PARLAMENT: ZIERLICHTE IM OBEREN VESTIBÜL WIRD ERNEUERT Rampendurchgang für einige Monate gesperrt

Wien (PK) - Im Rahmen des diesjährigen Bauprogrammes des
Parlaments wird heute, Montag, mit der Sanierung der
Glaszierlichte und des Glasdachs über dem Oberen Vestibül begonnen. Auch wenn einem Besucher, der das Parlamentsgebäude
über das Haupttor auf der Rampe betritt, hier auf den ersten
Blick nichts renovierungsbedürftig erscheinen mag, ist Vorsicht geboten.

Das für den Betrachter verborgene Glasdach über dem Oberen Vestibül, das die Zierlichte vor Wettereinflüssen und Vögeln schützt, ist nämlich baufällig und muss - wie die Zierlichte selbst - dringend saniert werden. Schon im Frühjahr des
vergangenen Jahres wurden in einer ersten Sofortmaßnahme die
losen Bruchstücke von den Wänden, die das Glasdach tragen, entfernt, nachdem Verputz- und Mauerwerksteile abgebröckelt und
von einem Rundweg auf die Zierlichte gekollert waren. Jetzt wird eine Generalsanierung durchgeführt.

Im Rahmen der Arbeiten, die in Absprache mit dem Bundesdenkmalamt erfolgen, wird nicht nur das Glasdach vollständig erneuert,
sondern auch die Glaszierlichte ausgetauscht. Deren hauchdünne Milchglasscheiben werden durch dickere, begehbare Gläser ersetzt, zudem ist geplant, die Trägersprossen aus Metall zu verstärken
und goldfarben zu streichen. Nach Abschluss der Bauarbeiten im Oberlichtbereich wird schließlich eine neue Beleuchtung samt Sicherheitsbeleuchtung eingebaut.

Um die Sanierung durchführen zu können, ist es notwendig, hinter der Parlamentsrampe einen Kran aufzustellen und das über der Zierlichte liegende Glasdach mit einer Schutzeinhausung zu
versehen. Im Oberen Vestibül selbst werden zwei Gerüsttürme aufgestellt, die nicht nur für die Arbeiten benötigt werden, sondern auch die Funktion haben, die Baustelle staubdicht abzusichern. Dadurch ist gewährleistet, dass das Obere Vestibül während der voraussichtlichen Bauzeit vom 4. März bis zum 26.
Juli 2002 jeweils nur für kurze Zeitspannen gesperrt werden muss und das Haupttor des Parlaments benützbar bleibt.

Bedingt durch die Aufstellung des Kranes ist allerdings der Durchgang durch die Parlamentsrampe ab 18. März geschlossen. Der Zugang zum Besuchertor unter der Rampe ist ab diesem Zeitpunkt
nur noch vom Tor 1 her möglich.

Das Obere Vestibül ist der erste Raum, in den man gelangt, wenn
man das Parlament über das Haupttor auf der Rampe betritt. Mit seinen ionischen Säulen, den vergoldeten Zierleisten, den Wänden aus Pavonazzo-Marmor, einem Friesgemälde von Alois Hans Schram
und zehn marmornen Statuen aus der griechischen und römischen Götterwelt vermittelt es einen guten, ersten Eindruck vom Gestaltungsreichtum des Parlamentsgebäudes. (Schluss)

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