Baxter nimmt globales Zentrum für Sicherheits-Forschung in Betrieb

Versorgung Schwerkranker mit lebensrettenden Arzneimitteln im Mittelpunkt - Staatssekretär Waneck: "Trendsetter bei Sicherheit und Qualität von Medikamenten aus Blut"

Wien (OTS) - Baxter bleibt an der Spitze, wenn es um Sicherheit
von Blut und Medikamenten aus Blut geht: Der Hersteller von Arzneimitteln und medizintechnischen Produkten nahm heute, dem 1. März in Wien das weltweite Forschungs- und Kompetenz-Zentrum für die Entwicklung von neuen Sicherheitstechnologien für Blutprodukte in Betrieb. "Baxter kann auf eine lange Tradition ausgezeichneter Blutsicherheitsfor-schung zurückblicken", erklärte Univ.-Prof. Dr. Reinhart Waneck, Staatssekretär im Gesundheitsministerium bei der Eröffnung. "Mit dem neuen Kompetenz-Zentrum beweist das Unternehmen, dass es weiterhin Trendsetter bleibt bei der Qualität und Sicherheit von Arzneimitteln aus Blut und Blutplasma".

Die Hauptaufgabe des Biotech-Labors, so Dr. Thomas Kreil, Leiter "Global Pathogen Safety", sei die Entwicklung von neuen Technolo-gien, mit denen sich Viren unschädlich machen ("inaktivieren") lassen. Da Medikamente aus Blutplasma weltweit Mangelware sind, überprüft er mit seinen 40 Mitarbeitern auch neue, ergiebigere Herstellungsverfahren: "Unser Ziel ist es, mit dem knappen Rohstoff Plasma mehr Pa-tienten mit sicheren Präparaten zu versorgen", sagt Sicherheitsfachmann Kreil. Daneben arbeitet er auch mit österreichischen und internationalen Virus- und Prionen-Experten zusammen: "Dadurch bleiben wir immer am aktuellen Stand der Wissenschaft", so Kreil, "und können Ärzten und Patienten auch in Zukunft den optimalen Sicherheitsstandard gewährleisten". Baxter ist der weltweit größte Hersteller von Plasmapräparaten. Österreich ist der größte Bio-tech-Standort des Konzerns außerhalb der USA.

Plasma-Fraktionierung: Österreich Nr. 2 nach den USA

Wie Staatssekretär Waneck betonte, ist Österreich im weltweiten Maßstab nach den USA das führende Land hinsichtlich der Herstellungskapazität von Plasmapräparaten. 2,5 Millionen Liter Blutplasma werden hier zu Lande jährlich verarbeitet, die USA mit einer 30 mal größeren Bevölkerungszahl kommen auf acht Millionen Liter. Auch bezüglich der Aufbringung von Plasma ist Österreich international führend: Mit 200.000 Liter pro Jahr spenden die Österreicher im Verhältnis zur Bevölkerungszahl das meiste Plasma im EU-Vergleich.

Sicherheits-Innovation für Krebstherapie

In Österreich hat Baxter (damals noch Immuno AG) in den 60er Jah-ren die erste Einrichtung zur Plasmaspende in Europa eingeführt. Hier wurde auch ein gentechnisches Testverfahren entwickelt, das Baxter 1995 erstmals für die Herstellung von Blutprodukten einführte, die Polymerase-Kettenreaktion (PCR). Diese wurde seither als weltweiter Standard von allen großen Herstellern von Plasmapräparaten übernommen. Baxter testet heute mit der PCR bereits auf fünf Viren und ist damit weiterhin auf diesem Gebiet führend.
Ein weiterer Durchbruch soll heuer für Blutbanken kommen: Baxter arbeitet an der Einführung einer Technologie, die das Erbgut in Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern "verklebt" und sie damit unschädlich macht. Das Verfahren zur "Pathogen-Inaktivierung" soll zunächst für Blutplättchen-Konzentrate eingeführt werden, die vor allem für Krebspatienten benötigt werden. Bisher gibt es kein Verfahren, das Krankheitserreger wirksam angreift, aber die empfindlichen Blutzellen schont.

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