. Die gestiegenen Mengen machten dabei den geringen Rückgang bei den Margen wett (2000:
74,18 Mio EUR).

Der Vergleich zwischen dem 4. Quartal 2001 und dem 4. Quartal 2000 zeigt sowohl bei den Mengen als auch bei den Margen eine starke Performance. Das Bulk-Geschäft hat allerdings gelitten und spiegelt damit den drastischen Verfall der Margen wider. Im direkten Vergleich mit dem 3. Quartal 2001 werden die Auswirkungen gesunkener Absatzmengen im Bulk-Bereich, die saisonal bedingt sind, deutlich. In Marketing haben sich die Bedingungen gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Den größten Beitrag leisteten die internationalen Aktivitäten des Konzerns, und hier vor allem das Kundengeschäft.

Auf Ggrund des Abschlusses der planmäßigen Wartungsstillstände im Vorjahr stiegen die Absatzmengen der Raffinerien um 9 % auf 11,82 Mio t (2000: 10,84 Mio t). Einschließlich Exporte, Petrochemieprodukte und Lohnverarbeitung verkaufte Schwechat 8,63 Mio t, was einer Zunahme von 7 % entspricht (2000: 8,03 Mio t). Burghausen trug zu den Absatzmengen 3,19 Mio t bei, was einer Steigerung von 13 % entspricht (2000: 2,81 Mio t).

Die Exporte aus Schwechat, vor allem an die Marketing-Töchter in Mittel- und Osteuropa, verzeichneten einen beachtlichen Zuwachs von 17 % auf 1,45 Mio t (2000: 1,24 Mio t).

Die Rohölverarbeitung in den Raffinerien der OMV stieg auf 12,26 Mio t und die Kapazitätsauslastung konnte auf 94 % gesteigert werden (2000: 88 %). Der Auslastungsgrad in Schwechat erreichte wieder 92 % (2000: 87 %) und Burghausen lief mit Vollauslastung (2000: 91 %). Die OMV verarbeitete 2001 erneut 0,96 Mio t Rohöl aus eigener österreichischer Förderung (2000: 0,96 Mio t) sowie importiertes Rohöl, bei dem ein Zuwachs auf 9,47 Mio t zu verzeichnen war (2000:
8,43 Mio t). Die Importländer haben sich leicht geändert und das Rohöl kam vorwiegend aus Libyen, Russland, Syrien und dem Irak. Der Rohöleinsatz für die Lohnverarbeitung ging in Schwechat saisonbedingt um 7 % auf 1,83 Mio t zurück (2000: 1,98 Mio t).

Die Lohnverarbeitungsverträge für Rohöle mit vier internationalen Erdölkonzernen werden mit am 31. Dezember 2002 beendet. OMV wird den bisherigen Lohnverarbeitungspartnern weiterhin die gesamte Produktenpalette anbieten.

Im Bereich Marketing stieg der Absatz der österreichischen und internationalen Konzernunternehmen um rund 13 % auf 7,77 Mio t (2000:
6,89 Mio t). Sowohl das Tankstellen- als auch das Kundengeschäft leisteten Beiträge zu diesem Wachstum, wobei die deutlichsten Erfolge im internationalen Kundengeschäft erzielt werden konnten. Dies war auch der Grund für die markante Zunahme der internationalen Absatzmengen, die um 17 % auf 4,47 Mio t gestiegen waren (2000: 3,82 Mio t). In Österreich stieg die Gesamtabsatzmenge um 7 % von 3,07 Mio t auf 3,30 Mio t. Die insbesondere im dritten 3. Quartal gestiegene Nachfrage führte zu einer Verbesserung der Margen und Absatzmengen im Kundengeschäft. Allerdings gerieten die Margen im österreichischen Tankstellengeschäft im Vergleich zum Vorjahr unter Druck.

Im Vergleich zum 4. Quartal 2000 konnten im 4. Quartal 2001 die Absatzmengen sowohl im heimischen als auch im internationalen Tankstellengeschäft sowie im Kundengeschäft gesteigert werden. Beim den internationalen Handelsmengen Absatz war im Vergleich zum guten 3. Quartal 2001 sogar ein Anstieg zu verzeichnen, während die Handelsmengender Absatz in Österreich im Vergleich zum 3. Quartal 2001 zurückgingen.

Seit Jahresende 2000 wurde das Tankstellennetz der OMV um 242 Tankstellen auf insgesamt 1.160 erweitert (31. Dezember 2000:
1.1386). Mit Ende 2001 waren in Österreich 534 Tankstellen in Betrieb und die planmäßige Schließung von 14 Tankstellen wurde durch die internationale Expansion kompensiert. Der internationale Anteil an Tankstellen nimmt kontinuierlich zu und lag zum Jahresende 2001 bei 54 %. Zu diesem Zeitpunkt waren 626 Tankstellen in Betrieb (2000: 52 %; 588 Tankstellen). Im Ausland ist die OMV in folgenden Ländern vertreten: Bulgarien (2001: 51; 2000: 36), Deutschland (2001: 79; 2000: 81), Italien (2001: 66; 2000: 55), Kroatien (2001: 25; 2000:
22), Rumänien (2001: 34; 2000: 17), Slowakei (2001: 51; 2000: 61), Slowenien (2001: 96; 2000: 91), Tschechien (2001: 110; 2000: 109) und Ungarn (2001: 114; 2000: 116).

Gemäß vorläufigen Zahlen blieb der durchschnittliche Marktanteil des OMV Konzerns im Tankstellengeschäft mit ca.rund 15% stabil. Der Konzern konnte den Inlandsmarktanteil bei rund 20% halten und der internationale Marktanteil lag bei rund 12%.

Erdgas

Q4/01 Q4/00 in Mio EUR 2001 2000
31,63 27,57 EBIT 110,54 104,97
31,49 33,02 Clean EBIT 110,97 111,95

Für das Geschäftsjahr 2001 lagen die Verbrauchsprognosen für Erdgas in Österreich bei rund 7,8 Mrd m3, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 7 % gleichkommt. Die kalten Witterungsbedingungen führten zu einem verstärkten Verbrauch durch Kraftwerke und inländische Kunden. Da das Importvolumen praktisch unverändert blieb, wurde die gestiegene Nachfrage nach Erdgas vor allem aus vorhandenen Lagerbeständen gedeckt.

Der Bereichsumsatz für Erdgas verzeichnete für 2001 einen Anstieg um 16 % auf 1.438,17 Mio EUR (20GJ/00: 1.242,55 Mio EUR). Grund dafür sind vor allem Dies ist in erster Linie eine Folge der höheren Erlöse aus dem Geschäftsfeld Supply, die vor allem auf gestiegene Erdgaspreise und einem stärkeren US -Dollar zurückzuführen sind.

Dies war auch die Hauptursache für die leichte Verbesserung des EBIT, das einen Zuwachs um 5 % auf 110,54 Mio EUR verzeichnete (20GJ/00: 104,97 Mio EUR). Insbesondere die Geschäftsfelder Supply und Carrier zeigten im Vergleich zum Geschäftsjahr Jahr 2000 eine starke Performance, die hauptsächlich durch die gute Kostenstruktur, ein und das günstiges Marktumfeld und die erfolgreiche Vermarktung der OMV Kapazitäten bedingt war. Neue Transportverträge auf der PENTA West und der die Inbetriebnahme des ersten Teilstücks der TAG Loop II Pipeline trugen ebenfalls dazu bei. Das kontrahierte Speichervolumen sank um 5%, da Langfristverträge nur teilweise erneuert wurden. Das EBIT vor Sondereffenkten nahm sank auf Ggrund der höherern Restrukturierungskosten im Jahr 2000 um weniger als 1 %auf 110,97 Mio EUR ab.

Das EBIT im 4. Quartal 2001 stieg beinahe um 53 % auf 31,63 Mio EUR gegenüber dem 3. Quartal 2001, was durchaus dendies im Einklang mit den langfristigen saisonalen Nachfragemustern entsprichttrends. Im Vergleich zum 4. Quartal 2000 nahm das EBIT um 14 % zu (4.Q/00:
27,57 Mio EUR). Die Das höhere Speicherüberlassungsentgelt, die im Zuge der Aufteilung der Assets anlässlich der Ausgliederung im dritten Quartal 2001 erhöht worden war, wurde durch gestiegene Absatzmengen (einschließlich Eigenproduktion) und höhere Einnahmen aus dem Importgeschäft in den Geschäftsfeldern Supply und Carrier ausgeglichen.

Mit 5,89 Mrd m3 lagen die Importmengen 2001 geringfügig unter den Mengen des Vorjahres (GJ/2000: 5,91 Mrd m3). Die Absatzmengen (exklusive Eigenproduktion) blieben mit 5,63 Mrd m3 stabil. Im Quartalsvergleich zeigt sich gegenüber dem 3. Quartal 2001 ein Zuwachs bei Import- und Absatzmengen von mehr als 27 % bzw. 29 %. Per 31. Dezember sanken die für OMV- Kunden gespeicherten Erdgasvolumen auf 0,817 Mrd m3 (GJ/2000: 1,32 Mrd m3). Dies ist eine Folge der auf grund Grund des kalten Winters gestiegenen Nachfrage, die in erster Linie aus diesen Reserven eingespeicherten Erdgasmengen bedient wurde. Im Oktober 2001 wurde der erste Bauabschnitt der TAG Loop II fertig gestellt. Damit konnte die jährliche Transportkapazität des Systems um 3 Mrd m3 erhöht werden.

Das neue Geschäftsfeld Marketing konnte mit kontinuierlicher Aufbauarbeit seine Position auf dem Markt weiter festigen und den Mengenverlust auf dem Inlandsmarkt mit Verkäufen in Deutschland wettmachen. Die wichtigsten größten Erdgasunternehmen in Österreich haben sich am 26.im Februar 2002 darauf geeinigt, mit einer starken österreichischen Allianz Kooperation auf den liberalisierten europäischen Erdgasmarkt in Europa zu reagieren. Die OMV Erdgas GmbH, die OberösterreichischeÖ Ferngas AG sowie die EnergieAllianz-Partner EVN AG, Wiengas GmbH, BEGAS AG und Linz AG haben sich entschlossen, eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft für Industrie- und GroßkKunden aus der Industrie und andere Großkunden zu gründen. Die OMV Erdgas GmbH wird einen 50 %igen Anteil an dieser Gesellschaft übernehmen.; die restlichen 50 % werden von den übrigen Gasversorgungsunternehmen gemeinsam gehalten. Der erforderliche Genehmigungsantrag wird der Kartellbehörde in den nächsten Wochen vorgelegt. Ziel dieser gemeinsamen Anstrengung ist es, durch die Verbindung des internationalen Know-hows der OMV mit den engen Kundenbeziehungen der regionalen Gasversorgungsunternehmen eine starke österreichische Erdgasvertriebsgesellschaft zu schaffen und damit zu einem wichtigen Player im gemeinsamen europäischen Markt zu werden. Die Partner erwarten sich von aus dieser Kooperation eine Verbesserung ihrermehr Chancen Position im internationalen Wettbewerb, die langfristig zu höheren Umsätzen im Erdgasgeschäft führen wird.und daraus resultierend ein langfristiges Wachstum des Erdgasabsatzes.

Bei der Hauptversammlung am 20. September wurde die Verselbständigung des Erdgasbereichs genehmigten die Aktionäre die Ausgliederung des OMVGeschäftsbereichs Erdgas in eine 100 %ige Tochtergesellschaft mit Wirkung vom 31. Dezember 2000. Die neue Gesellschaft OMV Erdgas GmbH übernimmt umfasst das Transport-, das Speicher- und Handelsgeschäft von Erdgas. den Erdgastransport, das Erdgasspeichergeschäft und den Erdgashandel. DieWeiterhin zur Muttergesellschaft gehören die Erdgasproduktion und die damit verbundenen Bergbautätigkeiten sowie die Lagerstätten (Speicher). Aktivitäten sowie die Speichereinrichtungen verbleiben in der OMV Aktiengesellschaft.

Um die Unternehmensstruktur für den Erdgastransport durch die Trans-Austria-Gasleitung an die EU-Richtlinie und das Gaswirtschaftsgesetz und somit an eine liberalisierte Erdgaswirtschaft anzupassen wurden die Transportrechte, die bisher von TAG FINCO (Sitz in Hamilton-/Bermudas) gehalten wurden, an die Trans-Austria-Gasleitung Gesellschaft m.b.H. (Sitz in Wien, OMV Erdgas GmbH 11% und SNAM 89%) übertragen. Damit hat die Gaswirtschaft einen heimischen Ansprechpartner, der schnell und direkt auf Anfragen von Transportkunden reagieren kann.

Um die Unternehmensstruktur für den Erdgastransport durch die Trans-Austria-Gasleitung an die EU-Richtlinie und das Gaswirtschaftsgesetz und somit an eine liberalisierte Erdgaswirtschaft anzupassen wurden die Transportrechte, die bisher von TAG FINCO (Sitz in Hamilton-/Bermudas) gehalten wurden, an die Trans-Austria-Gasleitung Gesellschaft m.b.H. (Sitz in Wien, OMV Erdgas GmbH 11 % und SNAM 89%) übertragen. Damit hat die Gaswirtschaft einen heimischen Ansprechpartner, der schnell und direkt auf Anfragen von Transportkunden reagieren kann.

Chemie und& Kunststoffe (C & K)

Q4/01 Q4/00 in Mio EUR 2001 2000
13,05 25,12 EBIT 48,74 35,47
10,70 17,86 Clean EBIT 45,99 28,57

Der C & K-Bereichsumsatz stieg um 3 % auf 439,70 Mio EUR (GJ/2000:
426,90 Mio EUR). Für diese Steigerung sind die höheren Produktenpreise verantwortlich, welche die niedrigeren Absatzmengen bei Düngemitteln und Melamin, die sich allerdings im Laufe des Jahres wieder erholten, wettmachen konnten. Nach drei sehr starken Quartalen stieg das EBIT für das Geschäftsjahr infolge der höheren Margen um 37 %% auf 48,74 Mio EUR (GJ/2000: 35,47 Mio EUR). Auch das EBIT vor Sondereffekten stieg um 61 % auf 45,99 Mio EUR. Dabei sind Einmalerträge aus dem Verkauf von Grundbesitz Grundstücken nicht berücksichtigt.

Im Vergleich zum 3. Quartal 2001 nahm das Ergebnis EBIT für das 4. Quartal 2001 mit 13,05 Mio EUR um rund 9 % zu, was auf die verbesserten Margen zurückzuführen ist. Verglichen mit dem 4. Quartal 2000 (25,13 Mio EUR) war das EBIT vor allem auf Ggrund geringerer Absatzmengen bei Melamin und Düngemitteln deutlich niedriger.

Die Erlöse bei Melamin stiegen auf Ggrund des nach wie vor hohen Preisniveaus. Die Preise stiegen bereits seit dem letzten Quartal 2000, begannen jedoch im zweiten 2. Halbjahr 2001 langsam wieder zu fallen. Die hohen Preise konnten die im Vergleich zum Jahr 2000 geringeren Absatzmengen, die vor allem auf die gesunkene Nachfrage seitens der europäischen hHolz verarbeitenden Industrie zurückzuführen sind, mehr als auffangen.

Im August unterzeichnete die Agrolinz Melamin GmbH einen Vertrag über die Errichtung eines neuen Melaminwerks in Deutschland, in dem modernste, vom Unternehmen selbst entwickelte Produktionstechnologie zum Einsatz kommt. Damit wird das Unternehmen seine weltweite MarktpPosition auf dem Weltmarkt festigen.

Das Geschäftsfeld Düngemittel entwickelte sich im Einklang mit der gesamten Branchebranchenkonform, und die Absatzmengen gingen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2000 um 12 % zurück. Die im ersten 1. Halbjahr aufgrund auf Grund schlechter Wetterbedingungen stark gefallenen Absatzmengen konnten im dritten 3. und vierten 4. Quartal vollkommen kompensiert werden. Bei den Erträgen zeigte sich jedoch eine signifikante Verbesserung, die zum Teil auf die Entwicklung bei Kalkammonsalpeter zurückzuführen ist.

