Baustiftung und Konjunkturbelebungsprogramm - Bitte warten?

Über 100.000 arbeitslose Bau- und Holzarbeiter haben kein Verständnis für weitere Verzögerung

Brunn/Gebirge (GBH/ÖGB). Die dramatische Arbeitslosigkeit stand im Mittelpunkt der heutigen Beratungen des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Bau-Holz in Brunn/Gebirge.++++

"Die mehr als 100.000 arbeitslosen Bau- und HolzarbeiterInnen müssen nun die Rechnung für die verfehlte Konjunktur- und Arbeitsmarktpolitik der blau-schwarzen Bundesregierung zahlen. Sämtliche Warnungen der Gewerkschaft Bau-Holz wurden ignoriert. Ergebnis der blau-schwarzen Politik: Ein Drittel aller Arbeitslosen in Österreich kommt aus den Bau- und Holzbranchen", erklärte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer.

"Der kurze Hoffnungsschimmer, als die Bundesregierung endlich die Schaffung einer Baustiftung und einen wirksamen Konjunkturbelebungsplan ankündigte, musste mittlerweile der Ernüchterung weichen, dass den Worten keine wirksamen Taten gefolgt sind", so Driemer weiter, "der großangelegte Generalverkehrsplan enthält im Wesentlichen nur eine Zusammenfassung längst verabschiedeter Projekte, das Konjunkturbelebungsprogramm setzt zu wenig und teilweise auch falsche Schwerpunkte und eine Baustiftung ist bisher über gute Ansätze nicht hinausgekommen. Einer Qualifizierungsoffensive wie von der Gewerkschaft Bau-Holz konzipiert tritt diese Bundesregierung nicht näher. Hinter jedem Arbeitslosen steht aber ein persönliches Schicksal. Arbeitslosigkeit bringt nicht nur für den Betroffenen, sondern auch für seine Familie Leid und finanzielle Entbehrungen."

In einem einstimmig angenommenen Beschluss verurteilte der Bundesvorstand daher jede weitere Verzögerung bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in den Bau- und Holzbranchen.

ÖGB, 5. März 2002
Nr. 183

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