Onodi: Postdienstleistungen: Österreich bald ‚Versorgungsdistrikt' für deutsche und französische Postgesellschaften

Zerschlagung der Post und Ausverkauf wäre endgültiger Todesstoß für eigenständige österreichische Post

St. Pölten, (SPI) - Der Weg scheint vorgezeichnet. Die unter dem Schlagwort "Neustrukturierung" laufende Zerschlagung der österreichischen Post AG ist der erste Schritt für den Ausverkauf von Postdienstleistungssparten ins Ausland. Ausländische Konzerne stehen Gewehr bei Fuß, die lukrativsten Sparten aufzukaufen und Österreich zu einem "Versorgungsdistrikt" ihrer Gesellschaften zu machen. "Dieses Vorgehen der Post AG und die Duldung durch die Bundesregierung leitete den endgültigen Todesstoss einer eigenständigen österreichischen Post ein. Die Post, jetzt noch im Besitz der ÖIAG und damit der Republik, würde aufhören zu existieren und damit wohl auch Tausende Arbeitsplätze von Österreichern. Hier gehört Alarm geschlagen, diese Entwicklung darf nicht fortgesetzt werden", so Niederösterreichs SP-Landesparteivorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi.****

Dass die Zerschlagung der Post in einzelne Sparten auch mit einem massiven Arbeitsplatzverlust einhergeht, ist belegt. Im Vorjahr wurden 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abgebaut, heuer sollen 1.050 Jobs verloren gehen. Das entspricht für ein österreichisches Paradeunternehmen mit einem wichtigen öffentlichen Versorgungsauftrag einer klassischen Selbstaufgabe. Die Versorgungsqualität wird verschlechtert, die Leistungen verteuert und wichtige Unternehmensentscheidungen in Zukunft wohl von den ausländischen "Partnern" getroffen, die wohl eher die Gewinne der Bilanzen, als das umfassende Service im Auge haben. Besonders in den dünner besiedelten Regionen Niederösterreichs außerhalb der Ballungsräume ist zu befürchten, dass nach den bereits geplanten Postämterschließungen weitere Einrichtungen gesperrt, Personal abgebaut und Dienstleistungen abgezogen werden. Gerade dort ist einfach nicht genug Geschäft zu machen. "Die Personalvertretung, die gegen diese Zerschlagung kämpft, ist daher voll zu unterstützen. Ebenso die Gemeinden, wo Tausende Bürger gegen die Schließung ihres Postamtes eintreten. Ein Ausverkauf der Post wäre eine wirtschaftspolitische Fahrlässigkeit ersten Ranges. Das ist nicht akzeptabel", so Onodi. (Schluss) fa

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