Haupt: Mehr Sicherheit für Seniorinnen und Senioren

Menschen über 65 unfallgefährdetste Gruppe

Wien (BMSG/OTS) - Zum Auftakt einer Enquete im Parlament, die
sich mit dem Thema "Seniorensicherheit" auseinandersetzt, forderte Generationenminister Mag. Herbert Haupt mehr und effizientere Maßnahmen für ältere Menschen vor allem in der Unfallprävention. "Menschen im Alter sind - zusammen mit den 18-24jährigen Jugendlichen - durch Unfälle die am meisten gefährdete Gruppe unserer Bevölkerung." Dies könne eine Gesellschaft nicht akzeptieren.

Er verlange deshalb ein größeres Problembewusstsein in allen Bereichen der Gesellschaft und neue Ansatzpunkte in der Prävention. Diese könnten in einer Kooperation mit all jenen Stellen gefunden werden, die sich mit älteren Menschen befassen. Er unterstütze deshalb auch den "Aktionsplan Seniorensicherheit", der sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Unfallopfer bei älteren Menschen wesentlich zu senken.

1999 sind 1.248 Personen über 60 nach Unfällen verstorben

"Die Zahlen der älteren Unfallopfer machen betroffen und signalisieren Handlungsbedarf", betonte der Generationenminister. Im Jahr 1999 seien 1.248 Personen, die über 60 Jahre alt waren, an Unfällen verstorben. 190.000 Personen wurden durch Unfälle so schwer verletzt, dass sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. 74.000 Personen mussten sich in Spitalsbehandlung begeben und verbrachten dort 924.000 Verpflegstage. "Das individuelle Leid, das durch einen Unfall über die ältere Menschen und ihre Angehörigen hereinbricht, wäre in vielen Fällen vermeidbar", so Haupt. Zum Beispiel könne durch seniorengerechteres Bauen eine deutliche Unfallverminderung erreicht werden.

Dass Unfälle aber auch ein nicht wegzuleugnender Kostenfaktor im Gesundheitswesen wären, sei nicht zu bestreiten. An Behandlungskosten für verunfallte Seniorinnen und Senioren fielen derzeit jährlich ungefähr 400 Millionen Euro an. Auch aus diesem Grund müssten man den älteren Menschen in der Bewältigung eines unfallfreien Lebens behilflich sein, bekräftigte der Generationenminister.

"Die heutige Auftaktveranstaltung soll für die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen sensibilisieren. Ich hoffe, dass österreichweit das Thema "Seniorensicherheit" einen gebührenden Stellenwert erfährt", so Haupt abschließend. (Schluss)

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