Kulturinformation muss dezentral bleiben

Kulturelle Infrastruktur darf nicht zerschlagen werden

Bregenz (VLK) - Eine der wesentlichen Aufgaben der
Kulturabteilung des Landes ist die Funktion einer
Serviceeinrichtung für Vorarlberger Kulturschaffende.
Ebenfalls für den Informationstransport zur Verfügung
stehen diverse Anlaufstellen für die verschiedenen
Bereiche. Deshalb erachtet Kultur-Landesrat Hans-Peter
Bischof ein eigenes "Kulturinformationscenter" für nicht zielführend und notwendig. ****

Denn, so Bischof, "die Beantwortung von ganz
spezifischen Fragestellungen in so unterschiedlichen
Bereichen wie Musik, Literatur oder bildende Kunst kann
nicht von einer einzigen Informationsstelle bewältigt
werden". Deshalb wurde in den letzten Jahren in Vorarlberg
eine hervorragende kulturelle Infrastruktur aufgebaut, die
diese Anforderungen abdeckt. Dazu gehören auch verschiedene Anlaufstellen für die Kulturschaffenden unseres Landes, die
den Transport von Informationen von und zu den
Künstlerinnen und Künstlern wahrnehmen. Landesrat Bischof
nannte als Beispiele den Amateurtheater- und Blasmusikverbandverband, den Autorenverband, die Musikdokumentationsstelle, die IG-Kultur oder den
Vorarlberger Kultur-Service.

Diese subsidiäre Umsetzung sollte nicht gefährdet und
auch nicht über die Abschaffung dieser Einrichtungen
nachgedacht werden. Wenn eine zentrale Informationsstelle
richtig funktionieren sollte, muss ein ungeheurer
Wissenspool aufgebaut werden, der mit hohen Kosten
verbunden wäre. Das würde lediglich einer Zentralisierung
gleich kommen, keine Verbesserung bringen und schon gar
keine Effizienzgewinne nach sich ziehen, ist Bischof
überzeugt: "Informationen müssen den Ansprüchen der KünstlerInnen gerecht vermittelt werden und sind deshalb
bezogen auf die jeweilige Kunstform zu transportieren.
Diese Infrastruktur darf nicht zerschlagen, sondern muss
sogar bedarfsorientiert verstärkt und ausgebaut werden." (hh/ug,nvl)

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