Pumberger mit Hauptverbandsführung mehr als unzufrieden

Abgang der Krankenkassen maximal ein Drittel der Prognose

Wien, 2002-03-05 (fpd) - "Alle Jahre wieder das selbe Spiel. Nach dem Motto: Wer bietet mehr, erstellt der Hauptverband der Sozialversicherungsträger seine Prognose zum Krankenkassenabgang. Mit Horrorzahlen wird versucht die Politik zu Beitragserhöhungen zu zwingen", kommentierte heute der freiheitliche Gesundheitssprecher eine Meldung zum prognostizierten Krankenkassenabgang für die Jahre 2002-2004. ****

"Auf den Punkt gebracht, handelt es sich dabei um eine äußerst unseriöse Vorgangsweise. Was unterm Strich bleibt, ist eine massive Verunsicherung der Patienten. Wie "zuverlässig" solche Prognosen sind, demonstriert in eindrucksvoller Weise die Krankenkassenbilanz für das letzte Jahr: Prognostiziert wurden 5,8 Mrd. öS (422 Mill. Euro) Abgang, übrig blieben 2,05 Mrd. öS (149 Mill. Euro). Wenn die heute präsentierten Zahlen überhaupt einen Aussagewert haben, so jenen, daß der Kassenabgang auch heuer maximal ein Drittel der Prognose ausmacht. Alles andere dient ausschließlich dem Versuch, den Beitragszahlern mehr Geld herauszupressen. Dafür ist diese Regierung aber nicht zu haben", so Pumberger.

"Wie zuverlässig diese Zahlenspiele sind, sei an folgendem Beispiel verdeutlicht: Noch vor der Wahl 1999 beteuerte der damalige Präsident des Hauptverbandes Sallmutter, die Kassen hätten keinen Abgang. Nach der Wahl sprach er plötzlich von "noch nicht besorgniserregenden" 3 Mrd. öS. Erst als klar wurde, daß die SPÖ nicht mehr an der Macht war, präsentierte er der neuen Regierung eine Prognose über knapp 6 Mrd. öS. Offensichtlich richtet sich der prognostizierte Abgang danach, wie angenehm dem Hauptverband und seinen Genossen die amtierende Regierung ist", faßte Pumberger zusammen.

"Die neue Hauptverbandsführung ist daher aufgefordert, die unseriösen Zahlenspiele endlich zu beenden und vor allem endlich konkrete Vorschläge zu präsentieren. Das einzige, was man in den letzten Wochen vom neuen Präsidenten zu hören bekam, waren seine kläglichen Versuche, sein arbeitsloses Einkommen mit dem Aufwand für Ballbesuche zu rechtfertigen", schloß Pumberger. (Schluß)

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