OMV erzielte 2001 neues Rekordergebnis - Kurzfassung

- Höchster Jahresüberschuss der Konzerngeschichte: 382 Mio EUR - EBIT um 24% auf 610 Mio EUR gestiegen - 4. Quartal zeigt Trendabschwächung für 2002

Wien (OTS) - Die OMV ist im Geschäftsjahr 2001 neuerlich deutlich gewachsen. Der Jahresüberschuss erreichte mit einem Zuwachs von 18% auf 382 Mio EUR den Höchststand in der Unternehmensgeschichte. Mit 610 Mio EUR übertraf das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) das Vorjahresergebnis um beinahe ein Viertel. OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer: "Als finanzstarker, schlanker Konzern haben wir - wie schon im Jahr 2000 - die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen optimal genutzt. Die OMV ist damit auch für ein weniger günstiges Umfeld im Jahr 2002 gut positioniert."

Stark entwickelte sich 2001 auch der Cash flow: Die OMV erwirtschaftete einen Cash flow von 786 Mio EUR gegenüber 611 Mio EUR im Jahr zuvor. Das entspricht einem Zuwachs von 29%. Der Umsatz (ohne Mineralölsteuer) erhöhte sich von 7.454 um 4% auf 7.736 Mio EUR, das Eigenkapital wuchs um 14% auf 2.248 Mio EUR. Der ROACE (Return on Capital Employed) stieg von 12% auf 14% an.

Raffinerien und Marketing mit größter Steigerung gegenüber 2000 Der Bereich Raffinerien und Marketing (R & M) erwirtschaftete ein EBIT von 223 Mio EUR und erreichte damit eine Steigerung von 182% gegenüber dem Vorjahr. Im Raffinerie-Geschäft trugen hauptsächlich die gute Mengensituation und der Wegfall der Kosten für Anlagenstillstände zu diesem Ergebnis bei.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg leistete der Bereich Marketing, bedingt durch die Erhöhung der Mengen im Tankstellen- wie im Kundengeschäft, durch höhere Kundenmargen und durch eine Reduktion der Kosten.

Das internationale Tankstellennetz vergrößerte sich um 7% auf 626 Stationen. Ingesamt verfügt die OMV nun über 1.160 Tankstellen, davon 534 in Österreich.

Im inländischen Tankstellengeschäft wurde die Ein-Milliarde-Liter-Marke überschritten. Das Kunden-Geschäft wuchs überproportional zur Marktentwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Kundengeschäft - Inland um 9% und im Ausland um 18%.

Mit der Gründung von Tochtergesellschaften in Jugoslawien und Bosnien-Herzegowina 2001 ist die Expansion im Tankstellenbereich flächenmäßig im Wesentlichen abgeschlossen. "Wir sind nun in allen bedeutenden Märkten vertreten", so Generaldirektor-Stv. Gerhard Roiss. Besonders erfreulich sei auch, dass R & M im Vergleich zu den anderen Geschäftsbereichen für 2001 die größte Ergebnissteigerung erwirtschaftet hat.

Weiterhin gutes Ergebnis für Exploration und Produktion
Im Vergleich zum Jahr 2000 sank der Rohölpreis (Marke Brent)- bei starken Schwankungen - um knapp 14% von durchschnittlich 28,4 auf 24,5 USD/bbl. Dieser Rückgang sowie höhere Explorationskosten konnten durch die positive Entwicklung des Dollarkurses im Verhältnis zum Euro nicht wettgemacht werden. Das hatte zur Folge, dass der Geschäftsbereich Exploration und Produktion (E & P) mit einem um 15% auf 273 Mio EUR gesunkenen EBIT abschloss. OMV Vorstand Helmut Langanger zum E & P Ergebnis: "Dennoch war auch im Rekordjahr 2001 Exploration und Produktion mit 45% Anteil am Gesamt EBIT der größte Ertragsbringer für die OMV".

