SPÖ Margareten stellt sich strikt gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit

Die sozialdemokratische Fraktion beantragt die Überprüfung aller Margaretner Straßennamen

Wien (SPW) Die SPÖ Margareten wird in der nächsten Bezirksvertretungssitzung die Überprüfung aller Margaretner Straßennamen beantragen. Ausgelöst durch die Diskussion um die Stauraczgasse sollen durch das Aufstellen von Zusatztafeln und durch weitere Maßnahmen wie Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen etc. die BewohnerInnen des 5. Wiener Gemeindebezirks über die geschichtliche Bedeutung jener Straßennamen informiert werden, die historisch zu hinterfragen sind. "Uns ist bewusst, dass wir mit der Geschichte unseres Bezirkes sehr verantwortungsbewusst umgehen müssen. Deshalb wird die sozialdemokratische Fraktion die Überprüfung aller Margaretner Straßennamen beantragen, damit bei jenen Straßen, wie im konkreten Fall die Stauraczgasse, durch das Anbringen von Zusatztafeln Aufklärungsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus geleistet wird", erklärte der SPÖ-Klubvorsitzende des 5. Bezirks, Erwin Lucan, am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. ****

Die SPÖ Margareten beschloss gestern in ihrer fraktionellen Klubsitzung, einen Antrag auf Überprüfung aller Straßenbenennungen in Margareten für die nächste Bezirksvertretungssitzung zu stellen. Ausschlaggebend dafür waren die Diskussion und die Bemühungen eines Wiener Rechtsanwaltes um die Umbenennung der Stauraczgasse, benannt nach einem Wiener Priester und Anhänger der christlich - sozialen Partei Luegers, Franz Stauracz. "Antisemitismus egal ob in der Vergangenheit oder Gegenwart ist unentschuldbar und wir müssen alles dazu tun, um ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen zu ermöglichen," begründete Lucan den Antrag.

Die sozialdemokratische Fraktion Margaretens wird in ihrem Antrag Bezirksvorsteher Kurt Wimmer ersuchen, zusätzliche Schritte zur Aufklärungsarbeit durch Ausstellungen, Bezirksführungen, Diskussionsveranstaltungen und dergleichen zu setzen, um alle BewohnerInnen des 5. Wiener Gemeindebezirks in die historische Aufarbeitung der Margaretner Straßennamen miteinzubeziehen. "Selbstverständlich werde ich, im Rahmen der finanziellen Mittel des Bezirks, alles veranlassen, um gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit aufzutreten", so Bezirksvorsteher Ing. Kurt Wimmer in einer ersten Reaktion. (Schluss) gd

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