Binder zum Internationalen Frauentag: Lebensrealität der Frauen entspricht nicht den Lebensvorstellungen

Wien (SK) Zunehmend mehr Frauen wollen sich nicht in der Hausarbeit verwirklichen sondern streben so wie Männer danach, beruflich erfolgreich zu sein. Mehr als die Hälfte der in Österreich Studierenden sind weiblich und somit potentielle Anwärterinnen für dieselben Jobs wie ihre männlichen Kollegen. "Leider sieht die Lebensrealität immer noch anders als die Lebensvorstellungen aus. Frauen verdienen im Schnitt um ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen trotz derselben Arbeitsleistung. Die Anzahl der Alleinerzieherinnen, die Familienernährerinnen, Haushaltsvorstände und Mütter in einem sind, steigt stetig. Das bedeutet, Frauen, die mit ihren Kindern alleine leben, müssen ungeheure Anstrengungen und Entbehrungen auf sich nehmen, um ihr Leben und das ihrer Kinder finanzieren zu können", zeigte sich SPÖ-Abgeordnete Gabriele Binder, Familiensprecherin der Österreichischen Kinderfreunde, am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst besorgt. ****

Im Fehlen von 100.000 Kinderbetreuungsplätzen oder der kontinuierlichen Vertreibung der Frauen vom Arbeitsmarkt durch die "Handschellen Kindergeld" sehen die Kinderfreunde eine große Gefahr auf die Mütter zukommen. In den letzten Jahren ist die Frauenerwerbsquote kontinuierlich auf über 60 Prozent gestiegen -mehr als 80 Prozent der jungen Frauen bis 30 wollen möglichst immer berufstätig sein - damit setzt sich ein verändertes Frauen- und Familienbild durch.

"Diese Entwicklung wird jedoch von der derzeitigen Regierung völlig übergangen. Frauen werden mit ? 436,- monatlich abgespeist und so kontinuierlich vom Arbeitsmarkt vertrieben, da die Berufsunterbrechung als Qualifikationsminderung gilt. Frauen wird dadurch der Wiedereinstieg so hart wie nur möglich gemacht. In der vorliegenden Form ist das Kinderbetreuungsgeld eine reine Ausstiegshilfe aus dem Beruf ohne Unterstützung beim Wiedereinstieg", setzte Gabriele Binder fort.

Berufstätige Mütter und Väter brauchen geeignete Rahmenbedingungen um Beruf und Kinder vereinbaren zu können. Familien brauchen in erster Linie qualifizierte und leistbare Betreuungseinrichtungen für ihre Kinder, nur dann kann eine Sicherheit für Frauen entstehen, in der sie eine freie Entscheidung treffen können.

Daher fordern die Österreichischen Kinderfreunde die Errichtung der fehlenden 100.000 Kinderbetreuungsplätze, eine flexible Karenzlösung für beide Eltern und ein gehalts-abhängiges Karenzgeld für alle Familien. (Schluss) up/mp

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