Wilhelm-Kaufmann-Preis für Entwicklungszusammenarbeit

Städtepartnerschaft Salzburg-Singida zeichnet Förderer und Unterstützer aus

Salzburg (OTS) - Zu Ehren ihres 1999 verstorbenen Mitbegründers Prof. Wilhelm Kaufmann hat die Salzburger Entwicklungshilfe-Organisation Städtepartnerschaft Salzburg-Singida (http://salzb.org/singida) den "Wilhelm-Kaufmann-Preis für Entwicklungszusammenarbeit" ins Leben gerufen. Der Preis wird erstmals am 18. März in Salzburg verliehen - dem 101. Geburtstag des großen Malers.

"Mit dem Preis wollen wird das Engagement von Firmen und Einzelpersonen auszeichnen, die in der Tradition der hehren Ideale meines Vaters stehen", sagt Eva Schröcksnadel, Tochter des Künstlers und gleichzeitig Leitfigur der Städtepartnerschaft. Nach dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" unterstützt die Städtepartnerschaft Salzburg-Singida seit 1984 die 48.000 km2 große Region um die Stadt Singida in Zentraltanzania. Mit Erfolg: Mehr als dreißig Schulen und fünf Krankenstationen konnten bislang errichtet werden. Frauenförderungs- und Bildungsprojekte wurden initiiert, der Versorgungsgrad an sauberen Trinkwasser mehr als verdoppelt.

Eine Jury der Städtepartnerschaft Salzburg-Singida hat nun die ersten Träger des "Wilhelm-Kaufmann-Preises" gewählt. Ausgezeichnet werden der Infrastrukur-Dienstleister Salzburg AG für die Unterstützung eines Wasserversorgungsprojektes in Tanzania und der Salzburger Arzt Dr. Hans Ziller, der mit seinen Patienten eine beispiellose Spendengemeinschaft für Gesundheitsprojekte in Afrika ins Leben gerufen hat.

Die Verleihung findet am 18. März 2002 um 18.00 Uhr im Romanischen Keller der Hypo-Bank (Waagplatz 4, 5020 Salzburg) statt. Der Preis wird jeweils in Form eines Leihbildes von Wilhelm Kaufmann und einer Urkunde durch den Obmann der Städtepartnerschaft, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, übergeben. Die Bilder werden am 18. März 2003 ihre Besitzer wechseln - anlässlich der Verleihung des zweiten Wilhelm Kaufmann Preises für Entwicklungszusammenarbeit.

Biografie Wilhelm Kaufmann: Kaufmann wurde am 18. März 1901 in Salzburg geboren. Nach der Matura besuchte er die Kunstgewerbeschule - heute Akademie für angewandte Kunst - in Wien. 1923/24 arbeitete er als Geselle Anton Faistauers. 1926 war er zusammen mit Anton Kolig und R. C. Andersen an der Herstellung der Gobelins für das Salzburger Festspielhaus beteiligt. Die Jahre zwischen 1938 und 1945 lebte er -wie er es selbst nannte - in "innerer Emigration", zumeist im Pinzgau. Nach dem Krieg betätigte er sich aktiv und mit viel Idealismus am kulturellen Wiederaufbau seiner Heimat. Sobald Reisen wieder möglich wurde besuchte er England, wo er sich als Porträtist schon vor dem Krieg einen Namen gemacht hatte. 1952 wurde Kaufmann als Kunstlehrer an die Westtown School in Pennsylvania berufen. Später übersiedelte er nach Kanada, um dort als Lehrer und freier Maler tätig zu sein. Bei der Rückkehr nach Europa lernte er Albert Schweitzer kennen, der ihn 1962 in sein Urwaldspital einlud. Auf drei Perioden reichen Schaffens in Lambarene folgten weitere Reisen nach Afrika. 1984 war Kaufmann der Mitbegründer der Städtepartnerschaft zwischen Salzburg und Singida.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragen & Kontakt:

webworks.at
Dr. Martin Sturmer
Tel.: 0662 45 06 27
martin@webworks.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS