Praxisgerechtes Integrationspaket nützt nicht nur der Wirtschaft

Mitterlehner: Beschäftigung von Saisonniers sichert Existenz von Unternehmen und somit auch inländische Arbeitsplätze

Wien (PWK167) - "Das Integrationspaket ist eine praxisgerechte und zukunftsorientierte Lösung, da es dem akuten Fachkräftemangel, der durch heimische Arbeitskräfte eben nicht ausreichend abgedeckt werden kann, entgegenwirkt und so die Existenz von vielen heimischen Unternehmen und somit auch von zahlreichen inländischen Arbeitsplätzen sichert. Von Verdrängungswettbewerb und Lohndumping kann daher keine Rede sein", verwahrt sich Reinhold Mitterlehner, Generalsekretärstellvertreter der Wirtschaftskammer Österreich, gegen politische Vorwürfe, die Wirtschaft sei der Hauptprofiteur des Integrationspaketes.

Wie bereits vom WIFO aufgezeigt wurde, benötigt die heimische Wirtschaft trotz der derzeit schwierigen Arbeitsmarktlage bis 2005 rund 165.000 zusätzliche Arbeitskräfte. Bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten und Maßnahmen um Frauen, ältere Arbeitnehmer und das Potenzial der Arbeitslosen durch Weiterbildung/Umschulung verstärkt in den Arbeitsmarkt zu integrieren, wird eine Beschäftigungslücke von 35.000 Personen weiter bestehen, die von der Wirtschaft nicht aus eigener Kraft gefüllt werden kann. Vor allem in einzelnen Branchen, wie beispielsweise bei den Fernlastfahrer, kann das AMS nur halb so viele Arbeitskräfte anbieten, wie von den Unternehmen zur Durchführung ihrer Aufträge benötigt werden. Auch die Spitäler könnten ohne Fachkräften aus dem Ausland bei weitem nicht ihr Auslangen finden.

Besonders positiv strich Mitterlehner die Ausweitung der Saisonnierregelung auf Branchen außerhalb von Tourismus und Landwirtschaft heraus: "Dies ist die richtige Antwort auf die strukturelle Entwicklung in Österreich, da auch viele andere Branchen immer stärkere saisonale Entwicklungen aufweisen." Die Möglichkeit zur Verlängerung von Saisonarbeitskräften auf weitere sechs Monate sei eine Entbürokratisierung und schaffe klare Voraussetzungen für alle Beteiligten. Freien Zugang zu Saisonniers - wie Gegner des Fremdenpakets behaupten - habe die Wirtschaft damit aber nicht, denn die Kontingente werden nach wie vor vom Wirtschaftsministerium unter Einbindung der Länder festgelegt.

Fremdenfeindlichkeit - wie dem Zuwandererpakt ebenfalls von Gegnern unterstellt wird - sieht Mitterlehner nicht. "Ausländer sind ebenfalls ein Profiteur des neuen Pakets. Familienangehörige erhalten ab 1. Jänner nach fünf Jahren legalem Aufenthalt in Österreich den freien Zugang zum Arbeitsmarkt." Das Integrationspaket nützt allen, unter anderem auch der Wirtschaft, die diese Neuregelung durch Übernahme von 50 % der Kosten für die obligaten Deutschkurse der ausländischen Schlüsselkräfte unterstützt. (Ne)

Rückfragen & Kontakt:

Presseabteilung
Tel.: (++43-1) 50105-4599
Fax: (++43-1) 50105-263
presse@wko.at
http://www.wko.at/Presse

Wirtschaftskammer Österreich

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK