FP-Sichrovsky: Österreichische Regierung sollte Chance als Vermittler im Nahost-Konflikt besser nützen

FP-Generalsekretär zu politischen Informationsgesprächen in Ägypten

Wien, 2002-03-07, -(fpd)- Der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky, der sich derzeit zu politischen Informationsgesprächen über die Krise im Nahen Osten und über die Einzelheiten des saudiarabischen Friedensplans in Ägypten aufhält, distanzierte sich während seiner Unterredungen mit seinen arabischen Gesprächspartnern entschieden von den mangelnden und unprofessionellen Initiativen der Europäer zur Lösung des Nahost-Konflikts.****

Verschiedenste politische Vertreter Ägyptens hätten vor einem amerikanischen Angriff auf den Irak gewarnt, da ein Leid der unschuldigen irakischen Bevölkerung die stärker werdende anti-amerikanische Stimmung in den arabischen Ländern fördern würde, berichtete der Generalsekretär. "Die politische Führung Ägyptens sieht sich weiter als ein verläßlicher Partner im Kampf gegen den Terrorismus, ist jedoch nicht bereit, dies als ein Argument Israels zu akzeptieren, gegen die Palästinenser und ihre Vertreter mit extremer Gewalt vorzugehen. Der Friedensplan Saudi-Arabiens wurde zwar begrüßt, andererseits aber die Tatsache bemängelt, daß die sogenannte "Anerkennung" Israels durch die arabischen Länder nicht exakt beschrieben und der Plan über das sogenannte "Rückkehr-Recht" der Palästinenser nicht erwähnt werde", so Sichrovsky weiter.

"Die Rolle der politischen Führung Europas und auch die außenpolitischen Vertreter der EU haben wie auch schon in der Vergangenheit jede Bedeutung bei der Konfliktlösung im Nahen Osten verloren", ist Sichrovsky überzeugt. An die Mitglieder der österreichische Regierung wäre hier zu appellieren, ihre eigenen traditionell guten Kontakte zu den arabischen Ländern zu nützen, um sich in einem möglichen Friedensprozeß verstärkt einzubringen. Sichrovsky abschließend: "Persönliche Erfahrungen im Nahen Osten, wie die des Verteidigungsministers Scheibner und der Außenministerin Ferrero-Waldner, könnten derzeit ein wertvoller Beitrag und eine große Chance für Österreich sein, als Vermittler im Nahen Osten aufzutreten. So lange Europa nicht fähig ist mit einer Stimme außenpolitisch zu agieren, werden die entscheidenden Impulse von den USA ausgehen müssen oder Österreich versucht hier im Rahmen des Nahost-Konflikts einen eigenen Weg zu gehen."

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