"profil": Leitl: "Demaskierender Widerspruch"

Wirtschftskammer-Präsident "stolz" darauf, nicht Haiders Charakter zu haben - Warnung vor "Dreschflegelmethode" im Umgang mit Nachbarn

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" attackiert der Präsident der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, die FPÖ scharf. Über die ablehnende Haltung der FPÖ zu seinem jüngsten Vorschlag, Österreich solle Tschechien finanzielle Hilfe leisten, um das Atomkraftwerk Temelin still zu legen, sagt Leitl: "Wenn jemand 100.000 Tote befürchtet, aber gleichzeitig eine mögliche Lösung von vornherein ablehnt, ist das ein demaskierender Widerspruch."

Ihm, Leitl, gehe es um die Frage, wie man mit Konflikten mit Nachbarn umgehe. Dass manche Politiker von den Ängsten in der Bevölkerung in Zusammenhang mit der EU-Erweiterung parteipolitisch profitieren wollen, sei, so der Wirtschaftskammerpräsident, "schädlich für das Ansehen unseres Landes". Leitl: "Der Ton macht die Musik. Wenn man mit der Dreschflegelmethode kommt, dann darf man sich nicht wundern, wenn zurückgedroschen wird."

Zur Aussage Jörg Haiders, der ihm in Zusammenhang mit den Benes-Dekreten Charakterlosigkeit vorgeworfen hat, betont Leitl gegenüber "profil": "Ich muss sagen, dass ich eigentlich stolz darauf bin, nicht den gleichen Charakter zu haben wie derjenige, der mir Charakterlosigkeit vorwirft."

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