Rüstungs-Lobbyist Schreiber in NEWS: "Schüssel muss vor Gericht"

Exklusiv-Aufdecker des CDU-Spendenskandals will Kanzler als

Wien (OTS) - Kronzeugen
Vorausmeldung zu NEWS 10/02 v. 7.3.2002=

NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag
erscheinenden Ausgabe exklusiv ein Interview mit dem bayerischen Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber. Der jetzt in Toronto lebende Einfädler der bisher größten Rüstungsanschaffung Österreichs (Zielerfassungs- und Zielzuweisungsradar im Wert von 1,3 Mrd Schilling) hat vor dem Berner Amtsgericht Klage gegen Thomson eingebracht. Er fordert für die Vermittlung eines Termins für den einstigen Thomson-Manager Josef Maria Merk beim damaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Schüssel ein Honorar in Höhe von über 10 Millionen Schilling ein.

Nach langem Rechtsstreit konnte Schreiber vorigen Donnerstag erstmals vor der kanadischen Justiz seine Zeugenaussage über seine eigene und die Rolle Wolfgang Schüssels beim Zustandekommen des umstrittenen Milliarden-Geschäfts machen.

Im NEWS-Interview besteht Schreiber darauf, dass jetzt auch Wolfgang Schüssel als Zeuge ausssagen muss. Schreiber: "Schüssel soll die Wahrheit sagen, so wie es jeder Zeuge vor Gericht tun muss." Die Schweizer und Liechtensteiner Firmen des Thomson-Managers und Schüssel-Gesprächspartners Merk nennt Schreiber "Instrumente, zur Abwicklung nützlicher Aufwendungen".

Der Leiter des zuständigen Amtsgerichts Bern, Adrian Studiger, bestätigt NEWS, dass Kanzler Schüssel bereits als Zeuge beantragt wurde.

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