Böhacker: Abgabenänderungsgesetz 2002 bringt Steuererleichterungen

Wien, 2002-03-04 (fpd) - Ult.: Zinsen für Steuerguthaben werden steuerbefreit

"Das Abgabenänderungsgesetz 2002 wird neben
Steuererleichterungen eine Verbesserung der Mittelstandsfinanzierungs-Förderungen und einen weiteren Abbau der Steuerbürokratie bringen", sagte heute der freiheitliche Finanz- und Budgetsprecher Abg. Hermann Böhacker.****

Die für Steuerguthaben anfallenden Gutschriftszinsen werden hinkünftig, entgegen der bisherigen Vorgangsweise, weder einkommen-noch körperschaftsteuerpflichtig sein. Damit wird eine Ungleichbehandlung abgestellt, da andererseits die Anspruchszinsen für Steuernachzahlungen weder als Werbungskosten noch als Betriebsausgaben abgesetzt werden können, so Böhacker, im Zivilberuf Steuerberater.

Der Termin, ab dem Anspruchszinsen für Steuer-Nachzahlungen verrechnet werden, wird vom 1. Juli auf den 1. Oktober des Folgejahres verlegt. Damit wird einer nachhaltigen Forderung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und der Wirtschaft Rechnung getragen. Die Fertigstellung aller Bilanzen zum 1. Juli des Folgejahres wäre in der Praxis unmöglich gewesen und hätte zu zahlreichen "steuerlichen Ungrechtigkeiten" geführt. Auch wird mit diesem Oktober-Termin eine Harmonisierung mit der Einreichfrist des Jahresabschlusses beim Firmenbuch erreicht, so Böhacker weiter.

Eine verbesserte Mittelstandsfinanzierungs-Förderung, eine Ausweitung der steuerlichen Sonderregelungen für die Ausgliederungen von Aufgaben aller Körperschaften öffentlichen Rechts und eine richtlinienkonforme Regelung im Bereich der Umsatzsteuer bei ausgelagerten Tätigkeiten sind weitere Schwerpunkte des Abgabenänderungsgesetzes 2002.

"Entsprechend der Aussage der Bundesregierung keine weiteren Belastungen zuzulassen, enthält dieses Abgabenänderungsgesetz nur Begünstigungen und keine Belastungen und einen weiteren Abbau der Steuerbürokratie. Mit einer Beschlußfassung im Nationalrat ist Ende April zu rechnen", schloß Böhacker. (Schluß)

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