Im Geschäftsfeld Geotextilien (Kunststoffe) war 2001 ein markanter Anstieg der Absatzmengen um 5 % zu verzeichnen. Dieser Erfolg wurde durch den Druck auf die Margen zunichte gemacht, zu dem es infolge der auch im Vergleich zum 3. Quartal 2001 nach wie vor relativ hohen Preise für Polypropylen gekommen war. Insgesamt führte dies zu einem niedrigeren Beitrag zu den Bereichsergebnissen, die gegenüber dem Vorjahr um 11 % zurückgingen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2002

Im Jahr 2001 war die Ertragslage der Ölunternehmen weltweit von durchschnittlich hohen, im Jahresverlauf jedoch sinkenden Ölpreisniveaus begünstigt. Die Ertragsverbesserung des OMV Konzerns ist neben der Ölpreisentwicklung aber auch auf die gestärkte Ertragssituation in R & M und auf ertragsstärkere C & K-Aktivitäten zurückzuführen. Die Ergebnisfaktoren für die Geschäftsbereiche zeigten im Verlauf des Jahres, ausgenommen ist hierbei C & K, allerdings einen sich abschwächenden Trendverlauf.

Unsere Markteinschätzungen gehen auch für 2002 davon aus, dass der Ölpreis und mit Zeitverzögerung auch der Gaspreis deutlich unter dem Jahresdurchschnitt 2001 zu liegen kommen werden. Auch mit einem Rückgang der Bulk- und Petrochemie-Margen wird gerechnet.

Wachstumsbedingt und unterstützt durch Kostensenkungsmaßnahmen in 2001 sollte es zwar gelingen, das Marketing-Ergebnis weiter zu stärken, für die Raffinerien sind die Perspektiven allerdings weniger günstig. Zu Jahresbeginn 2002 war die Ertragslage in den Raffinerien bereits äußerst unbefriedigend, eine klare Trendaussage für 2002 ist aber auf Grund der hohen Kurzfrist-Volatilität dieses Geschäfts noch nicht möglich. Wenngleich auch bei einem Ölpreisniveau von 20 USD/bbl ein sehr gutes E & P-Ergebnis zu erwarten ist, wird auf Grund der angenommenen Preisentwicklung ein spürbarer Ergebnisrückgang nicht vermeidbar sein. Dieser wird voraussichtlich durch Ergebnisstärkungen anderer Bereiche, wie etwa in C & K, nicht ausgeglichen werden können. Für das EBIT des Geschäftsbereichs Erdgas ist für 2002 mit einem Rückgang zu rechnen, der zum Teil auf die geänderten Marktverhältnisse, aber auch auf geänderte Gesellschaftsstrukturen zurückzuführen sein wird. Die Umsetzung der Strategie in eine leistungsstarke Vertriebstochtergesellschaft, die nicht mehr vollkonsolidiert werden wird, führt zu einer Verschiebung von bisher im EBIT inkludierten Ergebnissen, die in Zukunft im Finanzerfolg ausgewiesen werden. Die Ertragserwartungen für Borealis sind weiterhin gedrückt. Mit dem Beginn eines Zyklusaufschwungs wird erst ab 2003 wieder gerechnet.

Für 2002 ist aus heutiger Sicht damit zu rechnen, dass das Rekordergebnis des OMV Konzerns von 2001 nicht wiederholt werden kann. Das Ergebnisziel für 2002 aber sehr anspruchsvoll und wird aus heutiger Sicht - trotz einer angenommenen Abschwächung - keinesfalls als Trendumkehr der seit mehreren Jahren sich anhaltend verbessernden Ertragsentwicklung zu interpretieren sein.

In Hinblick auf Investitionen steht die nähere Zukunft der OMV im Zeichen des Wachstums aus eigener Finanzkraft. Für die nächsten drei Jahre sind Investitionen von rund 2,7 Mrd EUR vorgesehen. Die Finanzmittel sind vor allem, analog der Konzernstrategie, der Wachstumsbeschleunigung von E & P (42% der Gesamtinvestitionen), des internationalen Marketing (R & M 38%) und des Melamingeschäfts (C & K 8%, Erdgas 9% und Kb & S 3%) gewidmet.

Diese Investitionen und das damit zu erreichende Geschäftsstrukturziel sollen die strategische Position des Konzerns und auch die operative Ertragskraft weiter stärken. Die Erreichung einer um 3%-Punkte über den durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten liegenden Verzinsung (ROACE) ist weiterhin das Ziel des Managements. Diese Ziele und deren Umsetzung durch die zu Grunde liegende Strategie sollten auch ein attraktives Zeichen für die Realisierung von Wertpotenzialen am Kapitalmarkt setzen können.

Rückfragen & Kontakt:

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Brigitte H. Juen, Investor Relations
Tel. +43 1 404 40-21622;
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Bettina Gneisz, Presseabteilung
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