Sommer-Smolik: Selektive Ausweitung der Kindergartenöffnungszeiten allein sind nicht genug

Wiener Grüne kritisieren Vorhaben der Stadt Wien, die eine selektive Verlängerung der Kindergartenöffnungszeiten, ohne Veränderung der personellen Ressourcen und pädagogischer Anpassung an Bedürfnisse der Kinder vorsieht

Wien (Grüne) - Die Grüne Gemeinderätin und Kindersprecherin der Wiener Grünen, Claudia Sommer-Smolik zeigt sich bestürzt, dass die von der SR Laska angekündigte Ausweitung der Öffnungszeiten in den städtischen Kindergärten auf 20 Uhr nur nach selektiven Gesichtspunkten erfolgt. Laut SR Laska sollen nämlich nur jenen Kindergärten die Tore länger offen halten dürfen, die an Verkehrsknotenpunkten bzw. an Einkaufsstrassen (sic!) liegen. Sommer-Smolik: "Diese Vorgangsweise ist absolut selektiv und erinnert sehr an ein veraltetes Frauenbild: Nämlich, erstens, dass lediglich Mütter und nicht Väter die Kinder in den Kindergarten begleiten. Und zweitens, dass die Kindergärten vielfach nicht in der Nähe der Arbeitsstätte der Mutter liegen."

Außerdem beklagen die GRÜNEN, dass im Vorschlag der SR Laska kein Wort darüber verloren wird, wie die Stadt Wien gedenkt, vermehrte Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder zu schaffen, die sich sehr lange in außerfamiliärer Betreuung befinden. Eine Senkung der Kinderhöchstzahl in den Kindergartengruppen wäre notwendig, um besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen zu können. "Die Aussagen der Stadträtin Laska lassen auch befürchten, dass die schon jetzt angespannte Personalsituation in den Kindergärten durch die Verlängerung der Öffnungszeiten noch verschärft wird", so Sommer-Smolik abschließend.

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