AMS Wien: Arbeitslosigkeit am Bau steigt weniger rasant

85.363 Arbeitslose Ende Februar 2002 in Wien - Anstieg von 29,3 Prozent gegenüber Februar 2001 - AMS Wien-Sonderprogramm zur Förderung von Kurskosten vor allem für Jugendliche und Frauen

Wien (OTS) - Mit 85.363 arbeitslos registrierten Menschen ist Ende Februar 2002 ein Anstieg von 29,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die vorläufige Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent. Es sind 53.146 Männer (plus 28,1 Prozent gegenüber Februar 2001) und 32.217 Frauen (plus 31,3 Prozent gegenüber Februar 2001) arbeitslos gemeldet.

AMS Wien-Sonderprogramm zur Förderung von Kurskosten

Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet einen Kostenersatz von bis zu 100 Prozent für Qualifizierungsmaßnahmen, welche die Aufnahme einer Beschäftigung oder Lehrausbildung zur Folge haben. Die Beihilfe wird für Qualifizierungskurse mit einer Dauer von bis zu 8 Wochen und in einer Höhe bis zu 2500 € gewährt.

Mit diesem Sonderprogramm soll Unternehmen ein Anreiz geboten werden, Arbeitslose und Lehrstellensuchende einzustellen, bei denen punktuelle (Nach-) Qualifizierungen erforderlich sind.

Wichtig ist, dass der/die Arbeitsuchende mit dem/der zuständigen BeraterIn im AMS Wien rechtzeitig vor Beginn der Beschäftigung und vor Beginn der Qualifizierungsmaßnahme Kontakt aufnimmt und der künftige Dienstgeber den Qualifizierungsbedarf bestätigt.

Mit diesem Programm sollen besonders Jugendliche und Frauen gefördert werden, die Förderung steht aber allen Arbeitsuchenden offen.

Offene Stellen Das AMS hatte Ende Februar 3.634 offene Stellen in seinen Datenbeständen (ein Minus von 30,2 Prozent gegenüber Februar 2001). Die Wirtschaft meldete dem AMS aber mit 3.116 neuen Aufträgen um 729 oder 30,5 Prozent mehr neue offene Stellen als im Jänner 2002.

Arbeitslosigkeit nach Berufen Nicht mehr die Bauberufe (mit 11.625 Arbeitslosen ein Plus von 20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit prozentuell am stärksten betroffen, sondern die Technischen Berufe (aktuell 2.884 Vorgemerkte, ein Plus von 58,5 Prozent), Büroberufe (12.525 Vorgemerkte = plus 36,3 Prozent), Handel (7.505 = plus 35,1 Prozent). Auch Verkehr (plus 32,9 Prozent auf 4.165 Personen) und Fremdenverkehr (plus 32,8 Prozent auf 8.147 Personen) sind deutlich vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitslosigkeit nach Alter Auch in diesem Monat steigt die Arbeitslosigkeit bei den 19 bis unter 25-Jährigen am stärksten an. 8.070 arbeitslos Vorgemerkte bedeuten ein Plus von 37 Prozent gegenüber Februar 2001. Eine leichte Entspannung ist bei den 15 bis unter 19-jährigen zu verzeichnen: Mit 1.044 ein Minus von 2,1 Prozent. Im Haupterwerbsalter steigt die Arbeitslosigkeit um ca. 32 Prozent.

Ausländerarbeitslosigkeit 21.2294 Ausländer waren Ende Februar arbeitslos vorgemerkt, das sind plus 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Lehrstellenmarkt 448 junge Menschen sind aktuell lehrstellensuchend, um 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig hat aber auch die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellen zugenommen, um 9,7 Prozent auf 147. 1.684 Jugendliche suchen für später eine Lehrstelle oder befinden sich in Lehrgängen nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG). Demgegenüber stehen 912 Lehrstellen, die dem AMS jetzt schon gemeldet wurden, aber später zur Verfügung stehen.

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