SchülerInnenanwaltschaft: AKS hält Vier-Parteien-Konsens für möglich

BildungspolitikerInnen aller vier Parlamentsparteien halten SchülerInnenanwaltschaft für "gute Idee"

Wien (SK) Im Zuge des SchülerInnenvertretungskongresses für der AKS (Aktion kritischer SchülerInnen) am letzten Wochenende in Velden wurde eine Podiumsdiskussion zum Themenbereich Verhaltensvereinbarungen und SchülerInnenanwaltschaft veranstaltet. Mit den 200 SchulsprecherInnen aus ganz Österreich diskutierten Dieter Antoni (SPÖ-Bildungssprecher), Dietlinde Kreutzer (Bildungssprecherin der FPÖ Kärnten), Raimund Grlic (Bildungssprecher der ÖVP Kärnten), Dieter Brosz (Bildungssprecher der Grünen), Bundesschulsprecher Jakob Huber sowie eine Vertreterin der deutschen BundesschülerInnenvertretung. ****

"Nach einer kontroversiellen Diskussion zu den Verhaltensvereinbarungen wurden die PolitkerInnen auf die Idee der Einführung einer SchülerInnenanwaltschaft angesprochen", berichtete Niki Kowall, Bundesvorsitzender der AKS. Laut Kowall hielten die VertreterInnen aller vier Parteien sowie Bundesschulsprecher Jakob Huber die SchülerInnenanwaltschaft für eine gute Idee. "Da die teilnehmenden SchulsprecherInnen quasi geschlossen hinter der SchülerInnenanwaltschaft stehen, werden wir uns mit aller Kraft für die Umsetzung einer solchen Institution einsetzen", garantiert der AKS-Vorsitzende.

"Die SchülerInnenanwaltschaft soll aus unabhängigen JuristInnen bestehen, deren Aufgabe es ist, SchülerInnen in Rechtsfragen zu informieren, zu beraten und im Fall der Fälle rechtlich zu vertreten", erklärt Kowall. "Damit wollen wir SchülerInnen eine Möglichkeit geben, sich gegen Notenwillkür, bedenkliche Erziehungsmethoden oder parteipolitische Gesetzesinterpretationen zu wehren", so der SchülerInnenvertreter.

Laut Kowall stellt die Podiumsdiskussion von SchülerInnenseite ein klares Votum gegen die Verhaltensvereinbarungen dar. "Natürlich ist die große Mehrheit der SchülerInnen gegen neue Strafenkataloge, das liegt im simplen Interesse jedes Schülers und jeder Schülerin", ist der AKS-Vorsitzende überzeugt. "Die SchülerInnenanwaltschaft sehen wie nicht zuletzt als Möglichkeit, die autoritären Verhaltensvereinbarungen einzudämmen", schließt Kowall. (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis: Niki Kowall (0699) / 11 40 81 42

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Pressedienst der SPÖ

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