Literatur im März: Frauen - was nun?

Eröffnung am Donnerstag, 7. März

Wien, (OTS) Am Donnerstag beginnt in der Kunsthalle Wien im Museumsquartier die diesjährige "Literatur im März", die dem Thema "Frauen - was nun?" gewidmet ist. Bis Sonntag setzen sich in der vom Kunstverein Wien organisierten Veranstaltungsreihe AutorInnen, WissenschaftlerInnen, PublizistInnen und KünstlerInnen mit diesem Themenkreis unter den verschiedensten Aspekten auseinander. Die Eröffnung in der Kunsthalle um 19 Uhr nimmt Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny vor, den Eröffnungsvortrag hält Christina Thürmer-Rohr, eine der Symbolfiguren der deutschen Frauenbewegung. Sie setzt sich mit den Perspektiven feministischer Kritik auseinander. Weiters am Eröffnungsabend zu hören: Ljudmila Ulitzkaja, eine der wichtigsten weiblichen Stimmen aus Russland und Christine Angot, eine der derzeit erfolgreichsten Autorinnen Frankreichs. Den Abschluss des Abends bildet die Performance für Mara Mattuschka "Es kann nicht mehr".****

In weiterer Folge setzt sich die Veranstaltungsreihe, die das Thema Frauen 20 Jahre nach der "Literatur im März" "Macht und Ohnmacht der Frauen" wieder aufgreift, mit der Frage auseinander, was sich in diesen zwei Dekaden geändert hat, wie das Rollenbild der Frau heute aussieht, was Schlagworte wie "Gentechnik", "Migration" und "Globalisierung" oder "Neue Medien" und "New economies" für die Frauen bedeuten.

So werden am Freitag, 8. März, Geschichte und Status quo der Frauenbewegung von einer Gesprächsrunde, der u.a. Ex-Kulturstadträtin Ursula Pasterk und Eva Rossmann angehören, diskutiert. Prominente lesende Gäste dieses Tages sind Antje R. Strubel, Olga Tocarczuk und Klaus Theweleit.

Der Samstag steht unter dem Motto "FrauenWelten" und setzt sich mit Problemen der Migration, des Lebens zwischen der eigenen und fremden Kultur auseinander. Es lesen Assia Djebar, die die Gewalt gegen die Frauen im Islam thematisiert, die türkisch-deutsche Autorin Emine Sevgi Özdamar und die in Deutschland lebende Japanerin Yoko Tawada sowie Bernardine Evaristo, literarischer Shooting Star aus Großbritannien. Zwei DJs der Gruppe "female pressure" besorgen den musikalischen Abschluss des Abends.

Beziehungen und Spannungen zwischen den Geschlechtern stehen am Sonntag unter dem Motto "Geschlechterdifferenzen" zur Diskussion. Gäste des Tages sind der junge deutsche Schriftsteller Thomas Hettche, Thea Dorn, erfolgreiche Krimischriftstellerin, die österreichische Autorin Margit Schreiner ("Haus, Frauen, Sex") und Ursula Krechel, eine wichtige Autorin der feministischen Literaturszene in Deutschland. Klaus Nüchtern moderiert ein Gespräch zum Thema "Phänomen Mann", an dem Birgit Buchinger, Edit Schlaffer und der Pädagoge Edgar Forster teilnehmen.

Film- und Videoprogramme zu den jeweiligen Tagesthemen ergänzen das literarische Angebot. Zu sehen sind Werke österreichischer Künstlerinnen von Valie Export bis Lisl Ponger.

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(Schluss) gab/rr

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