ARBÖ: Hustenanfall ist keine Verweigerung

Als Annahme der Alkotest-Verweigerung kann der Husten nicht dienen

Wien (ARBÖ) - Ein Beamter fordert zum Alkotest auf. Das Hauchen
in das beliebte "Röhrl" muss aber wegen eines heftigen Hustenanfalls abgebrochen werden. Soweit noch die Übereinstimmung zwischen Fahrzeuglenker und Beamten. Letzterer missversteht jedoch den unfreiwilligen Abbruch als Verweigerung des Alkotests: Eine Simulation des Hustens wird vermutet. Die drastische Folge war eine Anzeige wegen Alkotest-Verweigerung, wie ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert berichtet.

Der Autofahrer, dem dies widerfuhr, konnte aber mit Hilfe eines ärztlichen Attests nachweisen, dass er zum fraglichen Zeitpunkt tatsächlich an Husten und anderen Erkältungssymptomen litt. Die ARBÖ-Verkehrsjuristin: "Das Berufungsverfahren beim Verwaltungsgerichtshof endete zu seinen Gunsten." Mag. Göppert weiter: "Erleidet ein Verkehrsteilnehmer beim Alkotest einen Hustenanfall, sodass er den Test verzögern oder abbrechen muss, ist eine Anzeige wegen Alkotest-Verweigerung unangemessen, entschied der Verwaltungsgerichtshof."

Im Zusammenhang mit diesem Urteil warnt der ARBÖ allerdings auch vor der Annahme, promilleträchtige Autofahrer könnten künftig einem Alkotest durch schauspielerisch gut simulierte Hustenanfälle entgehen. Den Exekutivbeamten ist hingegen zu empfehlen, sich in solchen Fällen ein paar Minuten Geduld abzuringen: einmal muss ja ein Ende sein...

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