Weiterhin Tierqual für Kosmetika

Wien (OTS) - Der Rat der Europäischen Union beharrt auf der Vermarktung von Kosmetika, die im Tierversuch getestet wurden. Dies geht aus dem "Gemeinsamen Standpunkt" des Rates zur Änderung der Kosmetikrichtlinie hervor, der dem Internationalen Bund der Tierversuchsgegner (IBT) vorliegt.

"Es ist ganz offensichtlich, dass es der EU-Kommission und nun auch dem Rat bei der Durchsetzung eines Tierversuchsverbots für Kosmetika am klaren politischen Willen fehlt. Dies ist um so tragischer, als es dabei um die Leiden, Schmerzen und Qualen und den unausweichlichen Tod von rund vierzigtausend Versuchstieren jährlich geht", so Gerda Matias, Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens und Präsidentin des IBT. "Seit Jahren wird das Verbot des Inverkehrbringens kosmetischer Mittel, die im Tierversuch getestet worden sind, mit der Begründung verschoben, dass es nicht genügend Alternativmethoden gäbe. Wenn der EU Tierschutz ein ernstes Anliegen wäre, könnten bis zur Validierung und Anerkennung von Ersatzmethoden - auch durch die OECD - alle schon geprüften Substanzen, von denen es mindestens 8.000 gibt, verwendet werden."

Als Minimalzugeständnisse an die Forderungen der TierschützerInnen sind wenigstens die Erlaubnis der Positiv-Etikettierung von tierversuchsfreien Produkten und das Verbot von Tierversuchen für kosmetische Endprodukte zu werten.

Es ist zu hoffen, dass die EU-Parlamentarier dem umstrittenen Text des Rates in der zweiten Lesung ihre Zustimmung verweigern.

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