"Gläserne" ABRG im Vollbetrieb

Emissionsdaten der Asamer-Becker Recycling GmbH. aktuell im Internet abrufbar/4 Mio. EURO Umweltinvestition/Auch Schallschutzprojekt abgeschlossen

Arnoldstein (OTS) - Die vier Millionen teure Abfall-Aufbereitungshalle der Asamer-Becker Recycling GmbH. (ABRG) im Kärntner Grenzort Arnoldstein ist Anfang März nach wochenlangem Probelauf in Vollbetrieb gegangen - und gleich für jedermann geöffnet und kontrollierbar gemacht worden: Die aktuellen Emissionsdaten für Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid (SO2), Stickoxid (NO2), den gesamten organischen Kohlenstoff (GesCorg) und Staub können jederzeit und von jedermann ständig im Internet abgefragt werden.

"Im Sinn eines +Gläsernen Leitbetriebes+ werden die Halbstunden-Mittelwerte der wesentlichen Emissionsparameter (über die jeweils letzten acht Stunden gerechnet) in halbstündigen Intervallen automatisch ins Internet übertragen und können dort von Jedermann und jederzeit abgefragt werden (www.abrg.at). Dieses Datenangebot geht weit über die Anforderungen des Umwelt-Informationsgesetzes hinaus und soll dazu beitragen, Arnoldstein tatsächlich zum +Gläsernen Standort+ zu machen", erklärte ABRG-Geschäftsführer Dr. Thomas Werner anlässlich der Aufnahme des Vollbetriebes in der neuen Abfall-Aufbereitungshalle. "Die ABRG ist der übrigens der einzige Betrieb, der ein derartiges Angebot an Emissionsdaten bietet".

Emissionen hart an der Nachweisgrenze

"Auf dem Bildschirm, wenn man "Umwelt/aktuelle Daten" anklickt, werden dann beispielsweise (5. 3. 02, 17.30 Uhr) 10,58 mg pro Normkubikmeter (Nm") für CO ausgewiesen (bei einem Grenzwert von 50 mg), 2,46 mg/Nm" für SO2 (Grenzwert 50 mg), 57,37 mg/Nm" für NO2 (Grenzwert 150 mg) 0,35 mg/Nm" für den gesamten organischen Kohlenstoff (Grenzwert 8 mg) und schließlich 3,83 Milliampere (mA) Staub (kein Grenzwert). Damit bewegen wir uns häufig schon hart an der Nachweisgrenze", ergänzt ABRG-Geschäftsführer Dr. Thomas Werner.

Abfall-Lagerung und -aufbereitung unter Dach

Die 60 m lange, 12 m breite und 8 m hohe Halle beherbergt nun sowohl die Lagerung als auch die Aufbereitung aller jener Industrie-Abfälle, die danach im Wirbelschichtofen thermisch behandelt werden. Bei der neuen Anlange handelt es sich um die erste umfassende Automationslösung einer Abfall-Vorbehandlung - ohne manuelle Eingriffe - in Österreich! Während der Wirbelschichtofen schon vor eineinhalb Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht worden war, wurde die 720 m2 große Halle in den letzten sechs Monaten errichtet und mit einer hoch wirksamen Aktivkohle-Filteranlage ausgerüstet. Die Filteranlage reinigt und tauscht kontinuierlich die Hallenluft. Die neue Mischhalle wurde überdies nach den neuesten Erkenntnissen der Arbeits- und Feuersicherheit ausgestattet, was unter anderem bedeutet, "dass wir bei Brandalarm gerade einmal 30 Sekunden Interventionszeit haben, bevor die Landes-Alarmzentrale bereits in Aktion tritt", erklärt Werner.

Einziger Mono-Sondermüllverbrenner Österreichs

Die ABRG, der einzige private Mono-Sondermüllverbrenner Österreichs (im Gegensatz zu Abfall-Mitverbrennern), behandelt in der Wirbelschichtofenanlage rund 30.000 Tonnen industrieller Abfälle jährlich, die in der neuen Halle zuvor - nach Arten getrennt -gelagert und dann über zwei Shredder-Linien für die thermische Behandlung abgemischt und aufbereitet werden. Der bei der Verbrennung in der ABRG anfallende Dampf deckt rund 40 Prozent des Gesamtbedarfs der Betriebe des Industrieparks Euro Nova. Die ABRG beschäftigt derzeit 31 Mitarbeiter.

Gleichzeitig mit der Aufnahme des Vollbetriebes wurde nach rund sechs Jahren auch ein Schallschutzprojekt abgeschlossen, "sodass wir jetzt in der weiteren Nachbarschaft den überaus niedrigen Schallpegel von 40 dB erreichen", erläutert ABRG-Geschäftsführer Werner.

Zwei Drittel der Investitionen für Umweltschutz

"Zwei Drittel der Investitionssumme von 4 Mio. EURO entfallen auf Umweltschutzeinrichtungen, lediglich ein Drittel betrifft den Bau selbst und die maschinelle Einrichtung, vor allem die Überholung des bisherigen Shredders und die Installation eines zweiten Shredders", stellt Dr. Thomas Werner fest und ergänzt: " Die Investitionsmillionen sind zum weitaus überwiegenden Teil in Kärnten geblieben: Die Bauarbeiten wurden von Mayreder-Alpine in Villach ausgeführt, für den Stahlbau und die Montage war die WMT Anlagenservice GmbH in Arnoldstein verantwortlich und die Projektierung besorgte das Zivilingenieurbüro Dipl.-Ing. Fritz Willitsch in Gödersdorf".

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

ABRG-Geschäftsführer
Dr. Thomas WERNER
Tel: 04255-3990-0;
Fax: 04255-3990-89;
office@abrg.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS