Umweltberatung: Das ganze Jahr hindurch Vitamine genießen

Wien, (OTS) BSE im Rindfleisch, Antibiotika im Schweinefleisch, Pestizide auf Paprika! Die Lebensmittelskandale der letzten Zeit haben viele KonsumentInnen verunsichert. Sichere und gesunde Lebensmittel werden gerade jetzt verstärkt nachgefragt. Heimisches Saisongemüse, am besten aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft, sichert eine gesunde Ernährung. Beim täglichen Einkauf ist es oft schwierig, im Angebotsdschungel gesunde Produkte zu finden. Ein durchschnittlich großer Supermarkt hat ca. 8.000 Lebensmittel gelistet, in den Regalen ist Obst und Gemüse aus aller Welt das ganze Jahr über vertreten. Die Palette reicht von Ananas über Guaven bis zu Zitrusfrüchten aller Art. Ebenso reich und exotisch ist die Gemüseauswahl. Gurken, Tomaten und Zucchini, eigentlich typisches Sommergemüse, gehören zum Standard-repertoire jedes Supermarkts. Saisonales, einheimisches Obst und Gemüse ist jedoch oft nur wenig vertreten.

Teuer bezahlte Vitamine

Die modernsten Anbaumethoden in der konventionellen Landwirtschaft und Transporte rund um den Globus erlauben ein jahreszeitenunabhängiges Angebot an Obst und Gemüse. Das aber hat seinen Preis! So knackig und grün die in Folien verpackten Salate, Gurken oder Paprika auch scheinen, so erschreckend sind die Anbaubedingungen. Laut Klimabündnis Kärnten braucht südspanisches Frühgemüse 3-bis 4-mal mehr Pestizide als holländisches. Schlecht bezahlte Arbeitskräfte müssen unter größten Strapazen und Einwirkung von giftigen Pestiziden und unter den Plastikfolien ihre Arbeit verrichten. Die Rückstände der eingesetzten Chemikalien finden sich schließlich im Endprodukt und gelangen somit auch auf unsere Teller. Doch das muss nicht sein!

Bio-Saisongemüse als Alternative

Heimisches Saisongemüse aus biologischer Landwirtschaft unterliegt strengen gesetzlichen Auflagen. Das Angebot an biologischen Lebensmitteln ist größer und günstiger geworden und stellt eine gute Alternative zu weitgereisten Importprodukten dar. "Heimisches Bio-Obst und -Gemüse wird reif geerntet, hat dadurch den vollen Geschmack und einen hohen Vitamingehalt. Eine an die Jahreszeiten angepasste Ernährungsweise ist ernährungsphysiologisch von Vorteil. Auch Lagerware wie Kraut, Erdäpfel und Rüben hat noch einen hohen Vitamingehalt", weiß Mag. Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von "die umweltberatung".

Die positiven Auswirkungen des Konsums von saisonalen Lebensmitteln auf die Umwelt sind unumstritten. Vergleicht man den Energieeinsatz für die Produktion von 1 kg Paradeiser im Freiland mit der Produktion im Treibhaus, so ist der Energieeinsatz im Treibhaus ca. 3 mal so hoch. Heimisches Gemüse aus dem Freiland wird mit deutlich geringerem Energieeinsatz produziert, wird vollreif in der Saison geerntet und nur kurze Strecken transportiert.

BIO: gut für Mensch und Umwelt

Biobauern betreiben aktiven Klimaschutz: Durch die Produktion im natürlich Kreislauf und den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und Düngemittel produzieren sie mit einem Minimum an Energie und einem minimalen CO2-Ausstoß ein Maximum an Qualität. Der Griff zu biologischen Lebensmitteln sichert somit nachhaltig Lebensqualität, und auch die Bauern leben gesünder! Biobauern betreiben Pflanzenschutz durch geeignete Sortenwahl, Förderung der Bodengesundheit, Fruchtfolge, Mischkultur, Gründüngung etc. Darüber hinaus ist der Einsatz von Gentechnik strikt untersagt.

Auch die Tiere leben besser

"Die artgerechte Tierhaltung ist in der biologischen Landwirtschaft durch die EU-Verordnung 2092/91 streng geregelt", versichert Veterinärmedizinerin Mag. Sabine Razzazi von "die umweltberatung". Das bedeutet unter anderem genügend Auslauf, biologische Futtermittel, ein Verbot von Antibiotika sowie von Stoffen zur Wachstums- und Leistungsförderung im Futter.
Hasen würden BIO kaufen: BIO schmeckt besser! "In Futterwahlversuchen bevorzugen sogar Kaninchen biologische Karotten", meint Mag. Razzazi. Was gerade Saison hat: Aktuelles Gemüse der Saison ist zum Beispiel im März frischer Feldsalat. Natürlich sollte auch Lagerware wie Erdäpfel, Zwiebeln, Sellerie, Rote Rüben, Lauch, Karotten, Chinakohl, und Wurzelgemüse auf dem Speiseplan stehen. Äpfel sind ebenfalls den ganzen Winter erhältlich. "Sicher genießen heißt saisonal und biologisch genießen!" ist Mag. Knieli überzeugt.

"die umweltberatung" informiert zu den Themen Lebensmittelqualität und Bioprodukte. Die kostenlose Broschüre "BIO einkaufen & erleben" gibt Auskunft darüber, woran man echte Bioprodukte erkennen kann. In der Broschüre finden sich auch zahlreiche Bezugsquellen. Dieser Ratgeber sowie leckere Saisonrezepte für das ganze Jahr können kostenlos unter der Telefonnummer 01/803 32 32 bzw. per E-Mail unter service@umweltberatung.at bestellt werden.

o JournalistInnenrückfragen betreffend Ernährung an:
Mag. Michaela Knieli
"die umweltberatung", 01/803 32 32-13
E-Mail: michaela.knieli@umweltberatung.at
Internet: www.umweltberatung.at/

(Schluss) vhs

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Verband Wiener Volksbildung
Michaela Pedarnig
Tel.: 89 174/19
e-mail: michaela.pedarnig@vwv.atPID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK