Vorarlberg hat nach wie vor geringste Arbeitslosenquote

Entwicklung trotzdem sorgfältig beobachten - Umfassende Maßnahmen des Landes

Bregenz (VLK) - Für Wirtschaftslandesrat Manfred Rein ist
die Zunahme an Arbeitslosen von Jänner auf Februar 2002
"zwar keineswegs erfreulich, die Polemik und Panikmache die
damit jedoch mancherorts betrieben wird, ist aber auf
keinen Fall angebracht". Rein: "Schließlich hat Vorarlberg
trotz dieser Steigerung mit 5,1 Prozent immer noch die mit
Abstand geringste Arbeitslosenquote in ganz Österreich".
Der Österreich-Durchschnitt betrug im Februar 2002 8,5
Prozent. ****

Die Zunahme an Arbeitslosen war auf Grund der
konjunkturellen Entwicklung vorhersehbar, genauso wie die
Talsohle des Konjunkturabschwungs nach Meinung aller Wirtschaftsforscher in Sicht ist, so Rein. In Vorarlbergs Privatwirtschaft sind derzeit 97.033 Personen beschäftigt,
das sind 0,1 Prozent weniger als im Spitzenjahr 2001 und
weit mehr als im langjährigen Schnitt.

Die Arbeitslosenquote in Vorarlberg beträgt nach den vorläufigen Zahlen des AMS 5,1 Prozent und liegt damit weit
unter den Vergleichszahlen der anderen Bundesländer: In
Tirol betrug diese Quote im Februar etwa 5,5 Prozent, in
Salzburg 5,6 Prozent, in Oberösterreich 6,2 Prozent, in Niederösterreich 9 Prozent, in der Steiermark 9,6 Prozent.
Mit einer Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent (Wien), 11,8
Prozent (Kärnten) und 13,5 Prozent (Burgenland) liegen die
Quoten in diesen Ländern sogar über dem doppelten
Vorarlberger Wert!

Bestes Mittel gegen Arbeitslosigkeit: Qualifizierung

"Die Steigerung der Quote sieht auch deswegen so
bedrohlich aus, weil sie von einem äußerst geringen Niveau ausgeht," so Rein. Aus den aktuellen Zahlen ist auch der Qualifizierungsgrad herauszulesen. Nach wie vor gilt, dass Qualifizierung das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit ist,
stellt Rein fest und verweist in diesem Zusammenhang auf
die Anstrengungen des Landes und der Sozialpartner in Qualifizierungsfragen. Rein dazu: "Das Land hat für Qualifizierungsmaßnahmen zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die in allen Bildungsbereichen zum Tragen
kommen."

Die derzeitige Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist laut
Rein von Polarisierung gekennzeichnet: Steigenden
Arbeitslosenzahlen - die allerdings auch saisonal bedingt
sind - steht in einzelnen Qualifikationsbereichen nach wie
vor ein spürbarer Mangel an qualifizierten Arbeitskräften gegenüber. Dies hat auch dazu geführt, dass seitens des Arbeitsmarktservice Vorarlberg versucht wird, in speziellen Bereichen geeignete qualifizierte Fachkräfte im EU-Raum zu
finden.

Die Ergebnisse einer Ende 2001 gemeinsam mit den
Sozialpartnern des Landes veröffentlichten Studie der
Basler Prognos AG über die Entwicklungsperspektiven des Vorarlberger Arbeitsmarktes bestätigen, dass nicht zuletzt
auf Grund der demographischen Entwicklung mittelfristig
gesehen von einer Verstärkung des Facharbeitermangels
auszugehen ist.

Umfassender Maßnahmenkatalog des Landes

Vom Land wird zudem mit einer Vielzahl von Maßnahmen
versucht, den heimischen Arbeitsmarkt positiv zu
beeinflussen, so etwa durch den Landesvoranschlag 2002, der
wichtige Akzente zur Belebung der Beschäftigungssituation, insbesondere im Bereich der Bauwirtschaft, setzt. In diesem Zusammenhang stehen vor allem die Bemühungen in der Wohnbauförderung, die Wohnbautätigkeit durch verstärkte Berücksichtigung ökologischer Aspekte zu verbessern. Zur verstärkten Förderung des Mietwohnbaus wurde zusätzlich ein
neu konzipiertes Investorenmodell eingeführt.

Um die Bautätigkeit der Gemeinden zu erhöhen, hat das
Land Vorarlberg mit Wirkung vom Jahresbeginn 2002 die Baukostenförderung für den Schulbau allgemein um 5
Prozentpunkte erhöht. Gleichzeitig wurden die Baukostenhöchstgrenzen für alle Gemeindeförderungen erhöht. Zusätzliche Förderungen gibt es für strukturschwache
Gemeinden.

Im Landesvoranschlag 2002 sind für den Hochbau insgesamt
43,5 Millionen Euro vorgesehen. Wesentliche Schwerpunkte
werden auch im Bereich des Tiefbaus gesetzt.
(pam/so/ug,nvl)

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