Siegel für sicheren Kundenraum

"Josefstadt - ganz schön sicher" und "Sicher Leben" präsentieren am 7. März 2002 das neue Projekt "Kundenfreundlicher Geschäftsraum".

Wien (OTS) - Geschäftsleute werden eingeladen mehr Rücksicht zu nehmen auf die Bedürfnisse alter und gebrechlicher Kunden. Werden bestimmte Kriterien erfüllt, z. B. Barrierefreiheit und Sicherheit, können Geschäftsräume ein Gütesiegel erhalten - vorerst aber nur im 8. Wiener Gemeindebezirk.

Ein bequemer und beleuchteter Eingang. Eine Auffahrrampe für Kinderwägen und Rollstühle. Eine Türe, die sich auch von Kindern und älteren Menschen leicht öffnen lässt und die sich langsam schließt. Genug Licht, Übersichtlichkeit, sanfte Kanten und ein Stuhl zum Hinsetzen. Solche Geschäftslokale haben etwas zum Wohlfühlen, vermitteln Ästhetik und passen zu den Menschen, die ihre Besorgungen machen. Und sie sind sicher, denn sie schützen vor Stolpern und anderen Unfällen. Schließlich müssen jährlich 800 Sturzunfälle in Häusern und Gebäuden in der Josefstadt spitalsbehandelt werden. Stolperunfälle machen einen nicht unerheblichen Anteil an der Gesamtzahl aller Unfälle aus, nämlich 23 Prozent. Diese Bilanz lässt nach möglichen Verbesserungen suchen.

Geschäfträume für ältere Menschen, Kinder und Personen mit Behinderung

"Josefstadt - ganz schön sicher" und das Institut "Sicher Leben" verleihen für Geschäftsgestaltungen, die für alle Besucher besonders aber auch für ältere Menschen, Kinder oder Personen mit einer Behinderung komfortabel und angenehm sind, ein Qualitätssiegel. Dieses Siegel dient nicht nur zur Imagepflege, sondern weist auch darauf hin, dass auf Serviceleistung und Sicherheit besonderen Wert gelegt wird. Alle Handels- und Gewerbebetriebe der Josefstadt sind eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Geschäftsräume zu prüfen und eventuell umzugestalten. Geschäftsleute können sich zudem kostenlos beraten lassen.

Kriterien für Gütesiegel

Die Kriterien für den Erhalt des Siegels für "Komfort und Sicherheit" orientieren sich an den Bauvorschriften. Sie nehmen aber auch Bezug auf die besonderen Bedürfnisse der Einkaufenden, die mit Taschen, übermütigen Kindern oder schon müden Beinen ein Geschäft, eine Praxis, ein Büro oder einen Gewerbebetrieb betreten. So gelten u.a. verzögerte Schließmechanismen bei automatischen Türen, Türdurchgangsbreiten von mindestens 80 cm, gut markierte und rutschsichere Stufen mit beidseitigen Handläufen oder Abtretmatten aus Material, das beim Befahren mit Kinderwagen oder Rollstuhl nicht einsinkt, als obligatorisch. "Unsere Kriterienliste ‚Kundenfreundlicher Geschäftsraum' verlangt mehr als nur die Erfüllung der Norm", meint Dr. Sonja Kinigadner, Projektleiterin von "Josefstadt - ganz schön sicher" und setzt damit neue Maßstäbe in der Josefstadt, "Die ausgezeichneten Geschäftsräume sind einladend, komfortabel und gleichzeitig sicher".

Präsentation mit Publikumswettbewerb

Seinen Probelauf erlebte das Gütesiegel in der Josefstadt, einem Bezirk mit vielen kleinen, "old-fashioned" Geschäften. Die erste Auszeichnung erwarb sich die Papierwarenhandlung Waldbauer, die zu diesem Anlass z. B. scharfkantige Regalwände und Tische mit spitzen Ecken in Augenhöhe der 2-jährigen durch sanfte Holzkonstruktionen ersetzte. Das Projekt "kundenfreundlicher Geschäftsraum" wird von einem Publikumswettbewerb begleitet. In diversen Geschäften werden Stimmkarten aufliegen, die den Kunden die Möglichkeit geben das kundenfreundlichste Geschäft (unter der Tel: 402 19 16 oder unter http://www.sicherejosefstadt.at) der Josefstadt zu wählen. Anreiz dazu: Wer wählt, gewinnt (vielleicht).

Präsentiert wird das innovative Projekt am 7. März um 18:30 Uhr bei Waldbauer, Josefstädterstr. 13-17. Die ersten Verleihungen gehen an drei alteingesessene Betriebe der Josefstadt: Das Papierwarengeschäft Waldbauer, die Bäckerei Hammerschmidt und den Gastwirtbetrieb Heidenkummer.

Rückfragen & Kontakt:

Institut Sicher Leben
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71 770/0

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