Österreicher sind Dauergäste auf den Messen in Leipzig / Leipziger Oberbürgermeister und Messechef laden die Grazer in die Sachsenmetropole ein

Leipzig (ots) - Der Oberbürgermeister der traditionsreichen deutschen Messestadt Leipzig, Wolfgang Tiefensee, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH, Werner M. Dornscheidt, präsentieren ihre Heimatstadt am Montag vor Grazer Journalisten und Wirtschaftsvertretern. Im Anschluss daran folgen die beiden Leipziger einer Einladung von Bürgermeister Alfred Stingl in das Grazer Rathaus.

Mit dem Besuch in Graz setzen Wolfgang Tiefensee und Werner M. Dornscheidt eine Präsentationsreihe fort, die sie in die wichtigsten europäischen Wirtschaftsstädte führt. "Leipzig und die Leipziger Messe haben in den letzten zwölf Jahren eine rasante Entwicklung genommen", begründet Messechef Dornscheidt das Anliegen der Städtereisen. "Wir informieren in ganz Europa darüber, welche Möglichkeiten der Handelsplatz Leipzig im Zentrum europäischer Märkte heute bietet. Viele Leipziger Fachmessen haben sich zu zentralen Branchenplattformen entwickelt. Ein Mehrwert ist ganz sicher die wunderschön restaurierte historische Leipziger Innenstadt mit ihren Kulturangeboten sowie über 1.500 Restaurants und Cafés. Ein Besuch in Leipzig lohnt sich daher aus verschiedenen Gründen."

Leipzig, die Wirtschaftsmetropole der neuen Bundesländer, machte in jüngster Zeit vor allem wegen mehrerer Großinvestitionen von sich reden. Beispielsweise bauen die Automobilriesen BMW und Porsche ihre neuen Werke in Leipzig. Mercedes errichtete ein Gebrauchtwagenzentrum für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge am Rande der Messestadt. Im Gefolge siedeln sich zahlreiche Zulieferer an. Ein anderes Beispiel für die wirtschaftlicher Prosperität der Sachsenmetropole ist das Wachstum der Medien-, Kommunikations- und IT-Branche. Mittlerweile erwirtschaftet dieser Sektor fast ein Viertel des städtischen Gesamtumsatzes und beschäftigt jeden 7. Leipziger Einwohner.

Immer häufiger wird der Name Leipzig in Verbindung mit dem deutschen Energiemarkt genannt. Im Juli 2000 nahm die erste deutsche Strombörse, die Leipzig Power Exchange (LPX), den Handel auf. Heute werden hier schon fünf Prozent des deutschen Strommarktes gehandelt. Die LPX steht kurz vor der Fusion mit der Frankfurter Strombörse European Energy Exchange (EEX); Hauptsitz der dann einzigen deutschen und größten Strombörse Kontinentaleuropas wird Leipzig sein. In den nächsten vier bis fünf Jahren soll die Fusionsbörse im Spotmarkt einen 20-prozentigen Marktanteil am inländischen Stromhandel erreichen. Der Terminmarkt soll bis 2006 auf das Dreifache des Spotvolumens kommen. An der LPX sind derzeit 83 in- und ausländische Firmen aktiv, nach der Fusion werden zunächst über 90 erwartet.

Wachsende Branchen in Leipzig sind außerdem die Umwelttechnik, der Bereich Gesundheit/Biotechnologie und Medizintechnik sowie der Dienstleistungssektor.

Zu den Gründen für das investitionsfreundliche Klima in Leipzig gehört zum einen die hochmoderne Infrastruktur. Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurden die Straßen-, Schienen- und Telekommunikationsnetze auf der Basis aktueller Standards erneuert und zählen heute in weiten Teilen zu den modernsten Deutschlands. Zum anderen setzt die Leipziger Verwaltung auf eine ausgeprägte Dienstleistungsmentalität mit flexibler Verwaltung. So nahmen die Baugenehmigungen für das Porsche-Werk gerade vier Wochen in Anspruch, für eine Siemens-Fabrik sechs Wochen. Dr. Volker Jung vom Zentralvorstand der Siemens AG kommentierte: "Die Genehmigung des Bauantrages in nur sechs Wochen - das sind Bearbeitungszeiten, von denen wir sonst nur träumen können." Auch in der Wirtschaftspresse genießt Leipzig als "unternehmerfreundlichste Stadt" Deutschlands einen guten Ruf.

Messestadt Leipzig

Als "älteste und zugleich jüngste Messestadt" bezeichnet Werner M. Dornscheidt Leipzig. Der Messechef verweist einerseits auf die Tradition als "Mutter aller Messen" mit einer über 800-jährigen Geschichte. Andererseits betont er die jungen und innovativen Fachmessen, die nach der deutschen Wiedervereinigung entstanden sind. Zu den Stammgästen der jährlich etwa 30 Leipziger Messen gehören zahlreiche Aussteller und Besucher aus Österreich. Das Spektrum der Veranstaltungen umfasst die Themen Automobil; Bau, Handwerk und Immobilien; Energie und Umwelt; Buch; Freizeit; Medizin und Gesundheit; Informations- und Kommunikationstechnologien; Textilien-und Innenausstattung; Tourismus und Zulieferindustrie.

Zu den europaweit bekanntesten Messen zählen die Leipziger Buchmesse, die Auto Mobil International, die BauFach und die denkmal. Unlängst hat sich auch die internationale Fachmesse Orthopädie + Reha-Technik an den Standort Leipzig gebunden (für zunächst zehn Jahre). Die renommierte Veranstaltung fand sonst an wechselnden Messeplätzen statt. Eine erfolgreiche Premiere feierte 2001 die Energiemesse enertec, die aus der Umweltmesse TerraTec hervorgegangen ist. Neu in diesem Jahr ist die GC - Games Convention, die europaweit erste Publikumsmesse für elektronische Unterhaltung. Als Aussteller haben sich hier bereits sämtliche Marktführer der Branche angekündigt.

ots Originaltext: Leipziger Messe GmbH

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