"profil": Billa-Chef Schalle verlängert Vertrag bei Rewe

Billa-Chef kündigt Preisschlacht mit Spar an - Finanzminister Grasser "wäre kein schlechter Nachfolger"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt Billa-Chef Veit Schalle an, seinen Vertrag beim deutschen Billa-Mutterkonzern Rewe über das Jahr 2002 hinaus zu verlängern. "Danach sieht es wohl aus", meint Schalle.

Konkret will der Handelsmanager, dessen Vertrag Ende 2002 ausläuft, so lange in seinem Amt bleiben bis die in Italien zugekauften 119 Standa-Supermärkte in den Konzern integriert sind. Schalle: "Das kann sich durchaus bis Ende 2003 hinziehen."

Für Finanzminister Karl-Heinz Grasser, der als sein Nachfolger bei Billa kolportiert wurde, findet Schalle nur lobende Wort: "Grasser wäre", so Schalle, "wahrscheinlich wirklich kein schlechter Nachfolger. Er macht einen Superjob." Außerdem sei der Finanzminister der einzige gewesen, der auf die von Billa befürchtete Marktbeherrschung von Spar in Westösterreich reagiert hätte.

Grasser hat die ihm unterstellte Finanzprokuratur eingeschaltet, um die Übernahme von sechs Maximärkten in Oberösterreich und Salzburg durch Spar kartellrechtlich prüfen zu lassen. Schalle: "Ich habe alle angeschrieben, den Wirtschaftsminister, die Arbeiterkammer, den Markenartikelverband - alle. Und keiner hat was unternommen, außer ihm."

Der beinharte Wettbewerb zwischen den beiden führenden Supermarktketten Billa und Spar soll sich laut Schalle demnächst weiter verschärfen. "Die Preisschlacht wird härter werden", kündigt Schalle im "profil"-Gespräch an. Den ersten Schritt in dieser Richtung will Billa tun.

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"profil"-Redaktion

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