Rotes Kreuz impft 6 Millionen Kinder - "Die letzten Meter im Kampf gegen Polio"

Wien (OTS) - Das Rote Kreuz wird bis zum kommenden Herbst weitere sechs Millionen Kinder gegen Kinderlähmung (Polio) impfen. "Wir laufen die letzten Meter des Marathons zur weltweiten Ausrottung von Polio", sagt Martina Schloffer vom Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK).

Zielländer sind diesmal die Demokratische Republik Kongo, die Republik Kongo, Äthiopien, Nigeria und Pakistan - Länder, in denen Polio immer noch zahllose Opfer fordert. Seit sich das Rote Kreuz 1998 mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNICEF und dem Rotary Club zu dieser Initiative zusammengeschlossen hat, ist die Zahl der jährlich weltweit gemeldeten Poliofälle um 99 Prozent (von 350.000 auf 520) gefallen. "Im Jahr 2005 wird Polio, wie wir hoffen, vollkommen ausgerottet sein", so Martina Schloffer.

Das Rote Kreuz bringt eine seiner größten Stärken in diese Kooperation ein: "Abertausende Rotkreuz-Freiwillige in 178 Ländern dieser Welt besuchen sogar noch die spärlichst besiedelten, abgelegensten Gebiete, um die Kinder zu impfen", so Schloffer weiter. "Von Tür zu Tür, von Boot zu Boot, von Hütte zu Hütte müssen sie oft stundenlange Fußmärsche zurücklegen, um alle Kinder auch mitten im Kriegsgebiet zu erreichen."

In Äthiopien werden Rotkreuz-Helfer ihre Tür-zu-Tür-Aktion fortsetzen, um weitere 500.000 Kinder unter fünf Jahren zu impfen -14 Millionen waren es bisher. Bis zu 85.000 freiwillige Rotkreuz-Helfer in der Demokratischen Republik Kongo werden 3,2 Millionen Kinder erreichen, zwei Millionen werden es in Nigeria und 200.000 in Pakistan sein.

Polio ist eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems und betrifft in den meisten Fällen Kinder unter drei Jahren. Statistisch führt eine von 200 Infektionen zu irreversibler Lähmung, meistens der Beine. Der Name "Kinderlähmung" ist allerdings irreführend - auch Erwachsene können erkranken.

Das ÖRK bittet um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort:
"Weltweit im Einsatz".

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