Senioren mobilisieren gegen den Unfalltod

Aktionsplan "Seniorensicherheit" soll 600 Leben retten

Wien (SK) "1.248 Todesopfer durch Seniorenunfälle, 74.000 Senioren nach Unfällen in Spitalspflege, 190.000 Senioren als Unfallfolge in ärztlicher Behandlung - diese Jahresbilanz kann nicht hingenommen werden", sagte heute der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Karl Blecha. Der "Österreichische Seniorenrat", das ist die Dachorganisation aller Seniorenorganisationen, hat nun gemeinsam mit dem Institut "Sicher Leben" einen "Aktionsplan Seniorensicherheit" initiiert, dessen Maßnahmen die Todesrate innerhalb von zwei Jahren um mindestens 25 Prozent senken und damit 600 Menschen das Leben retten sollen, erklärte Blecha. ****

Am Mittwoch, dem 6. März 2002, werden die Ergebnisse der umfangreichen Vorarbeiten und neue Anregungen im Parlament in einer Enquete des Österreichischen Seniorenrates, zu der einer Nationalratspräsident Heinz Fischer eingeladenen hat, zusammengefasst und der "Aktionsplan Seniorensicherheit" beraten. Die Bemühungen von Bundes- und Landesbehörden, der Sozialversicherungsanstalten, von privaten Organisationen, wie Rotes Kreuz oder "Sicher Leben", und von Wirtschaft und Ärzten sollen ebenfalls in den Aktionsplan Eingang finden.

Das Hauptziel des Aktionsplanes - die Reduzierung von Seniorenunfällen, damit die Reduzierung der Todesrate um mindestens ein Viertel - soll, wie Blecha gegenüber dem SPÖ-Pressedienst erläuterte, vor allem durch Maßnahmen in zwei Bereichen ermöglicht werden:

* Viele Seniorenunfälle sind die Folge einer seniorenfeindlichen, unfallträchtigen Umgebung. Mehr als 80 Prozent der Unfälle sind die Folge von Sturz auf gleicher Ebene. Beseitigt man die Stolperfallen, reduziert man die Zahl der Unfälle. Änderung der Bauordnungen, Ausbildung von Handwerkern und Schulung von Heimhelfern sind erforderlich.

* Das wichtigste Mittel zur Unfallbekämpfung ist die Mitarbeit der Betroffenen. Information und Motivation sind die wirkungsvollste Prophylaxe. Die Selbsthilfe der Senioren und ihrer Verbände reicht aber nicht aus, eine sicherere Umwelt und Gefahrenbewusstsein zu schaffen. Die Enquete am 6. März soll deshalb eine Konzentration und Koordination aller für die Seniorensicherheit aktivierbaren Kräfte bringen. (Schluss) wf/mm

Rückfragehinweis: Andy Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01 313 72 30

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