Verbraucherpreisindex: Rechnerische Strompreiserhöhung von 1,4 % nur bedingt repräsentativ

Berechnung von September 2001 bis heute ergibt Senkung von 1,3 %

Wien (OTS) - Die heute im ORF veröffentlichte Preiserhöhung für elektrische Energie ab Oktober 2001 von 1,4 % ist nur sehr bedingt repräsentativ. "Würde man zum Beispiel die heutigen Preise mit den Preisen im September 2001 vergleichen, so ergäbe sich eine Preissenkung von 1,3 %! Insgesamt ist aber weder eine Beobachtung von vier Monaten noch von fünf Monaten für eine Bewertung des Liberalisierungserfolges ausreichend.", erläutert der Geschäftsführer der Elektrizitäts-Control GmbH, DI Walter Boltz. "Wir glauben, dass man wohl zumindest ein Jahr abwarten sollte, um die Liberalisierung wirklich zu beurteilen, nicht zuletzt gerade auch bei den Haushaltskunden, die in einzelnen Bundesländern nur zweimal pro Jahr kündigen können. Das Nutzen der Liberalisierungsmöglichkeiten wird daher statistisch gesehen nur schrittweise in den veröffentlichten Zahlen sichtbar werden."

Die von der E-Control bereits 2001 eingeleiteten Netztarifprüfungsverfahren werden zusätzlich zu Kostensenkungen für die Haushalte führen. Auch diese Effekte werden sich erst in den nächsten Monaten in den offiziellen Statistiken widerspiegeln. "Dabei wird es allein in Wien für die Konsumenten zu Kostensenkungen von über 8 % bei den Netztarifen kommen, was für den Verbraucherpreisindex-Strom eine etwa 0,6%ige Senkung bedeuten sollte.", so DI Walter Boltz.

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