Junge Industrie: "Ladenschlussliberalisierung" muss auf politischer Agenda bleiben

Junge Industrie: Österreich bleibt Schlusslicht in Europa und entkoppelt sich vom europäischen Reform-Mainstream

Wien (5. März 2002) Die Junge Industrie, die Jugendorganisation der Industriellenvereinigung, tritt seit einigen Jahren für eine völlige Deregulierung der Ladenschlusszeiten ein und unterstützt somit das Anliegen von Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, die Öffnungszeiten von derzeit 66 auf 72 Stunden pro Woche auszudehnen. In der Regierungsklausur Ende 2000 wurde dies auch mit dem Koalitionspartner fixiert, doch jetzt scheint alles anders. In der Regierungsklausur Ende dieser Woche bleibt das Thema ausgeklammert und wird somit von der politischen Agenda gestrichen. "Die Flexibilisierung der Arbeitszeiten hat eine besondere Symbolhaftigkeit, denn vor allem auf europäischer Ebene- auch beim Barcelona- Gipfel in der kommenden Woche- wird das Thema Liberalisierung groß geschrieben. Österreich bleibt bei den Öffnungszeiten aber weiterhin Schlusslicht in der EU", sagt Bundesgeschäftsführerin der Jungen Industrie Nadja Frischenschlager-Gowayed.

Es sei aus Sicht der JI nicht nachzuvollziehen, warum in wirtschaftspolitischen Fragen einmal mehr auf die Bremse gestiegen wird, denn gerade die Liberalisierung im Bereich der Öffnungszeiten würde die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs steigern. "Wir sind enttäuscht, dass diese Regierung, die sich selbst als Reformregierung bezeichnet und die Österreich als Reformland in der EU positionieren möchte, nicht erkennt, dass sie damit in Sachen Wirtschaftspolitik und Reformen ein schlechtes Zeichen setzt", betont Frischenschlager-Gowayed. Dieses Thema muss daher in dieser Legislaturperiode noch behandelt werden!

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