AMS: Ende Februar gab es um 39.0000 mehr Arbeitslose-

Arbeitslosigkeit stieg um 15,6 % auf rund 287.000 Jobsuchende - Vom Anstieg waren vor allem Produktions- und Dienstleistungsberufe sowie Wien und Vorarlberg betroffen

Wien (5.3.2002) - Der Anstieg der Arbeitslosigkeit setzte sich im Februar weiter fort. Mit 287.049 Jobsuchenden nahm die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahr um 38.687 Personen oder 15,6 % zu. Die nach EU-Kriterien ermittelte saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag im Februar bei 3,7 % (vorläufiger Wert) nach 3,9 % im Vormonat. Die nach nationalen Kriterien errechnete Arbeitslosenquote stieg von 7,5 auf 8,5 %.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt blieb auf hohem Niveau: Im Februar verzeichneten die regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice (AMS) 58.071 Zugänge (um 2.784 oder 5,0 % mehr als im Vorjahr) und 76.513 Abgänge (um 4.043 oder 5,6 % mehr als im Vorjahr) aus der Arbeitslosigkeit. Weiter gesenkt werden konnte die Dauer der Arbeitslosigkeit: Im Februar war eine arbeitslose Person im Durchschnitt 90 Tage ohne Job, um 14 Tage weniger als im
Vorjahr.

Ende Februar waren 186.365 Männer und 100.684 Frauen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr fiel der Arbeitslosenanstieg bei den Frauen (plus 14.180 oder 16,4 %) niedriger aus als bei den Männern (plus 24.507 oder 15,1 %). Fast ein Drittel (88.405 oder 30,8 %) der arbeitslos gemeldeten Personen hatte eine (Wieder)Einstellungszusage eines Arbeitgebers.

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr waren alle drei großen Berufsbereiche betroffen: In den Produktionsberufen war der Zuwachs der Arbeitslosigkeit mit 20,9 % (plus 14.678) am
relativ stärksten. Vom Anstieg waren vor allem Personen aus Metall/Elektroberufen und Hilfsberufen betroffen. Im Dienstleistungsbereich stieg die Zahl der Jobsuchenden um 19.311 oder 20,6 %. Dafür ausschlaggebend waren Zunahmen bei den Büro-, Handels-, Reinigung-, Verkehrs- und technischen Berufen. In den Saisonberufen stieg die Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4.668 oder 5,5 %. Vom Anstieg waren vor allem Bauberufe (1.397 oder 2,4 %) und Fremdenverkehrsberufe (plus 2.961 oder 15,9 %) betroffen.

Wie bereits in den Vormonaten nahm die Arbeitslosigkeit in allen Altersgruppen zu. Bei den unter 25-Jährigen stieg die Arbeitslosigkeit um 7.118 oder 20,8 %, bei Personen im Haupterwerbsalter zwischen 25 und 49 Jahren nahm die Zahl der Jobsuchenden um 24.169 oder 14,7 % zu. Bei den über 50-Jährigen lag die Arbeitslosigkeit um 7.400 oder 14,9 % über dem Vorjahresniveau.

Nach Regionen betrachtet war die ungünstige Entwicklung am Arbeitsmarkt in allen Bundesländern feststellbar. Den relativ stärksten Arbeitslosenanstieg gab es in Wien (plus 29,3 %), in Vorarlberg (plus 29,1 %) und in Oberösterreich (plus 15,1 %). Mittlere Zunahmen gab es in Salzburg (plus14,4 %), in der
Steiermark (plus 10,7 %), in Niederösterreich (plus 9,3%) und in Kärnten (plus 8,2 %). In Tirol (plus 5,4 %) und im Burgenland (plus 2,8 %) war der Anstieg vergleichsweise am niedrigsten.

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