Die verstärkte Exploration im vergangenen Jahr ist auch Voraussetzung für künftiges Wachstum in diesem Bereich. Explorationserfolge erzielte OMV in Australien, Libyen und Österreich; im Iran, Irland und Jemen wurden erste Schritte zur Aufsuchung von Öl- und Erdgaslagerstätten gesetzt. 2001 startete die OMV überdies erfolgreich die Produktion im pakistanischen Gasfeld Miano. Anfang 2002 wurde die Produktion im Gasfeld Skene sowie im Öl-und Gasfeld Jade in der britischen Nordsee aufgenommen.
2001 produzierte die OMV rund 78.000 bbl/d. Der Bereich E & P wird sein Wachstum in Zukunft weiter forcieren.

Gewinnzuwachs im deregulierten Erdgasmarkt

Der Erdgas-Bereich erreichte mit einem EBIT von rund 111 Mio EUR eine Steigerung von 5% gegenüber dem Vorjahr. Ein deutliches Nachfrageplus von 7% auf 7,8 Mrd m3 verzeichnete der heimische Erdgasmarkt. Der Verbrauch von Haushalten und Kraftwerken ist sogar zweistellig gewachsen. Förderung und Importe stiegen jedoch nur leicht, weil der Mehrbedarf von etwa 0,6 Mrd m3 überwiegend durch den Abbau von Erdgasmengen in unterirdischen Speichern aufgebracht wurde. Die Erweiterung der Trans-Austria-Gasleitung (TAG) brachte eine zusätzliche kontrahierte Transportkapazität von 3 Mrd m3.
Die OMV nutzte bereits 2001 die Deregulierung um - zusätzlich zu den Erdgasversorgungsunternehmen - in Kooperation mit Partnern auch Industrie- und andere Großkunden direkt zu versorgen.

"Wir konnten uns im ersten Jahr des liberalisierten Marktes sehr gut behaupten. Das ist nicht zuletzt Ergebnis der erfolgreichen Ausgliederung des Erdgasbereichs, die uns wesentlich flexibler macht", betonte Ruttenstorfer.

Gestiegene Erlöse bei Chemie und Kunststoffen

Der Geschäftsbereich Chemie und Kunststoffe (C & K) konnte insgesamt ebenfalls zulegen und sein EBIT um rund 37% auf knapp 49 Mio EUR erhöhen.

2001 war für C & K aber auch ein Jahr der zunehmend schwierigen Rahmenbedingungen: Die europäische Chemieindustrie verzeichnete im Vorjahr ein Produktionswachstum von nur rund 1%. EU-weite Rücknahmen der Kapazitäten zur Herstellung von Pflanzennährstoffen bewirkten jedoch einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage bei Stickstoffdünger. In den Geschäftsfeldern mit rückläufigem Absatz -Melamin und Harnstoffe - war der Preisverfall limitiert.

2002: Schwierige Rahmenbedingungen - OMV weiterhin gut positioniert

Das laufende Geschäftsjahr werde durch die aus heutiger Sicht niedrigen Rohölpreise und Raffineriemargen schwieriger werden, den seit mehreren Jahren anhaltend positiven Trend der Unternehmensentwicklung aber sicher nicht umkehren, so Ruttenstorfer. "Wir sind zuversichtlich, durch Wachstum aus eigener Kraft auch unter geänderten Rahmenbedingungen zwar keinen neuerlichen Rekord, aber ein respektables Ergebnis zu erreichen". Ziel der OMV sei eine Verdoppelung der Marktposition in den nächsten fünf bis sieben Jahren: "Wir wollen doppelt so viel Rohöl wie heute fördern und doppelt so viele Produkte verkaufen". Entsprechend dieser nachhaltigen Wachstumsstrategie sind für die Jahre 2002 bis 2004 erhöhte Investitionen von rund 2,7 Mrd EUR geplant, die vor allem die Expansion der Kernbereiche E & P, Marketing sowie Melamin unterstützen.

Unverändert, so Ruttenstorfer, werde die OMV auch ihre Finanzziele verfolgen und damit einen ROACE von 13% anstreben.

OMV 2001 in Zahlen:

in Millionen EUR20012000Änderung in %
Umsatz (exkl. MöSt.)7.7367.454+ 4
EGT 570 453+ 26
EBIT 610 491 + 24
EBIT vor Sondereffekten 702 667 + 5
Jahresüberschuss 382 323 + 18
Cash flow 786 611 + 29
MitarbeiterInnen 5.659 5.757 - 2

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