Präsidentenkonferenz: Pflanzenschutzmittel-Gesetze EU-weit harmonisieren

Jezik: Höchste Produktionsstandards bei Gemüse in Österreich

Wien, 4. März 2002 (AIZ). - "Österreich hat eines der strengsten Pflanzenschutzmittelgesetze in der EU. Unabhängig davon, ob ein Gemüsegärtner nach den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP) oder konventionell produziert, steht ihm im Vergleich zu anderen EU-Ländern nur ein sehr eingeschränktes Angebot an Pflanzenschutzmitteln zur Verfügung. Um zu gewährleisten, dass im ganzen EU-Raum die selben hohen Produktionsstandards eingehalten werden, wie in Österreich, ist eine EU-weite Harmonisierung der Pflanzenschutzmittelgesetzgebung notwendig. Denn derzeit stören Wettbewerbsverzerrungen durch unterschiedlich hohe Produktionsstandards den Binnenmarkt und schwächen den österreichischen Gemüsebau", stellte heute der Vorsitzende des Ausschusses für Gemüse und Zierpflanzenbau der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern und Vizepräsident der Wiener Landwirtschaftskammer, Wilhelm Jezik, fest.

Beanstandete Mittel bei uns verboten

In den letzten Tagen wurde vermehrt über Pestizidrückstände bei Gemüse, das in Österreich in den Handel gelangt, berichtet. Diese Werte wurden im Zuge des regelmäßigen EU-Pestizidmonitorings erhoben, das in allen Mitgliedsstaaten durchgeführt werden muss. "Die Berichte führen jedoch die Konsumenten in die Irre, weil nicht klar ist, ob und zu welchem Teil das untersuchte Gemüse aus heimischer beziehungsweise ausländischer Produktion stammt. Jedenfalls kann es nicht so sein, dass die heimischen Gemüsegärtner, die zu einem großen Teil nach den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP) arbeiten, für ausländische Betriebe gerade stehen müssen. Denn diese setzen Mittel ein, die in Österreich gar nicht zugelassen sind", erklärte Jezik.

Sicherheit gewährleistet

"Beim Gemüsekauf sollte der Konsument jetzt umso mehr auf die Herkunft der Produkte achten. Mit den ersten Gurken aus heimischer Produktion ist schon ab Mitte März zu rechnen, mit Tomaten und Paprika ab Anfang April. An oberster Stelle steht für uns die Sicherheit der Konsumenten. Und die ist beim Verzehr von österreichischen Produkten gewährleistet", appellierte Jezik an die Verbraucher, zu heimischer Ware zu greifen.

Was kommt wann von wo?

Als Unterstützung für die Konsumenten erläuterte Jezik das Marktangebot der Gemüseproduzenten: "Generell sind Rispentomaten von April bis Dezember auf dem Markt, lose Tomaten von April bis November, Gurken von März bis Oktober und Paprika von April bis November. Wenn im Februar also Paprika aus Österreich angeboten werden, kann man sicher davon ausgehen, dass das Gemüse falsch deklariert wurde. Wichtig ist es, sich als Konsument immer genau über die Herkunft der Produkte zu informieren. Nur so kann Sicherheit für den Konsumenten gewährleistet werden."
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