ARBÖ: Frühjahrsmüdigkeit heuer früher aktuell

Autofahrer können auch Frischluft tanken

Wien (ARBÖ) - Bislang schlug sie vor allem im März und April zu:
die Frühjahrsmüdigkeit kommt heuer aufgrund des zu warmen Winters schon wesentlich früher zum Tragen. Der ARBÖ warnt: sie kann zu Konzentrationsstörungen führen, die im Autoverkehr gefährlich werden können.

Leider wird dies von vielen Fahrzeuglenkern unterschätzt. Der ARBÖ verrät aber rechtzeitig, wie man gegen die "Frühjahrsmüdigkeit am Steuer" erfolgreich ankämpfen kann.

Immerhin 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung macht die Frühjahrsmüdigkeit alljährlich zu schaffen, sie fühlen sich müde, ohne richtigen Antrieb, sind oft gereizt und seelisch nicht ausgeglichen - kurz: matt und schlapp. Die Ursachen sind leicht genannt: zu wenig Frischluft, zu wenig Bewegung, zu wenig Sonnenlicht und Vitaminmangel. ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Prim. Dr. Josef Nagler: "Hinzu kommt noch, dass der Körper mit dem Wechsel der Jahreszeit auch eine Art biologische Umstellung vornimmt, die besonders mit dem Hormonsystem zusammen hängt."

Wer müde ist, sollte kein Fahrzeug lenken, denn man riskiert falsch zu reagieren, was fatale Folgen haben kann. Der ARBÖ-Verkehrsmediziner Prof. Nagler weiter: "In wissenschaftlichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass die Reaktion von ermüdeten Personen jener von alkoholisierten gleicht. Tunnelförmige Einengung des Blickfeldes, Wahrnehmungsirritationen und Halluzinationen sind die Folge von sehr starker Ermüdung. Schaltfehler, unangemessen heftige Bremsmanöver und vor allem Blickstarre nehmen deutlich zu, verbunden mit falscher Einschätzung von Abständen und Geschwindigkeit."

Um dem Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken, hat der ARBÖ speziell für Fahrzeuglenker einige Tipps zusammengestellt:

  • Einige Bewegungsübungen vor Fahrtantritt geben frischen Schwung, damit regen Sie Ihren Kreislauf an.
  • Ein vermehrtes Essen von Obst und Gemüse erhöht die Vitalität und sichert eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen.
  • Viel trinken ist immer wichtig, aber jetzt besonders: mindestens zwei Liter täglich und am besten Kräutertees oder Mineralwasser.
  • Ein gut durchgelüftetes Auto hilft mit zu einer ausreichenden Sauerstoffversorgung. Beim Autofahren besteht übrigens ein erhöhter Sauerstoffbedarf. Deshalb ist im Auto der Verzicht auf den "Glimmstengel" besonders zu empfehlen.
  • Und last but not least: sieben bis acht Stunden Schlaf wirken oft Wunder!

Vor dem "Heilmittel" Kaffeetrinken muss der ARBÖ-Verkehrsmediziner warnen: die subjektiv empfundene Frische täuscht, objektiv gesehen bleibt die Müdigkeit bestehen.

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