Polen als größtes EU-Beitrittsland Magnet für Auslandsinvestoren

Attraktiver und ausbaufähiger Markt für Österreichs Wirtschaft - verstärkte Marktbearbeitung in den Regionen notwendig

Wien (PWK162) - "Polen wird als das größte EU-Beitrittsland auch in Zukunft ein Magnet für Auslandsinvestoren sein", stellt der österreichische Handelsdelegierte in Warschau Rudolf Thaler fest. "Bislang wurden 59,1 Mrd. Euro investiert", so der Handelsdelegierte, wobei "das Engagement österreichischer Unternehmen in Polen, die vielfach auch zu den Investitionspionieren gehören, besonders erfreulich ist. Für diese Rolle wurde Dr. Haselsteiner/Bauholding von Staatspräsident Kwasniewski persönlich mit dem Ritterorden ausgezeichnet. Bis zur Jahresmitte 2001 investierten 39 österreichische Unternehmen 1,36 Mrd. Euro in Projekte über 1,15 Mio. Euro. "Damit liegt Österreich an siebter Stelle unter den EU-Investoren", so Thaler.

Das tatsächliche Investitionsvolumen ist noch größer, da österreichische KMU im Regelfall unter 1,15 Mio. Euro ihr Engagement starten und somit nicht erfasst werden. Zu der Exportsituation berichtet Thaler, dass sich die österreichischen Exporte trotz rückläufiger Inlandsnachfrage relativ gut gehalten haben. Sie stiegen in den ersten zehn Monaten um 7,4% auf 770,9 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist Österreich unter den EU-Staaten der neuntgrößte Handelspartner. Absatzchancen gibt es nahezu in allen Branchenbereichen wie Zulieferungen für die Industrie, Dienstleistungen, Logistik, Umweltschutz. Ein großer Bedarf besteht z.B. in den Kommunen an Kläranlagen, Abfallverwertungsanlagen, Sanierung des Trinkwassersystems, Kanalisierung etc. Mehr als 150 Umweltverantwortliche aus der Region Warschau zeigten großes Interesse an den MUT, Wabag, ic Consulenten, Ades etc. im Rahmen der Stadttechnologiekonferenz der Wien-Tage in Warschau.

"Um Marktanteile halten und ausbauen zu können, ist eine verstärkte Marktbearbeitung vor allem in den Regionen erforderlich, das Nutzen von Akquisitionschancen im Rahmen der Privatisierung und das Ausschöpfen von Synergien durch eine gemeinsame Marktbearbeitung. Größte Gefahr eines Importanteilverlustes wäre ein Zuwarten auf den bevorstehenden EU-Beitritt. Poleninteressierte Unternehmen sollten bei ihren strategischen Entscheidungen primär das große wirtschaftliche Potenzial Polens im Visier haben und sich weniger vom momentan langsameren Wirtschaftswachstum abhalten lassen." Ein wichtiger Baustein ist die Messeteilnahme. Die Außenhandelsstelle bietet Unterstützung bei der Messevorbereitung an, z.B. in Form von Einladungen potenzieller Geschäftspartner. Die Firma M.M. Betriebs-und Handelsunternehmen/Bad Vöslau, die Biodieselanlagen der Firma Edtmayer vertreibt, nahm erstmals an der Gruppenausstellung der WKÖ bei der Umweltmesse POLEKO teil und stieß dank einer gezielten Aussendung der Außenhandelsstelle auf großes Interesse. Zu einem attraktiven Werbeinstrument hat sich auch das Wirtschaftsbulletin entwickelt, das beispielsweise von der Firma Topcall mit 1.000 Exemplaren als gezielte Kundeninformation verwendet wurde. "Gerade der persönliche Kontakt und der Aufbau einer Vertrauensbasis ist für eine erfolgreiche langfristige Geschäftsbeziehung in Polen wichtig", so Thaler, der auf die im Juni geplante Wirtschaftsmission nach Warschau und Katowice aufmerksam macht. "Gerade für Polen-Neulinge ist dies eine effektive Möglichkeit, sich mit den Marktgegebenheiten vertraut zu machen, interessante Geschäftspartner ohne Kommunikationsprobleme und lange Anreisewege kennen zu lernen." (Anmeldeschluss ist der 08.03.2002). (pt)

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